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Pakistans Verteidigungsminister bezeichnet Israel als »krebsartigen Staat«

Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja M. Asif
Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja M. Asif (© Imago Images / Newscom World)

Während Pakistan als Waffenstillstandsvermittler zwischen den USA und dem Iran agiert, ruft der Verteidigungsminister des Landes zur Vernichtung Israels auf.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte am Donnerstagabend den pakistanischen Verteidigungsminister, der die Auslöschung des jüdischen Staates gefordert hatte. »Der Aufruf zur Vernichtung Israels ist empörend«, erklärte Netanjahu. »Eine solche Äußerung darf von keiner Regierung toleriert werden, schon gar nicht von einer, die sich als neutraler Friedensvermittler ausgibt.« Dabei spielte Netanjahu auf Islamabads Rolle bei der Vermittlung des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran an, der den seit Ende Februar andauernden Krieg im Nahen Osten unterbrochen hatte.

Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja M. Asif schrieb in einem inzwischen gelöschten X-Beitrag, dass »Israel böse und ein Fluch für die Menschheit« sei: »Während in Islamabad Friedensgespräche stattfinden, wird im Libanon Völkermord begangen. Unschuldige Bürger werden von Israel getötet, zuerst in Gaza, dann im Iran und jetzt im Libanon. Das Blutvergießen geht unvermindert weiter. Ich hoffe und bete, dass die Menschen, die diesen krebsartigen Staat auf palästinensischem Land geschaffen haben, um die europäischen Juden loszuwerden, in der Hölle schmoren.«

Antisemitische Blutverleumdung

Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte, Jerusalem »betrachte diese eklatanten antisemitischen Blutverleumdungen seitens einer Regierung, die vorgibt, Frieden zu vermitteln, als sehr schwerwiegend. Den jüdischen Staat als ›krebsartig‹ zu bezeichnen, kommt faktisch einem Aufruf zu seiner Vernichtung gleich. Israel wird sich gegen Terroristen verteidigen, die seine Zerstörung beschwören.«

Der israelische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Yechiel Leiter, sagte: »Die Ayatollahs [im Iran] skandierten ›Tod für Israel‹ – und nun wiederholt ein sogenannter ›Vermittler‹ dieselben Worte. Sie sind kein Vermittler, Herr Asif, Sie sind das Problem. Auch wenn es Ihnen missfällt: Israel wird bestehen bleiben. Das steht nicht zur Verhandlung.«

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