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Raketenbeschuss aus dem Libanon, harte israelische Gegenschläge

Raketen aus dem Libanon schlugen nahe des israelischen Ortes Kiryat Shmona ein. (© imago images/Xinhua)
Raketen aus dem Libanon schlugen nahe des israelischen Ortes Kiryat Shmona ein. (© imago images/Xinhua)

Noch nie seit dem Libanonkrieg 2006 hat Israel so scharf auf Angriffe aus dem Südlibanon reagiert.

Anna Ahronheim, The Jerusalem Post

Die Luftangriffe der israelischen Luftwaffe auf Ziele im Südlibanon am Mittwochabend markieren einen Politikwechsel der Regierung von Naftali Bennett, die ein aggressiveres Vorgehen gegen den Iran und seine Stellvertreter verfolgt.

Die Luftangriffe, die schwersten seit dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006, waren eine Vergeltung für drei Raketen, die auf die nordisraelische Stadt Kiryat Shmona abgefeuert worden waren. Nach den Luftangriffen feuerten die IDF rund 100 Artilleriegranaten ab und warnten, dass „die Angriffe fortgesetzt und angesichts der Terroranschläge gegen den Staat Israel und seine Bürger sogar noch intensiviert werden“.

In den 15 Jahren seit dem Krieg wurden mehrere Raketen aus dem Südlibanon auf Israel abgefeuert, aber allein in den letzten drei Monaten gab es fünf Fälle von Raketenbeschuss.

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Keines der jüngsten Geschosse wurde von der Hisbollah abgefeuert, die im Südlibanon die volle Kontrolle hat. Ohne eine Gruppe zu nennen, machen israelische Verteidigungsbeamte militante Palästinenser in dem Gebiet dafür verantwortlich. (…)

Entweder hat die Hisbollah der Gruppierung, die für den Raketenbeschuss Israels verantwortlich ist, stillschweigend gewähren lassen, oder aber das Chaos, das im Libanon herrscht, wirkt sich auch auf die Hisbollah aus, so dass andere militante Zellen im Süden des Landes tun und lassen können, was sie wollen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Doch unabhängig davon, wer tatsächlich hinter dem Raketenbeschuss steckte, Israel macht jedenfalls den Libanon dafür verantwortlich.

„Wir werden keinen Raketenbeschuss zulassen… egal von wem und egal aus welchem Grund. Die Regierung des Libanon trägt die volle Verantwortung für jegliche Aggression, die von ihrem Territorium ausgeht“, so die israelische Armee in einer Erklärung. (…)

Die Luftangriffe am Donnerstagmorgen waren nicht nur eine Botschaft an die Hisbollah, sondern auch an die für den Angriff verantwortlichen palästinensischen Gruppen, dass Israel nicht zulassen wird, dass seine nördliche Grenze so wird, wie die zum Gazastreifen, von wo aus die Hamas fast ungestraft Tausende von Raketen abgefeuert hat.

(Aus dem Artikel „Israeli airstrikes against Lebanon are a dramatic shift in policy – analysis“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Florian Markl.)

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