Die Verdächtigten des Anschlags auf ein Pariser jüdisches Restaurant im Jahr 1982 sollen endlich vor Gericht gestellt werden.
Französische Ankläger gaben bekannt, sechs Personen vor ein Sondergericht für Terrorismus zu stellen, die in Verbindung mit einem Angriff aus dem Jahr 1982 auf ein jüdisches Restaurant in Paris stehen, bei dem sechs Menschen starben und zweiundzwanzig verletzt wurden. Einer der Verdächtigen, Walid Abdulrahman Abu Zayed, ist seit 2020 inhaftiert; für die anderen wurden Haftbefehle ausgestellt, obgleich nicht bekannt ist, ob sie sich in Frankreich aufhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Der mit Granaten und Maschinenpistolen ausgeführte Anschlag auf das Restaurant Jo Goldenberg war die tödlichste antisemitische Attacke in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. Israel und westliche Geheimdienste beschuldigten die palästinensische Abu Nidal Terrororganisation, den Angriff verübt zu haben.
Neben Abu Zayed, der verdächtigt wird, einer der Schützen gewesen zu sein, nannte das Büro der französischen Antiterror-Ermittler auch Nizar Tawfik Mussa und Mahmoud Khader, die wegen Mordes und versuchten Mordes als Teil einer Terrororganisation gesucht werden. Drei weiteren Personen wird Beihilfe und Anstiftung zum Mord und versuchten Mord im selben Zusammenhang vorgeworfen. Ein Richter muss nun entscheiden, ob die Klage zulässig ist und es zu einer Verhandlung kommen wird.






