Dem Evangelikalen und Trump-Vertrauten Mike Evans zufolge sei der regierende König Salman das größte Hindernis für einen saudischen Friedensschluss mit Israel.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe dem evangelikalen Führer und Trump-Verbündeten Mike Evans privat mitgeteilt, er sei bereit, Israel anzuerkennen. Doch sein Vater, König Salman, stelle weiterhin ein Hindernis für eine Beziehungsnormalisierung zwischen den beiden Staaten dar. Dies sagte Evans am Montag während eines Besuchs in Israel. »Als ich mit dem Kronprinzen sprach, sagte er mir, er würde Israel noch heute anerkennen. Aber er erklärte, das Problem sei sein Vater.«
Der Gründer von Friends of Zion und langjähriger evangelikaler Unterstützer Israels sagte, er habe sich zwei Stunden lang mit dem saudischen Kronprinzen getroffen. Auch Mohammed bin Salmans Bruder und der saudische Außenminister waren anwesend und äußerten ähnliche Ansichten.
Evans Ausführungen erfolgten, während US-Präsident Donald Trump Schritte unternahm, um ein mögliches Iran-Abkommen mit einem breiteren Vorstoß zu verknüpfen, arabische und muslimische Länder dazu zu bewegen, den Abraham-Abkommen beizutreten. Evans sagte, er glaube, dass Trumps Forderung ernst gemeint sei. „Ich denke, sie ist aufrichtig. Donald Trump verfügt derzeit über enormen Verhandlungsspielraum gegenüber Saudi-Arabien. Enormen Spielraum. Und ich glaube, es steht außer Frage, dass der Präsident plant, diese Länder zu gewinnen, weil er versucht, auf einen echten Frieden hinzuarbeiten.«
Gegen Muslimbruderschaft
Evans sagte, der saudische Kronprinz habe sich während ihres privaten Gesprächs auch sehr kritisch über die Palästinenser geäußert. » Als er über die Palästinenser sprach, sagte der Kronprinz, dass sie unser Geld verschwendet hätten. Er sagte, sie sollten Israel nicht angreifen. Sie sollten sich ein Beispiel an Israel nehmen.« Evans behauptete zudem, Mohammed bin Salman habe die Idee abgelehnt, Jerusalem zu teilen. »Als er über Jerusalem sprach, sagte er, wenn es jemals zwei Hauptstädte in Jerusalem gäbe, wäre eine davon eine Terrorhauptstadt.«
Die Abraham-Abkommen wurden während Trumps erster Amtszeit unterzeichnet und führten 2020 zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain, gefolgt von Marokko und dem Sudan. Saudi-Arabien gilt seit langem als das zentrale Element jeder umfassenderen Normalisierungsbemühung, obwohl Riad die Anerkennung Israels öffentlich an Fortschritte in der Palästinafrage geknüpft hat.
Evans sagte nun jedoch, er sei nicht davon überzeugt, dass die palästinensische Staatlichkeit das eigentliche Hindernis für eine Anerkennung durch Saudi-Arabien sei. »Ich bin mir nicht so sicher, ob das der Grund für die Verzögerungen war. Ich glaube offen gesagt, dass sich die Dinge geändert haben.«
Evans stellte die mögliche Ausweitung der Abraham-Abkommen als Teil eines größeren regionalen Kampfes gegen islamistische Bewegungen dar, insbesondere gegen die Muslimbruderschaft. »Der größte Teil der Bewegung, die dem Staat Israel und den Juden weltweit Probleme bereitet hat, ist die Muslimbruderschaft. Indem man dieses Bündnis mit diesen sunnitischen Ländern schafft, setzt man die Muslimbruderschaft schachmatt.«






