Wie Russland und Iran US-Sanktionen umgehen

„Der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur zufolge verlässt die iranische Zentralbank sich zunehmends auf die Unterstützung Moskaus, um die Sanktionen der Vereinigten Staaten zu unterlaufen. Press TV berichtete am Dienstag, hochrangige iranische Bankenvertreter seien dabei, ein Abkommen mit ihren russischen Kollegen abzuschließen, das die Bankkartensysteme der beiden Ländern integrieren würde – dies sei ‚eine Strategie, von der beiden Parteien sich künftig eine größere Immunität gegen die finanziellen Sanktionen der Vereinigten Staaten erhoffen’, hieß es. Vor zwei Monaten hatte der Iran ein Abkommen mit dem russischen Unternehmen BPC Banking Technologies geschlossen, um sein finanzielles Netzwerk an die globalen Zahlungssysteme anzuschließen. Genau dies haben US-amerikanische Sanktionen gegen Einzelpersonen und Institutionen, die an den Menschenrechtsverletzungen des Iran und seiner Unterstützung des Terrorismus, seinem Waffenhandel, seinem ballistischen Raketenprogramm und – bis 2015 – seinem Atomprogramm beteiligt sind, zu verhindern gesucht.

Das integrierte Bankkartensystem würde es Russen und Iranern erlauben, ihre Kredit-, Geldautomaten- und Debitkarten in beiden Ländern zu nutzen. Teheran bevollmächtigte die iranischen Finanzinstitute im September erstmals in der Geschichte des Landes, Kreditkarten auszustellen. Der für Zahlungssysteme der iranischen Zentralbank zuständige Direktor Davood Mohammad Beigi veröffentlichte über die iranische Nachrichteagentur Mehr eine Vorschau auf das Abkommen. ‚Gegenwärtig unterhält der Iran die engsten Beziehungen im Bereich der internationalen Kreditkarten mit Russland und in technischer Hinsicht sind gute Vorkehrungen getroffen worden’, so Beigi.“ (Michael Wilner: „Russia, Iran seek to circumvent US sanctions with integrated banking systems“)

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