Starb ein palästinensisches Baby an Tränengasvergiftung?

„Für Journalisten, die in Israel arbeiten, dürfte es eigentlich kein Geheimnis sein, dass der jüdische Staat mit unerbittlichen Feinden konfrontiert ist: Der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah und nun auch dem Iran im Norden und einer Palästinensischen Autonomiebehörde, die inhaftierten Terroristen und den Angehörigen der ‚Märtyrer‘ Gehälter zahlt, die Bevölkerung zum Hass gegen Israelis anstachelt und deren Ermordung anregt.

Dennoch wird dies selten vermittelt, und wenn, dann nur wiederwillig. Stattdessen werden simplistische Erklärungen in Umlauf gebracht, denen zufolge beispielsweise ‚die Palästinenser die Rolle Davids, die Israelis jene Goliaths‘ innehätten. Folglich bringt man dann für den gewaltsamen ‚Widerstand gegen die Besatzung‘ auch ‚Verständnis‘ auf.

Vielleicht hängen die Medien, für die die Journalisten arbeiten, einem ideologischen Standpunkt an, den rein zufällig auch jene teilen, die die Geschichten schreiben oder senden. Die Redakteure und Autoren der Überschriften in der Heimat, weit ab vom Geschehen, besiegeln dann das Geschäft, indem sie die bereits voreingenommenen Berichte beim Zusammenfassen zuspitzen. (…)

Betrachten wir ein dramatisches Beispiel, bei dem allerlei Medien ihr Hand im Spiel hatten: Den Fall von Layla Ghandour, jenes palästinensischen Babys, von dem in der Presse behauptetet wurde, es sei gestorben, weil es während der Ausschreitungen Tränengas eingeatmet habe. Später stellte sich heraus, dass das Mädchen tatsächlich an einem Herzleiden gestorben war und man die Familie bezahlt hatte, damit sie über die Todesumstände lügt. Nun versuchen sie mal, hierzu mehr als ein paar knappe ‚Richtigstellungen‘ zu finden, ob in den Printmedien oder bei den Sendern. Sie werden kein Glück haben.

Tagelang berichtete die Presse über die karnevalartige Atmosphäre bei den Demonstrationen und erzählte von Familien, die Picknicks mitgebracht hatten, und von Eisverkäufern. Selbst als die Hamas sich damit brüstete, dass von den bei den Ausschreitungen Getöteten mehr als 50 ihre eigenen Leute gewesen seien, fuhren die meisten Medien mit Geschichten über die ‚überwiegend friedlichen Proteste‘ fort. Selten erwähnten sie die 50 Hamas-Angehörigen, stattdessen verharmlosten sie die entscheidende Rolle der Hamas bei den Ausschreitungen, selbst nachdem das Abfackeln israelischer Anbauflächen und Naturschutzgebiete durch Branddrachen begonnen hatte.“ (Daniel S. Mariaschin: „Media Bias Against Israel — Where to Begin?“)

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