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Sündenbock Israel: Fehlmeinungen, Fragen und Antworten zum „Nahostkonflikt“ (Teil 9)

Demonstration gegen Antisemitismus und Israelhass in Kiel
Demonstration gegen Antisemitismus und Israelhass in Kiel (© Imago Images / penofoto)

Behauptung 9: „Terroranschläge von Palästinensern sind lediglich eine Reaktion auf die Besetzung der Westbank, Gazas und der Altstadt von Jerusalem durch Israel.“

Theodor Much

Terroranschläge gegen die jüdische Zivilbevölkerung gibt es nicht erst seit dem Jahr 1967, in dem die Westbank, Gaza und die Altstadt von Jerusalem den Arabern verloren gingen.

Schon 1920 und 1929 zettelten islamische Geistliche – allen voran der Großmufti von Jerusalem Amin Al-Husseini und Scheich Al-Kassam (nach dem die Raketen der Hamas benannt sind) – Aufstände und antijüdische Gewaltakte, mit vielen Toten und Verletzten an. So kamen beim antijüdischem Pogrom 1929 in Hebron 64 Juden ums Leben.

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Nach dem Krieg von 1948 und der Errichtung des Staates Israel, setzte ein erbarmungsloser Terror gegen die israelische Zivilbevölkerung ein. Bei Attentaten der Fedajin (Terroristen die über die schlecht bewachte Grenze in Israel eindrangen) und mittels gezielter Todesschüsse in Jerusalem durch jordanische Scharfschützen, die auf der Altstadtmauer postiert waren, starben allein zwischen 1951 und 1955 an den langen Grenzen zu Jordanien 500, an der ägyptischen Grenze 360 und an der libanesischen Grenze 60 Menschen.

Unvergessen bleiben auch die blutigen Anschläge gegen den Flughafen Lod – heute Ben-Gurion-Flughafen – und gegen die Olympiamannschat Israels in München im Jahr 1972. Eine Statistik über die Tausende gerade noch rechtzeitig vereitelten Anschläge existiert bisher keine.

Mit den Selbstmordanschlägen durch islamistische Fanatiker des Palästinensichen Islamischen Jihad, der Al-Aksa-Brigaden der Fatah und der Hamas seit 1994 (gerade als erstmals vielversprechende Friedensgespräche zwischen Israel und der PLO stattfanden) setzte eine neue, besonders schlimme Terrorwelle ein. Hauptziele der Selbstmordattentäter, die als Belohnung für ihre Heldentaten einen Platz im Paradies und Jungfrauen in großer Zahl erwarteten, waren Supermärkte, Busse, Kindergärten und Restaurants. Dabei kamen hunderte unschuldiger Zivilisten ums Leben.

Auch der langjährige Raketenbeschuss israelischer Städte im Norden- und im Süden des Landes durch die PLO, der Hisbollah und der Hamas sind Terrorakte gegen Zivilisten, die durch nichts entschuldigt werden können.

Theodor Much war von 1990 bis 2020 Präsident der jüdisch-liberalen Gemeinde Or Chadasch Wien und veröffentlichte als Sachbuchautor bislang 12 Bücher zu den Themen Aberglaube, Fundamentalismus, Scheinmedizin, Religion, Satire.

Behauptung 1: „Wer Israel kritisiert, wird automatisch beschuldigt Antisemit zu sein.

Behauptung 2: „Zionismus und die Politik der Zionisten können mit Kolonialismus, Apartheid und Rassismus gleichgesetzt werden.“

Behauptung 3: „Rassismus ist per se ein Kennzeichen des Judentums und des Staates Israel.“

Behauptung 4: „Israel hat keine Existenzberechtigung.“

Behauptung 5: „Die Welt hat doch, lange vor der dem ungerechten UNO-Teilungsplan von 1947, den Arabern Palästina als zukünftigen Staat versprochen.“

Behauptung 6: „Muslime und Juden haben bis zum Beginn der zionistischen Invasion Palästinas in allen arabischen Staaten friedlich und freundschaftlich miteinander gelebt.“

Behauptung 7: „Die Palästinenser waren und sind unschuldige Opfer der Zionisten, der Europäer und des Staates Israel.“

Behauptung 8: „Israel führt immer wieder kolonialistische Kriege, um sein Staatsgebiet zu erweitern.“

Behauptung 9: „Terroranschläge von Palästinensern sind lediglich eine Reaktion auf die Besetzung der Westbank, Gazas und der Altstadt von Jerusalem durch Israel.“

Behauptung 10: „Israel ist kein demokratischer Staat. Das Land besitzt weder eine Verfassung, noch sind in Israel Staat und Religion getrennt.“

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