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Palästinenser drohen mit Austritt aus der Arabischen Liga

Mahmud Abbas auf einem Treffen der Arabischen Liga
Mahmud Abbas auf einem Treffen der Arabischen Liga (© Imago Images / Xinhua)

Nach der erfolgreichen Abwehr des Friedensplans von Donald Trump seien Bahrain und VAE den Palästinensern nun in den Rücken gefallen, während die Arabische Liga schwieg, begründete der Premierminister der Autonomiebehörde die Drohung.

Dekan Shmuel Elmas

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) forderte am Montag ihren Führer Mahmud Abbas auf, die Beziehungen Ramallahs zur Arabischen Liga zu „überdenken“, nachdem das panarabische Forum seine – wie die PA es nannte – „Impotenz“ angesichts des Ausschlusses der palästinensischen Sache aus der wachsenden Dynamik für einen regionalen Frieden gezeigt habe. Die palästinensischen Fraktionen hatten die Golfstaaten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate kritisiert, weil sie eine Annäherung an Israel anstreben, bevor der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst ist. Die Anerkennung Israels durch die beiden Nationen verurteilte die PA als „Dolchstoß in den Rücken“.

Die Arabische Liga hat die Friedensabkommen nicht verurteilt, was sowohl Wut als auch Besorgnis in der palästinensischen Führung ausgelöst hat, die befürchtet, dass der Wandel, der die Region erfasst hat, die Palästinenserfrage an den Rand drängen wird. „Die Arabische Liga ist zu einem Symbol der arabischen Schwäche geworden“, erklärte der Premierminister der PA Mohammad Shtayyeh am Montag. Ramallah hat bereits seine Gesandten in Abu Dhabi (VAE) und Manama (Bahrain) aus Protest gegen die Friedensabkommen mit dem jüdischen Staat zurückgerufen.

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Ein möglicher Austritt aus der Arabischen Liga könnte die Palästinensische Autonomiebehörde auf mehr als eine Weise untergraben. Er wird sie weiter von den zwanzig Nationen entfernen, die das mächtige Forum bilden, und könnte auch weitere arabische Staaten dazu veranlassen, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren.

„Diese Friedensabkommen werden die arabische Friedensinitiative zunichtemachen“, sagte Shtayyeh und bezog sich dabei auf den saudischen Entwurf von 2002 zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. „Die Unterzeichnung dieser Abkommen markiert einen dunklen Tag in der Geschichte der arabischen Nationen, und es ist eine Niederlage für die Arabische Liga“. Dem palästinensischen Premierminister zufolge „ist es uns gelungen, einen Großteil des ‚Deals des Jahrhunderts‘ von [US-Präsident Donald Trump] zu vereiteln, nur um dann mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain kämpfen zu müssen“.

Unterdessen forderte der israelische Außenminister Gabi Ashkenasi die Palästinenser auf, ihre Politik der Ablehnung aufzugeben und die Friedensgespräche mit Israel wieder aufzunehmen. In einem Interview mit einer emiratischen Zeitung würdigte Aschkenasi den Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, als „einen wahren Führer, der sein Volk zu Wohlstand und Erfolg führt.“

„Wir schätzen die Vision und die Vorreiterrolle [des Kronprinzen], der dank seiner mutigen Entscheidung an der Seite der Führer des Weltfriedens in die Geschichtsbücher eingehen wird“, sagte Aschkenasi. „Ich fordere die palästinensische Führung auf, die Realität zu verstehen, Verantwortung zu zeigen, eine Führungsrolle zu übernehmen, wie es die VAE und Bahrain getan haben, und an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, fügte er hinzu.

(Der Artikel „Vexed by Mideast deals, Palestinians to ‘reconsider’ ties with Arab League“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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