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Russland fordert Rückzug iranischer Milizen aus syrischer Provinz

Russlands Präsident Putin und Irans Präsident Raisi auf einer Syrien-Konferenz
Russlands Präsident Putin und Irans Präsident Raisi auf einer Syrien-Konferenz in Teheran (© Imago Images / ZUMA Wire)

Das russische Militär befürchtet angeblich, dass seine Stützpunkte durch die zunehmenden israelischen Luftangriffe beschädigt werden könnten.

Wie die in London ansässige arabische Tageszeitung Asharq al-Awsat Ende vergangener Woche berichtete, hat Russland die iranischen Milizen dazu aufgefordert, sich aus den militärischen Stellungen westlich der syrischen Provinz Hama und aus anderen Stellungen in Zentral- und Westsyrien zurückzuziehen, um zu verhindern, dass sie von Israel angegriffen werden. Offenbar befürchtet das russische Militär, dass seine Anlagen durch solche Angriffe beschädigt werden könnten.

Drei russische Offiziere hätten diese Forderung am 31. August auf dem Militärflughafen von Hama in Zentralsyrien gegenüber ihren iranischen Amtskollegen erhoben. Der Grund für die Anweisung sei, dass Russland vermeiden möchte, dass die Milizen von Israel ins Visier genommen werden, heißt es in dem Bericht.

»Russische Offiziere informierten die iranische Seite über die Notwendigkeit, das iranische Militärhauptquartier in der Nähe des Regiments 49, das zu den syrischen Regimetruppen gehört, zu evakuieren.« Der Standort des Regiments 49 in der Region Masyaf ist einer der wichtigsten Militärstützpunkte in der Provinz Hama, der Langstreckenraketen vom Typ S-200 sowie andere in Russland hergestellte Ausrüstung beherbergt.

Laut Asharq al-Awsat forderten die russischen Offiziere die Iraner außerdem auf, eine zweite iranische Militäranlage in der Gegend von Hamidiya zu räumen, in der die iranischen Milizen Waffen herstellen und entwickeln, darunter auch Kurzstreckenraketen. Hamidiya liegt im Süden des Gouvernements Tartus an der syrischen Küste, wo sich ein großer russischer Marinestützpunkt befindet.

Die russische Forderung erfolgte wenige Tage nachdem Syrien Israel beschuldigt hatte, die Flughäfen von Aleppo und Damaskus angegriffen zu haben, wobei Berichten zufolge die Landung eines iranischen Flugzeugs, das Waffen transportierte, verhindert werden sollte. Bereits am 25. August griff Israel das Wissenschaftliche Studien- und Forschungszentrum (SSRC) an, das eine syrische Waffenanlage in der Nähe der Stadt Masyaf im Nordwesten des Landes ist.

Nach Angaben des israelischen Nachrichtenportals Ynet ist Masyaf die wichtigste Produktionsstätte für syrische und iranische Präzisionsraketen, die von der Hisbollah und anderen schiitischen Milizen eingesetzt werden. Dem Bericht zufolge werden iranische Raketen- und Raketenteile regelmäßig über den nahe gelegenen syrischen Seehafen Tartus angeliefert und in riesigen unterirdischen Bunkern in dieser Anlage gelagert.

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