Prinz Turki Al-Faisal zeigt sich besorgt, dass die Taliban Waffen an die mit ihnen verbündete Al-Qaida weitergeben und damit die Terrorgefahr steigen könnte.
Dan Murphy / Hadley Gamble, CNBC
Saudi-Arabiens ehemaliger Geheimdienstchef sagt, er sei sehr besorgt, dass amerikanische Waffen in die Hände von militanten Gruppen wie Al-Qaida fallen könnten. Dies würde einen eingeschworenen Feind der Vereinigten Staaten im Gefolge eines Abzugs aus Afghanistan stärken, der seiner Meinung nach schlecht gemanagt wurde.
„Ich weiß nicht, welches Wort ich verwenden soll, ob Inkompetenz, Nachlässigkeit, schlechtes Management – es war eine Kombination all dieser Dinge“, sagte Prinz Turki Al-Faisal am Samstag in Paris gegenüber Hadley Gamble von CNBC.
Prinz Turki Al-Faisal war zwischen 1979 und 2001 Chef des saudischen Geheimdienstes und half, die antikommunistischen Aktivitäten in Afghanistan während der sowjetischen Invasion zu koordinieren. In den Jahren vor dem 11. September versuchte er, die Rückkehr Osama bin Ladens nach Saudi-Arabien auszuhandeln – womit er scheiterte.
„Sie wissen, dass Al-Qaida zuerst das Königreich ins Visier genommen hat, bevor sie irgendjemand anderes attackierten“, sagte Al-Faisal und bezog sich dabei auf Saudi-Arabien. „Dieser Aspekt ist sehr besorgniserregend, und mit den Waffen, die Al-Qaida über die mit ihnen verbündeten Taliban in die Hände bekommen könnten, wird es noch besorgniserregender“, fügte er hinzu.
Taliban-Kräfte wurden mit einer Reihe von in den USA hergestellten Waffen und Fahrzeugen abgebildet, die sie dem afghanischen Militär abgenommen hatten, was in Saudi-Arabien Befürchtungen über die anhaltende Bedrohung durch Al-Qaida und ISIS und darüber auslöste, wo und bei wem die Ausrüstung landen könnte.
„Als Donald Trump vor seinem Ausscheiden aus dem Amt das Abkommen mit den Taliban schloss, war es unvermeidlich, dass die afghanische Regierung ihre Legitimität verlieren würde“, sagte Al-Faisal. „Es ist schwer zu verstehen, was die Vereinigten Staaten dazu gebracht hat, mit den Taliban zu verhandeln“, fügte er hinzu.
Diese Äußerungen sind die erste offen kritische Reaktion von Amerikas Verbündeten aus den arabischen Golfstaaten seit dem Fall von Kabul am 15. August.
(Aus dem Artikel „Saudi Arabia’s former intel chief calls weapons proliferation risk in Afghanistan very worrying as terror threat grows“, der bei CNBC erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)
For weeks Biden officials have been telling reporters that of course we'd blow up military equipment left at airport if we had to.
— Omri Ceren (@omriceren) August 31, 2021
DOD Aug 24: "if there needs to be destruction or other disposition of equipment [at HKIA] we'll do that."
Anything to get out of the news cycle. https://t.co/HBcyWFVFwk
The U.S. has said and is reiterating this morning.
— Omri Ceren (@omriceren) August 31, 2021
Kirby just now on CNN.
"They can't fly them," Kirby told CNN. pic.twitter.com/ugczCZHKMM
Taliban flying an American-supplied UH-60 Black Hawk helicopter over Kandahar today. pic.twitter.com/2EB3C8OSpF
— WorldOnAlert (@worldonalert) August 30, 2021







