Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content

Sündenbock Israel: Fehlmeinungen, Fragen und Antworten zum „Nahostkonflikt“ (Teil 5)

Demonstration gegen Antisemitismus und Israelhass in Kiel
Demonstration gegen Antisemitismus und Israelhass in Kiel (© Imago Images / penofoto)

Behauptung 5: „Die Welt hat doch, lange vor der dem ungerechten UNO-Teilungsplan von 1947, den Arabern Palästina als zukünftigen Staat versprochen.“

Theodor Much

Diese Behauptung ist nachweislich falsch. Im Mai 1915 gab es zwar einen Briefwechsel zwischen dem britischen Hochkommissar in Ägypten Henry McMahon und Hussein ibn Ali, Sheriff von Mekka. McMahon, der die Unterstützung der Araber im Kampf gegen die Türkei suchte, versprach Hussein einen „unabhängigen arabischen Staat“, wobei er die Grenzen dieses Staates nie definierte und die Teile Syriens, die westlich von Damaskus, Homs und Hama liegen, ausdrücklich von dieser Zusage ausschloss.

Im Jahr 1917 erfolgte die Balfour-Deklaration, in der das Vereinigte Königreich sich mit den Bestrebungen der Zionisten einverstanden erklärte, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. Fünf Jahre später beschloss der Völkerbund, dem 52 Staaten angehörten, die Anerkennung der historischen Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina.

Werbung

Ein Jahr später (1923) wurde das Königreich Jordanien vom Völkerbundmandat abgetrennt. Um Jordanien zu errichten, wurden 80% des historischen Palästina dem neuen Staat zur Verfügung gestellt. Juden durften sich seither in Transjordanien nie mehr niederlassen.

Im Jahr 1937 gab es schließlich eine konkrete Teilungsempfehlung für den verbliebenen Rest von Palästina. Die Peel Kommission plante einen jüdischen Mini-Staat, der von Tel Aviv – die Stadt wurde 1909 gegründet – bis nach Galiläa reichen sollte. Dieser Teilungsplan, der von der zionistischen Führung angenommen wurde, ist von der arabischen Seite vehement abgelehnt worden.

Mit der Resolution Nummer 181 vom 19. November 1947, beschloss schließlich die UNO mit großer Mehrheit, einen neuen Teilungsplan für Palästina. Dabei sollten rund 55% von Rest-Palästina – also 12% vom historischen Gesamtpalästina – zum jüdischen Staat erklärt werden. Dort sollten 550.000 Juden und 350.000 Araber zusammenleben und Jerusalem sollte internationalisiert werden. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass über die Hälfte des Bodens des geplanten jüdischen Staates – die Wüste Negev – damals als für Menschen unbewohnbar galt.

Auch diesem Teilungsplan stimmte die zionistische Führung zu, ganz im Gegensatz zur arabischen Seite. Die Behauptung, dass die arabische Seite diesen „ungerechten“ Plan nicht akzeptieren konnte ist daher unbegründet.

Theodor Much war von 1990 bis 2020 Präsident der jüdisch-liberalen Gemeinde Or Chadasch Wien und veröffentlichte als Sachbuchautor bislang 12 Bücher zu den Themen Aberglaube, Fundamentalismus, Scheinmedizin, Religion, Satire.

Behauptung 1: „Wer Israel kritisiert, wird automatisch beschuldigt Antisemit zu sein.

Behauptung 2: „Zionismus und die Politik der Zionisten können mit Kolonialismus, Apartheid und Rassismus gleichgesetzt werden.“

Behauptung 3: „Rassismus ist per se ein Kennzeichen des Judentums und des Staates Israel.“

Behauptung 4: „Israel hat keine Existenzberechtigung.“

Behauptung 5: „Die Welt hat doch, lange vor der dem ungerechten UNO-Teilungsplan von 1947, den Arabern Palästina als zukünftigen Staat versprochen.“

Behauptung 6: „Muslime und Juden haben bis zum Beginn der zionistischen Invasion Palästinas in allen arabischen Staaten friedlich und freundschaftlich miteinander gelebt.“

Behauptung 7: „Die Palästinenser waren und sind unschuldige Opfer der Zionisten, der Europäer und des Staates Israel.“

Behauptung 8: „Israel führt immer wieder kolonialistische Kriege, um sein Staatsgebiet zu erweitern.“

Behauptung 9: „Terroranschläge von Palästinensern sind lediglich eine Reaktion auf die Besetzung der Westbank, Gazas und der Altstadt von Jerusalem durch Israel.“

Behauptung 10: „Israel ist kein demokratischer Staat. Das Land besitzt weder eine Verfassung, noch sind in Israel Staat und Religion getrennt.“

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren