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PR-Show der Hamas im Gazastreifen

Teilnehmer des Terror-Manövers in Gaza posieren für die Fotografen
Teilnehmer von des Terror-Manövers Hamas & Co. in Gaza posieren für die Fotografen (© Imago Images / ZUMA Wire)

Das gemeinsame Manöver der palästinensischen Terrorgruppen in Gaza diente wohl eher dem PR-Effekt als einem tatsächlichen militärischen Training der beteiligten Organisationen.

Udi Shaham, Jerusalem Post

Nach wochenlanger Öffentlichkeitsarbeit mit Artikeln, Bannern und Propagandavideos haben die terroristischen Gruppierungen des Gazastreifens am Dienstag eine Militärübung gestartet, die, wenig überraschend, die Aufmerksamkeit der israelischen Medien auf sich zog.

Es ist selten, dass die verschiedenen Gruppierungen des Gazastreifens – zu denen die Hamas, der Palästinensische Islamische Dschihad, die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) und andere Gruppen gehören, und die normalerweise getrennt trainieren – in einem „Akt der Einheit“ beschlossen haben, sich für die Operation zusammenzutun, die den Namen „a-Rukn a-Shadid“ trägt, was so viel wie „das starke Fundament“ bedeutet (ein Ausdruck aus dem Koran).

Im Zuge dessen wurde ein gemeinsamer Operationsraum der verschiedenen Fraktionen im Gazastreifen errichtet – die bislang jeweils bloß Erklärungen zu ihren eigenen Aktionen und Absichten abgegeben haben. Die Übung zeigt nun, dass es eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen ihnen gibt.

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Es wird angenommen, dass diese Übung – die eigentlich drei Tage dauern sollte, aber auf einen Tag und dann auf einen halben Tag verkürzt wurde – eine Art Antwort auf die großen Übungen war, die die Israel Defence Forces (IDF) in den letzten Monaten abgehalten haben. (…)

IDF-Offiziere betrachten die Übung am Dienstag in Gaza als Versuch, eine Art Gleichgewicht zu präsentieren. Jedoch sehen sie darin nichts, was eine unmittelbare Bedrohung für Israel darstellt. Stattdessen wird vermutet, dass die Hamas den Weg der Propaganda einschlug und Journalisten aus der arabischen Welt und der internationalen Gemeinschaft einlud, um der Demonstration palästinensischer Schlagkraft beizuwohnen, die den Abschuss von Langstreckenraketen ins Meer und einen Angriff von Spezialeinheiten der Marine beinhaltete. (…)

Die Hamas hat es nicht nötig, solch medienwirksame Großveranstaltungen abzuhalten, um ihre militärische Schlagkraft zu verbessern. Der militärische Flügel der Organisation führt täglich Übungen durch und würde trotzdem nicht unbedingt seine wahren Fähigkeiten gegenüber Israel und der Welt offenbaren wollen. Deshalb wird angenommen, dass die bunte Veranstaltung – die mit eindrücklichen Bildern die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog – eher ein PR-Gag war als eine tatsächliche Übung, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fraktionen des Gazastreifens zu testen und zu verbessern.

(Aus dem Artikel Gaza’s drill – preparation for war or a PR stunt?der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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