Der Sudan will seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellen und die Büros von Hamas, Hisbollah und jeder anderen islamischen Gruppe, die von den USA als terroristisch eingestuft wird, schließen.
Benjamin Weinthal, Jerusalem Post
Die sudanesische Übergangsregierung plant, die Büros der ausländischen Terrororganisationen Hamas und Hisbollah zu schließen, berichtete das von Katar finanzierte Nachrichtenmedium Middle East Eye: „Eine zuverlässige sudanesische Quelle, die dem Büro von [Premierminister Abdallah] Hamdok nahesteht, hat Middle East Eye informiert, dass die Regierung die Büros ausländischer Gruppen schließen wird, die von den USA als Terroristen eingestuft werden, einschließlich Hamas und Hisbollah.“
In dem Bericht heißt es: „Die sudanesische Quelle von MEE, die um Anonymität bat, weil sie nicht befugt war, mit den Medien zu sprechen, sagte: ‚Die Regierung wird die Büros von Hamas und Hisbollah und jeder anderen als Terrororganisation eingestuften islamischen Gruppierung schließen. Der Sudan hat mit diesen Gruppen nichts zu tun, und die Interessen des Landes stehen über allem anderen.‘ Die sudanesische Quelle fügte hinzu: ‚Eigentlich haben sie in den letzten Jahren versucht, ihre Präsenz zu verheimlichen, aber in Zukunft werden wir keine einzige davon tolerieren.‘“
Das Nachrichtenportal teilte mit, die Maßnahme zur Vertreibung der Hamas und der Hisbollah aus dem nordafrikanischen Land solle die Regierung der Vereinigten Staaten davon überzeugen, den Sudan von der Liste der staatlichen Terrorismusförderer zu streichen. Die Vereinigten Staaten hatten den Sudan 1993 zum staatlichen Sponsor des Terrorismus erklärt.
Sudan will close office of terrorist groups Hezbollah, Hamas