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»Mein Paradies hatte sich in eine Hölle verwandelt«

Die ehemalige Hamas-Geisel Shoshan Haran mit einem Poster ihres Schwiegersohns Tal Shoham
Die ehemalige Hamas-Geisel Shoshan Haran mit einem Poster ihres Schwiegersohns Tal Shoham (© Imago Images / ZUMA Press Wire)

Shoshan Haran, die gemeinsam mit sechs Familienmitgliedern fünfzig Tage lang von der Hamas gefangen gehalten wurde, veröffentlicht nun ihre Memoiren.

Unter dem Titel Eine Gefangene auf Mission erscheinen demnächst die Erinnerungen der ehemaligen israelischen Geisel Shoshan Haran über ihre Erfahrungen im Gazastreifen. Das Buch beschreibt, was Haran und sechs ihrer Familienmitglieder im Gazastreifen durchgemacht haben.

Die Agrarwissenschaftlerin und Präsidentin der gemeinnützigen Organisation Fair Planet wurde am 7. Oktober 2023 zusammen mit ihrer Tochter, ihren Enkelkindern (darunter ein dreijähriges Mädchen) und ihrem Schwiegersohn Tal Shoham aus ihrem Haus im Kibbuz Be’eri entführt. Die Frauen und Kinder wurden nach fünfzig Tagen Gefangenschaft am 26. November freigelassen, während Shoham erst nach 505 Tagen im Februar 2025 im Rahmen eines Geiselaustauschs mit Terroristen nach Hause zurückkehren konnte.

Geschichte des Überlebens

»In dem ramponierten Auto, in das uns die Terroristen steckten – gefesselt, verängstigt und wütend –, wurde mir bereits klar: Mein Paradies hatte sich in eine Hölle verwandelt. Die Idylle in eine Tragödie«, schreibt Haran laut einem Ynet-Bericht. »Aber ich wusste auch, dass ich in dem Inferno, das uns in der Gefangenschaft erwartete, alles tun würde, um meine Lieben sicher nach Hause zu bringen. Und darin war ich erfolgreich – mit Mut, Einfallsreichtum und Fantasie.«

Der Verlag beschreibt die Memoiren als »eine Geschichte des physischen und psychischen Überlebens, in der der Tod jeden Moment und an jedem Ort lauert, und der Entschlossenheit, dem puren Bösen direkt ins Auge zu sehen, das sich in langen Gesprächen mit den Entführern offenbart. Es ist auch ein Dokument, das den Kampf um die Heimkehr aller Geiseln zeigt, die Tiefe des Hasses beschreibt, der in der Gesellschaft Gazas verankert ist, und die freie Welt auffordert, aufzuwachen und gegen eine mörderische Ideologie vorzugehen, die ihre Existenz gefährdet.«

Shoshan Haran ist Mitbegründerin von ReHome, einer Organisation, die Überlebenden der Anschläge vom 7. Oktober 2023 bei deren Rekonvaleszenz unterstützt. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Beirats von Hostage Aid, einer Organisation, die sich für die Freilassung von Geiseln weltweit einsetzt.

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