Synagogenangriffe: Unterschied zwischen USA und Palästinensergebieten

„Den Freunden Israels kamen die Bilder aus Pittsburgh nur allzu bekannt vor. Terroranschläge auf israelische Synagogen, Jeschiwas, Sederfeiern und sonstige religiöse Stätten und Veranstaltungen sind leider ein regelmäßiger Bestandteil des arabischen Kriegs gegen den jüdischen Staat. Im November vor vier Jahren wurde einer der schlimmsten Anschläge der jüngeren Zeit in Israel verübt. Am 18. November 2014 stürmten palästinensische Terroristen die Kehilat Bnei Torah-Synagoge in der Jerusalemer Har Nof-Nachbarschaft und erschossen bzw. hackten fünf Rabbiner (von denen vier amerikanische Staatsbürger waren) und einen drusischen Polizisten zu Tode.

Vergleicht man die Reaktion der amerikanischen Gesellschaft und der führenden amerikanischen Politiker auf das Massaker in Pittsburgh mit der der palästinensischen Gesellschaft und ihrer Anführer auf das Massaker in Har Nof, so ist der Unterschied bemerkenswert. Robert Bowers, der Terrorist von Pittsburgh wird von mehr oder weniger allen Amerikanern mit Abscheu betrachtet, und die Staatsanwälte haben bereits bekanntgegeben, dass sie für ihn die Todesstrafe beantragen werden. Die bei dem Anschlag in Jerusalem umgekommenen Terroristen Uday Abu Jamal und Ghassan Muhammed Abu Jamal dagegen gelten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der palästinensischen Gesellschaft insgesamt als ‚Helden‘ und ‚Märtyrer‘. Ihre Familien erhalten von der PA monatlich eine Zahlung von jeweils etwa $1000. Der anhaltenden internationalen Kritik zum Trotz hat der Präsident der PA Mahmoud Abbas wiederholt erklärt, die Zahlungen an die Terroristen und ihre Familien weiterhin leisten zu wollen.

Im Haushalt der PA für 2018 sind für derartige Zahlungen $355 Millionen budgetiert. Das sind geschlagene sieben Prozent des Gesamthaushalts und 46 Prozent aller ausländischen Beihilfen, die die PA dieses Jahr erhalten wird. Die Mörder von Har Nof gehörten der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) an, der zweitgrößten Fraktion in der PLO, der Abbas ebenfalls vorsteht. Abbas weigert sich bis heute, die PFLP aus der PLO auszuschließen. Im Vergleichsfall würde das heißen, dass irgendeine Neonazibande, der Robert Bowers angehört, offiziell mit den Demokraten oder den Republikanern affiliiert sein könnte. Amerikanern schiene das unvorstellbar. Den Palästinensern leuchtet es vollauf ein.“ (Stephen M. Flatow: „The Palestinian Response to Pittsburgh: a Contrast in Societies“)

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login