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Revolutionsgarden werden Zukunft des Iran bestimmen

revolutionsgarde„Nach außen hin bezeugten die Befehlshaber der iranischen Revolutionsgarden ihren großen Respekt vor der Person des verstorbenen Ex-Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani. Insgeheim feierten nach Ansicht von Experten jedoch viele von ihnen das Ableben eines ihrer stärksten innenpolitischen Widersachers – dürfte es den Garden doch nun leichter fallen, den Zugriff auf die Macht zu festigen und in den kommenden Jahren eine isolationistische Politik zu betreiben. Gestützt werden die Militärs durch ihre enorme wirtschaftliche Macht.

‚Sie werden sehr glücklich sein‘, schätzt der Direktor des Instituts für Iranstudien an der Universität von St Andrews, Ali Ansari, die Stimmung bei den Garden nach Rafsandschanis Tod ein. ‚Sie vergießen viele Krokodilstränen.‘ Rafsandschani, ein Weggefährte des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ruholla Chomeini, war ein ausgewiesener Kritiker der wachsenden ökonomischen Macht der Garden. Diese reicht vom Ölgeschäft über den Telekommunikationssektor bis hin zur Baubranche. Ausbauen konnten sie ihre Wirtschaftsmacht ab 2005 mit der Amtsübernahme der Präsidentschaft durch Mahmud Ahmadinedschad. (…) Ohne Rafsandschani stehen die Chancen nun für die Revolutionsgarden gut, die Weichen für die Zukunft des Landes maßgeblich zu bestimmen.“ (Babak Dehghanpisheh: „Revolutionsgarden bauen Macht im Iran aus“)

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