Saudi-Arabien ruft zum Boykott der Türkei auf

„Die Spannungen zwischen der Türkei und dem Königreich Saudi-Arabien breiten sich auf wirtschaftlicher Ebene aus und die Industrie- und Handelskammer von Riad warnt die Saudis davor, in der Türkei zu investieren. Der Vorsitzende Ajlan Al-Ajlan benutzte Twitter, um Warnungen bezüglich der Gefahren bei einer Geschäftstätigkeit in der Türkei zu versenden. Er sagte, seine Organisation habe mehrere Beschwerden von saudischen Investoren erhalten, die klagten, ihre Gewinne seien bedroht und die türkischen Behörden würden nicht genug tun, um sie zu schützen, wie saudische Behörden am Sonntag berichtetet. Al-Ajlan führte etwas an, was er das volatile Sicherheitsklima in der Türkei nannte und behauptete, saudische Geschäftsleute seien von ‚einflussreichen Körperschaften dort erpresst worden‘ und ‚saudische Touristen seien immer mehr Fällen von Belästigung und Betrug ausgesetzt gewesen.‘

Am Anfang des Monats wurde der einflussreiche Gouverneur von Riad, Prinz Faisal bin Bandar, auf einem Video festgehalten, in dem er eine Tasse Kaffee ablehnte, als er erfuhr, dass es sich um eine türkische Marke handelte, das von Kurukahveci Mehmet Efendi, dem ältesten türkischen Kaffeeproduzenten, hergestellt wurde. Das Video wurde von einem Mitglied der königlichen Familie, Prinz Abdullah bin Sultan al Saud, verbreitet, der die Forderung nach einem Boykott der türkischen Waren erneuerte.

Die Beziehungen zwischen Ankara und seinem ehemaligen osmanischen Herrschaftsgebiet gerieten nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul ins Wanken. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan führte eine öffentlichkeitswirksame Kampagne an, die die Saudis dazu zwang, ihre anfänglichen Dementis zurückzunehmen, dass Khashoggi im Konsulat getötet wurde, und stattdessen saudische Sicherheitsbeamte verantwortlich zu machen, die angeblich abtrünnig wurden. Dies hinderte die Türkei jedoch nicht daran, stetig neue Beweise in Umlauf zu bringen, einschließlich einer mutmaßlichen Audioaufnahme von Khashoggis Ermordung, die den mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Saudi-Arabien zu belasten schienen. Zunächst versuchte der Kronprinz die Krise zu entschärfen. Er rief Erdogan an und ersuchte ein Treffen mit ihm. Aber die Türkei setzte ihre Bemühungen weiter fort, bin Salman in Misskredit zu bringen, angeblich in der Hoffnung, dass die Vereinigten Staaten ihm den Rücken kehren und sein Vater, König Salman, ihn aus dem Weg räumen würde. Aber nichts davon ist passiert und der Kronprinz steht seitdem auf Kriegsfuß mit Ankara.“ (Amberin Zaman: „Turkey groans under economic pressure from Saudis”)

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