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Für Palästinenser ist ein simpler Lift für Rollstuhlfahrer ein „Kriegsverbrechen“

Israel will die Machpelah (Patriarchengrab / Ibrahimi-Moschee) in Hebron barrierefrei machen
Israel will die Machpelah (Patriarchengrab / Ibrahimi-Moschee) in Hebron barrierefrei machen (© Imago Images / UPI Photo)

Die palästinensische Führung verurteilt israelische Pläne, das Grab der Patriarchen in Hebron barrierefrei zu machen.

Donna Rachel Edmunds, Jerusalem Post

Die palästinensische Führung hat die Pläne Israels, am Grab der Patriarchen einen Zugang für Rollstuhlfahrer einzurichten, als „gleichbedeutend mit der Entfachung eines Religionskrieges in der Region und in der Welt“ sowie als „Kriegsverbrechen“ bezeichnet – und als Reaktion darauf, eine dritte Intifada gefordert. Die geplanten Änderungen werden die Stätte für Juden und Muslime gleichermaßen zugänglicher machen.

Im Jahr 2019 präsentierten israelische Politiker den Plan, an der Stätte in Hebron, der für Juden als Höhle der Patriarchen und für Muslime als Ibrahimi-Moschee bekannt ist, einen Aufzug zu installieren. Für Juden gilt der Ort als Grabstätte der jüdischen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob sowie der Matriarchinnen Sarah, Rebecca und Leah. Auch Muslime verehren Abraham als den Vater von Ismael. (…)

Laut einer Übersetzung der NGO Palestinian Media Watch (PMW) berichtete die offizielle Nachrichtenagentur der Palästinensischen Autonomiebehörde WAFA am 4. August, dass der Oberste Sharia-Richter der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Al-Habbash, „die Entscheidung des Besatzungsregimes verurteilt, den Siedlern den Bau eines Aufzugs in der Ibrahimi-Moschee in Hebron zu gestatten, da die Autirotät zur Verwaltung der Ibrahimi-Moschee beim palästinensischen Ministerium für religiöse Angelegenheiten und der Stadtverwaltung von Hebron liege – und bei niemand sonst.“

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Weiter hieß es im Bericht: „Al-Habbash fügte hinzu, dass der Besatzungsstaat und seine Führer die Folgen dieses anhaltenden arroganten Verhaltens tragen werden, und dass die Aggression gegen unsere heiligen Stätten ihren Preis haben wird. Er warnte, dass die Palästinenser bereit sind, alles zu tun, um unsere Religion und unsere heiligen Stätten zu schützen und zu verteidigen – ungeachtet der Kosten und ungeachtet der Opfer. Al-Habbash bezeichnete die israelische Entscheidung als einen Angriff auf unsere Religion und unsere heiligen Stätten und [sagte], dass dies schwerwiegende Folgen haben wird und gleichbedeutend damit ist, einen Religionskrieg in der Region und in der Welt zu entfachen.“

Zwei Tage später berichtete die offizielle Tageszeitung al-Hayat al-Jadida, der PA-Minister für auswärtige Angelegenheiten und Staatsbürger im Ausland Riyad Al-Malki habe erklärt, dass der Bau des Aufzugs und „die Beschädigung der Ibrahimi-Moschee ein Kriegsverbrechen und eine Verletzung aller internationalen Gesetze darstellen. […] Er stellte fest, dass die Besatzung auf diese Weise versucht, den Kolonialismus, die Besatzung und die Geschichtsfälschung voranzutreiben, die sie auf unserem Land, an unserem Erbe und unserer Historie begeht.“

(Aus dem Artikel Palestinian leaders: Disabled access to Tomb of Patriarchs is ‚war crime‘“, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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