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Umfrage: Syrer blicken zunehmend positiv auf Normalisierung mit Israel

Mount Bental auf den Golanhöhen an der Grenze zwischen Israel und Syrien
Mount Bental auf den Golanhöhen an der Grenze zwischen Israel und Syrien (© Imago Images / UPI Photo)

Im Rahmen einer Umfrage befürworteten zwei Drittel aller Befragten eine Sicherheitsvereinbarung mit Israel, während fast ebenso viele auch einen Friedenschluss für möglich halten.

Eine im Januar durchgeführte Umfrage von YouGov legt nahe, dass die Syrer unter der Regierung von Ahmed al-Sharaa eine freundlichere Haltung gegenüber Israel einnehmen. Bei der vom Council for a Secure America in Auftrag gegebenen Umfrage zeigte sich, dass 59 Prozent der Syrer glauben, Friede mit Israel sei wahrscheinlich, während vierzehn Prozent dies für unwahrscheinlich halten.

Fast zwei Drittel der Befragten befürworten ein Sicherheitsabkommen mit Israel, während zehn Prozent dagegen sind. Laut der Umfrage wünscht sich fast die Hälfte eine Normalisierung mit Israel, nachdem eine Lösung mit den Palästinensern erreicht wurde, während vierzig Prozent in dieser Angelegenheit unentschlossen sind.

Die Befragten brachten außerdem eine große Ablehnung gegen die Hisbollah zum Ausdruck, jene vom Iran unterstützte libanesische Terrororganisation, die Verbindungen zum langjährigen Präsidenten Bashar al-Assad hatte und auf dessen Seite im syrischen Bürgerkrieg kämpfte, bevor er im Dezember 2024 entmachtet wurde. Rund siebzig Prozent der Befragten meinten, die Hisbollah habe einen negativen Einfluss auf ihr Land. Während 52 Prozent der Meinung waren, dass die Terrorgruppe auch eine Bedrohung für die Sicherheit des Libanons darstelle, äußerten lediglich elf Prozent eine positive Sichtweise auf die Hisbollah.

Libanon skeptischer

Eine ebenfalls von YouGov im Januar durchgeführte Umfrage im Libanon ergab, dass 63 Prozent der Befragten die Bemühungen der libanesischen Regierung, die Hisbollah zu entwaffnen, unterstützen, während nur neun Prozent dagegen sind.

Die Libanesen zeigen eine größere Skepsis gegenüber einem Frieden mit Israel als die Syrer. Nur vierzig Prozent glauben, dass er wahrscheinlich ist, während 24 Prozent ihn für unwahrscheinlich halten. Selbst nach einer Lösung des Konflikts mit den Palästinensern befürworten nur 25 Prozent der Befragten eine Normalisierung mit Israel.

»Umfragen des Council for a Secure America zeigen, dass sich die öffentliche Meinung in Syrien und dem Libanon weiterhin von der Hisbollah abwendet«, erklärte die Geschäftsführerin des Council for a Secure America Jennifer Suton gegenüber der New York Post.

»Obwohl eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel noch nicht in Sicht ist, beobachten wir wesentliche Entwicklungen in Syrien, wo eine Mehrheit glaubt, dass ein dauerhafter Frieden mit Israel möglich sei«, sagte sie und ergänzte unter Bezug auf den Iran, dass diese Tendenzen »den USA eine Gelegenheit bieten, traditionelle geopolitische Partner zu stärken, Stellvertreterkräfte zu schwächen, Frieden und Stabilität zu fördern und außenstehende Entitäten davon abzuhalten, die Region zu destabilisieren«.

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