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Saudischer Kronprinz: Israel ist ein potenzieller Verbündeter

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (Quelle: JNS)

Der saudische Kronprinz Mohammed Bin Salman streckt öffentlich seine Hand Richtung Israel aus – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtete vor Kurzem, Kronprinz Mohammed Bin Salman habe erklärt, Israel sei »ein potenzieller Verbündeter«, wenn der Konflikt mit den Palästinensern gelöst werde.

In einem seiner seltenen Interviews führte Salman gegenüber der US-Zeitschrift Atlantic aus, dass er Israel als einen präsumtiven Partner betrachte, sobald die Probleme mit den Palästinensern gelöst seien.

»Wir sehen Israel nicht als Feind, sondern als potenziellen Verbündeten, mit dem wir viele Interessen gemeinsam verfolgen können. Aber gewisse Dinge müssen gelöst werden, bevor wir dorthin kommen.«

Bezogen auf eines dieser »gemeinsamen Interessen«, den Iran und seine Bedrohung des Nahen Ostens, sagte Salman in dem von Al-Arabiya dokumentierten Interview, dass sein Land immer noch an Verhandlungen interessiert sei, um eine Lösung zu finden, mit der alle Seiten leben können.

»Sie [die Iraner] sind Nachbarn. Nachbarn für immer. Wir können sie nicht loswerden. Deswegen ist es besser für uns beide, wenn wir unsere Konflikte aufarbeiten und Wege finden, wie wir koexistieren können.

Wir hatten vier Runden an Verhandlungen. Wir haben die Statements der iranischen Führer gehört, die in Saudi-Arabien willkommen sind. Und wir werden weitermachen, die Details zu verhandeln. Hoffentlich können wir dabei eine Position erreichen, die gut für beide Länder ist und die eine bessere Zukunft für unser Land und für den Iran ermöglicht.«

Auf die Frage, ob er es bevorzugen würde, wenn in Wien ein Atom-Abkommen erfolgreich abgeschlossen wird, oder ob ihm ein Scheitern der Gespräche lieber wäre, antwortete Salman, Saudi-Arabien betrachte jedes Land weltweit, das eine Atombombe besitze, als gefährlich – sei es nun der Iran, sei es ein anderes Land.

Also wolle das Königreich nicht, dass Staaten in den Besitz einer Atombombe gelangen. Und deswegen wolle Saudi-Arabien auch keinen »schwachen Atomdeal«, weil dieser auf »dasselbe Ergebnis« hinauslaufe.

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