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Palästinenser lernen Hass und Gewalt, Europäer sollen dafür zahlen

Palästinenser werden in den Schulen weiter mit Hass und Gewaltverherrlichung indoktriniert. (imago images/ZUMA Wire)
Palästinenser werden in den Schulen weiter mit Hass und Gewaltverherrlichung indoktriniert. (imago images/ZUMA Wire)

Schulbücher der Palästinenser predigen weiter Hass gegen Israel. Die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen, dass es auch ganz anders geht.

Israel Kasnett

Ein palästinensischer Schüler der vierten Klasse schlägt sein Mathematikbuch auf und wird gebeten, die Anzahl der Märtyrer in palästinensischen Aufständen anhand eines begleitenden Fotos von aufgestellten Särgen bei einer Massenbestattung zu zählen. Eine Leseübung zum Buchstaben „h“ (hāʾ, ه) für Erstklässler enthält das Wort shahid („Märtyrer“), das in einer Liste mit anderen Wörtern wie hujum („Angriff“) und harab („weglaufen“) aufgeführt ist.

Dies sind nur einige der Beispiele aus palästinensischen Schulbüchern, die laut einer aktuellen Studie des Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT-se) für den Unterricht von Kindern in Schulen der Palästinensischen Autonomiebehörde und des UN-Flüchtlingshilfswerks für Palästinenser (UNRWA) verwendet werden.

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IMPACT-se, ein Forschungs- und Politikinstitut, das Schulbücher und Lehrpläne anhand  von UNESCO-Standards für Frieden und Toleranz analysiert, hat einen aktualisierten Bericht über den neuen palästinensischen Schullehrplan für das Schuljahr 2020-21 veröffentlicht, der in den Schulen der Palästinensischen Autonomiegebiete und der UNRWA im Westjordanland, im Gazastreifen und in Jerusalem unterrichtet wird und im September 2020 veröffentlicht wurde. Das Problem sei, so die Organisation, dass diese Schulbücher zu Terrorismus und Gewalt aufstacheln.

Marcus Sheff, CEO von IMPACT-se, sagte: „Es ist katastrophal, dass über eine Million palästinensische Kinder dazu verurteilt sind, ein weiteres Jahr lang in den Schulzimmern der PA und der UNRWA zu sitzen und täglich mit Hass und Aufwiegelung gefüttert zu werden.“

Leere Versprechungen gegenüber Geberländern

Die Palästinenser haben zwar zugestimmt, den Lehrplan zu ändern, aber sie haben ihre Versprechen noch nicht eingelöst.

Der Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammad Shtayyeh, und der Bildungsminister, Marwan Awartani, gaben beide zu Protokoll, dass positive Änderungen an den Lehrbüchern vorgenommen würden. Eine Ankündigung des palästinensischen Kabinetts im Mai billigte einen Plan zur Änderung des Lehrplans der PA für das kommende Schuljahr. Drei Tage später wurde er bei einem Treffen mit Spendernationen in Ramallah vorgestellt.

Doch laut IMPACT-se wurden am neuen palästinensischen Lehrplan keine substanziellen Änderungen vorgenommen. Die Schulbücher bleiben offen antisemitisch und ermutigen weiterhin zu Gewalt, Dschihad und Märtyrertum. Frieden wird immer noch nicht als erwünscht oder gar möglich dargestellt.

Tatsächlich hat IMPACT-se zwar 152 Änderungen in den 40 neu überarbeiteten Lehrbüchern für das erste Semester gefunden, doch rund 88 Prozent davon sind Anpassungen, die das problematische Material bestehen lassen oder sogar noch verschlimmern.

Derartige Erkenntnisse kommen alles andere als überraschend. Schon frühere IMPACT-se-Studien haben Aufstachelung in palästinensischen Schulbüchern festgestellt, und eine 2010 vom US-Außenministerium finanzierte und vom Rat der religiösen Institutionen des Heiligen Landes durchgeführte Studie fand in palästinensischen Schulbüchern ebenfalls Verhetzung.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind, dass die diesjährigen Schulbücher den Antisemitismus fördern, den Frieden ablehnen und Toleranz sowie Koexistenz nicht behandeln. Die Schulbücher fördern Märtyrertum und Dschihad, fügen Gewalt in Beispiele für wissenschaftliche und mathematische Übungen ein, verherrlichen den Terror, verbreiten gefährliche Verleumdungen, löschen Israel von der Landkarte, entmenschlichen und dämonisieren Israelis und delegitimieren die jüdische Selbstbestimmung und Geschichte.

„Grundproblem ist die Ideologie selbst“

Laut Itamar Marcus, dem Direktor von Palestinian Media Watch, einem gemeinnützigen israelischen Forschungsinstitut, das die palästinensische Gesellschaft untersucht, „sendet die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde über alle Strukturen, die sie kontrolliert, denselben Hass und dieselben terrorunterstützenden Botschaften an ihre Bevölkerung aus“.

Er sagte gegenüber JNS, dass PMW „in den Schulbüchern der PA dieselbe Verherrlichung von Terroristen, dieselben Landkarten, auf denen der Staat ‚Palästina‘ Israel ersetzt, und dieselbe Verweigerung des Existenzrechts Israels findet, die die Autonomiebehörde auch über die von ihr kontrollierten Medien, sozialen Medien und öffentlichen Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder verbreitet“.

Marcus sagte, die Schulbücher der PA „sind nicht das Problem, sondern eines der vielen Symptome des zugrundlegenden Problems, das die Ideologie der Palästinensischen Autonomiebehörde selbst ist“.

„Solange die Führung der PA nicht durch eine friedenssuchende Führung ersetzt wird, wird die PA einfach weiter Hass- und Terrorbotschaften in den verschiedenen von ihr kontrollierten Medien verbreiten, während sie den Geberländern verspricht, den Hass zu beseitigen“, sagte er. „Die verstörende Frage ist, warum die Geberländer nicht erkannt haben, dass sie mit der Finanzierung der terrorunterstützenden Palästinensischen Autonomiebehörde den Frieden untergraben – zum Nachteil sowohl Israels als auch der palästinensischen Bevölkerung?“

Während die Palästinenser sich geweigert haben, substanzielle Änderungen vorzunehmen, haben sich andere dank der Bemühungen von IMPACT-se und PMW entschlossen, Veränderungen bewirken zu wollen.

Im Juni gab die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Søreide bekannt, dass mehr als die Hälfte der für 2020 geplanten Mittel für den Bildungssektor der PA zurückgehalten wurde, bis „positive Veränderungen zu erkennen sind“.

Der britische Staatsminister für den Nahen Osten und Nordafrika, James Cleverly, erklärte am 9. September, dass er bei seinem jüngsten Besuch sowohl mit Shtayyeh als auch mit Awartani über Aufhetzung im Lehrplan der PA gesprochen habe. Das Vereinigte Königreich begrüße „die Arbeit der PA zur Überarbeitung ihrer Schulbücher sowie deren Absicht, aktualisierte Inhalte für den Beginn des Schuljahres im September 2020 zu veröffentlichen“.

Palästinenser und Katarer weigern sich, „den Inhalt von Schulbüchern zu verbessern“.

Ein weiterer neuer Bericht von IMPACT-se hat herausgefunden, dass neben dem der PA auch der Lehrplan von Katar – ein wichtiger Unterstützer der palästinensischen Terrorgruppe Hamas – Verhetzung und Antisemitismus enthält.

IMPACT-se überprüfte 238 Schulbücher für die Kalenderjahre 2016-20 unter Anwendung internationaler Standards, die auf Erklärungen der UNESCO und der UNO beruhen sowie weitere Empfehlungen und Arbeiten über die Erziehung zu Frieden und Toleranz berücksichtigen.

Das Institut stellte fest, dass der katarische Lehrplan „nicht den internationalen Standards entspricht, obwohl im letzten Schuljahr einige Verbesserungen vorgenommen wurden“.

Sheff zufolge sind einige Länder des Nahen Ostens dabei, den Inhalt ihrer Schulbücher dahingehend zu verbessern, wie ihn ihnen auf Israel Bezug genommen wird. Im Gegensatz dazu weigern sich die Palästinenser und Katar, ähnliches zu tun.

Eine für Schüler im Nahen Osten, für Israel und für den Frieden im Allgemeinen sicherlich gute Nachricht ist, dass ein Islam-Unterrichtsbuch der Vereinigten Arabischen Emirate, das nur zwei Wochen nach der Ankündigung eines Friedensvertrags zwischen den Emiraten und Israel veröffentlicht wurde, die Friedensinitiative befürwortet.

IMPACT-se unternahm die erste Analyse einer Reihe neuer Schulbücher, die in den vergangenen zwei Jahren in den Emiraten veröffentlicht wurden. Im Hinblick auf die Akzeptanz von Frieden und gelehrte Ethik stieß das Institut auf ermutigende Lektionen, die den Frieden fördern.

„Es ist bemerkenswert, dass ein Schulbuch, das über den Vertrag zwischen den VAE und Israel lehrt, nur zwei Wochen nach der Ankündigung des Abkommens auf den Tischen der Schulkinder in den Emiraten lag“, sagte Sheff.

Laut IMPACT-se war die Schulbuchreform ein integraler Bestandteil der Bemühung um Modernisierung und Entwicklung der Emirate. Im Mittelpunkt dieser Schulbuchreform steht der Lehrplan „Moralische Erziehung“, der 2016 in den VAE eingeführt wurde und in den Klassen eins bis 12 unterrichtet wird.

„Die Schülerinnen und Schüler werden mit den religiösen, ethischen und nationalen Gründen für die Unterstützung des Abkommens vertraut gemacht und wenden kritisches Denken an, um eine Arbeitsaufgabe über die Bedeutung der Friedensschaffung zu bewältigen“, so Sheff.

„Anders als palästinensische Kinder erhalten emiratische Kinder seit einigen Jahren eine systematische Friedenserziehung“, fügte er hinzu. „Es liegt auf der Hand, dass die Bürger eines Landes, das Friedensschaffen, Konfliktlösung und die Akzeptanz des ‚Anderen‘ in der Schule lehrt, mit größerer Wahrscheinlichkeit Friedensverträge unterstützen, die von ihren Führern unterzeichnet werden.“

„Es gibt Führungspersönlichkeiten, die verstehen, wie wichtig eine Friedenserziehung für das Wohlergehen ihrer eigenen Länder ist“, sagte er. „Aber die Palästinenser widersetzen sich dem Trend, indem sie eisern dem iranischen Weg der Lehrplanentwicklung folgen und verlangen, dass die Europäer dafür bezahlen.“

(Der Artikel ist unter dem Titel „Palestinians continue to incite terrorism and violence in school curriculum, says watchdog group“ beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Florian Markl.)

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