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PA verweigert Reformen ihrer Schulbücher

In ihren Schulbüchern werden palästinensischen Kindern Hass und die Verherrlichung von Terror gelehrt. (© imago images/UPI Photo)
In ihren Schulbüchern werden palästinensischen Kindern Hass und die Verherrlichung von Terror gelehrt. (© imago images/UPI Photo)

Entgegen zahlreicher Versprechen an die Geldgeber verbreiten PA-Schulbücher weiterhin Hass und verherrlichen Terror.

Von Khaled Abu Toameh

Während westliche Regierungen weiterhin nach einem glaubwürdigen palästinensischen Partner für den Frieden suchen, zeigt die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) einmal mehr, dass sie nicht willens – oder nicht in der Lage – ist, die grundlegendste Reform durchzuführen: die Palästinenser auf Frieden und Koexistenz mit Israel vorzubereiten.

Seit Jahren verspricht die PA den Vereinigten Staaten und europäischen Gebern, ihr Bildungssystem zu reformieren, indem sie Aufwiegelung, Antisemitismus und die Verherrlichung von Gewalt aus den Schulbüchern entfernt. Diese Versprechen sind größtenteils unerfüllt geblieben.

In seiner jüngsten Rüge hat das Europäische Parlament die Schulbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde zum siebten Mal in Folge verurteilt. Dabei wurde auf die anhaltende Diffamierung von Juden, die Aufstachelung zur Gewalt sowie die Förderung des Dschihad (heiligen Krieges) und des »Märtyrertums« hingewiesen. Mitglieder des Europäischen Parlaments forderten zudem, dass künftige Finanzhilfen für die PA streng an echte Reformen geknüpft werden. Die Forderung nach Auflagen und Rechenschaftspflicht ist längst überfällig, aber äußerst begrüßenswert.

Keine Spur von Reformen

Euractiv, eine europäische Nachrichtenwebsite mit Schwerpunkt auf EU-Politik, fasst zusammen:

»Während die Europäische Kommission behauptete, dass ›greifbare Fortschritte zu beobachten seien‹ und die Lehrbücher der PA an die UNESCO-Standards angepasst würden, stellten Forscher von Impact-se, einem in Großbritannien und Israel ansässigen Institut, das Schulmaterialien aus aller Welt untersucht, fest, dass die Änderungen in den im Schuljahr 2025–2026 verwendeten Lehrbüchern ›sehr begrenzt, partiell und kosmetischer Natur‹ waren.«

Impact-se schreibt dazu:

»Trotz anhaltenden internationalen Drucks und der Konditionalität der EU-Finanzierung hat die PA wiederholt und ausdrücklich Forderungen nach einer Reform ihres Lehrplans zurückgewiesen. In öffentlichen Erklärungen aus den Jahren 2020 bis 2024 haben hochrangige Vertreter der PA – darunter der Ministerpräsident, der Bildungsminister und die Lehrplanverantwortlichen – alle ihre Weigerung bekräftigt, auch nur geringfügige Änderungen an den Schulbüchern vorzunehmen. Diese öffentlichen Ablehnungen machen deutlich, dass die Weigerung der PA, Reformen durchzuführen, nicht das Ergebnis von Kapazitätsengpässen oder technischen Hindernissen ist, sondern vielmehr eine bewusste ideologische Haltung.«

Impact-se wies auf die Vielzahl von Themen hin, die im Lehrplan der PA nicht behandelt werden. Dazu gehören der Holocaust und die Zerstörung jüdischer Gemeinschaften in der arabischen Welt während des Zweiten Weltkriegs und in den letzten 82 Jahren. »Ein weiterer Grund zur Sorge ist die Art und Weise, wie der Lehrplan der PA das jüdische Volk als Kollektiv darstellt«, schrieb Impact-se.

Leugnung jüdischer Existenz

»Ein zentraler Bestandteil der antisemitischen Erzählung im Lehrplan der PA ist die kategorische Ablehnung der jüdischen Präsenz in der Region. Nicht nur wurden Inhalte zur jüdischen Geschichte und zum Ursprung der Juden seit 2016 vollständig aus den Lehrbüchern der PA gestrichen. Der aktuelle Lehrplan bestreitet zudem ausdrücklich die bloße Existenz eines jüdischen Volkes. Der Lehrplan der PA erkennt die Juden nur als Religionsgemeinschaft an, so wie sie im Koran und in anderen islamischen Quellen dargestellt werden, und verweigert ihnen damit das Recht auf Selbstbestimmung.

Vor diesem Hintergrund ist es besonders bemerkenswert, dass der palästinensische Konflikt mit Israel häufig mit antikolonialen Kämpfen gegen europäische Imperien verglichen wird, wie etwa dem der Franzosen in Algerien. Der Lehrplan der PA ermutigt die Schüler zu der Überzeugung, dass sie dasselbe Ziel verfolgen: die Vertreibung der kolonisierenden ›Eindringlinge‹, der Juden, aus der angestammten Heimat der Palästinenser, vermutlich nach Europa, da sie als der Region völlig fremd dargestellt werden.«

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. 1977 gab der hochrangige Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation, Zuheir Mohsen, in einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung Trouw offen zu:

»Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Gründung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, da arabische nationale Interessen es erfordern, dass wir die Existenz eines eigenständigen palästinensischen Volkes postulieren, um dem Zionismus entgegenzutreten.«

Die Juden leben seit fast 4.000 Jahren ununterbrochen in Gebieten wie Judäa; sie sind ebenso sehr ein indigenes Volk wie die Araber.

Laut der Studie von Impact-se schüren die Lehrmaterialien der PA regelmäßig Hass gegen das jüdische Volk. In Beschreibungen der frühen islamischen Geschichte werden jüdische Figuren und Gruppen oft mit sakrilegischen Verbrechen in Verbindung gebracht, wie dem Versuch, den islamischen Propheten Mohammed zu ermorden, oder der sexuellen Schändung einer Muslimin, oder anderen falschen Anschuldigungen, die verleumderisch mit jüdischen Stereotypen in Verbindung gebracht werden.

Zahlreiche weitere Beispiele

Zu den von Impact-se angeführten Beispielen für antiisraelische Hetze und die Verherrlichung von Gewalt in Lehrbüchern der PA gehören folgende Fälle:

  • Allgemeine Naturwissenschaften (beruflicher Zweig), 10. Klasse, 2020–2025, S. 55: »Die Newtonsche Physik wird anhand eines Beispiels vermittelt, in dem ein junges Mädchen mit einer Steinschleuder ›auf ein bestimmtes Ziel‹ schießt, begleitet von einem Foto, das eine Hand zeigt, die eine geladene Steinschleuder schleudert. In der palästinensischen Kultur werden Steinschleudern stark mit Angriffen auf israelische Soldaten assoziiert«.
  • Mathematik, dritte Klasse, Band 1, 2022–2025, S. 15: »Um Ziffern zu vermitteln, fordert eine Mathematikaufgabe für die dritte Klasse die Schüler auf, die Zahl der ›Märtyrer‹ in Buchstaben zu schreiben. Die vom Lehrbuch angegebene Zahl lautet 2.139 palästinensische Todesopfer, darunter Hunderte von Mitgliedern der Hamas, des Islamischen Dschihad und anderer bewaffneter palästinensischer Organisationen, die während [des Israel-Gaza-Kriegs 2014] getötet wurden.«
  • Mathematik, 7. Klasse, Band 2, 2022–2025, S. 97: »Eine Wahrscheinlichkeitsaufgabe … zeigt eine irredentistische Karte Palästinas, die das gesamte international anerkannte Gebiet Israels umfasst; sie vermittelt zudem, dass Palästina 1948 besetzt wurde, was weiter impliziert, dass das eigentliche Gebiet Israels palästinensisch ist.«
  • Naturwissenschaften und Leben (Lehrerhandbuch), 8. Klasse, 2018–2025, S. 144–145: »Das Lehrerhandbuch für eine Unterrichtseinheit über die taxonomische Klassifizierung lebender Organismen weist Biologielehrer an, Diskussionen über ›Städte und Dörfer, deren Bewohner durch die zionistische Besatzung vertrieben wurden‹, zu führen. Die Auswahl dieses themenfremden Diskussionsthemas in einer Unterrichtseinheit zur Taxonomie kann nur politischen Zwecken dienen, nämlich der Maximierung des historischen Grolls der Schüler gegenüber Israel.«
  • Chemie (Lehrerhandbuch), 10. Klasse, 2018–2025, S. 93, 97, 99: »Der Chemieunterricht wird mit der Botschaft politisiert, dass es offizielle israelische Politik sei, palästinensische Wasserressourcen zu zerstören. Laut diesem Lehrerhandbuch besteht eines der Ziele einer Lektion mit dem Titel ›Wasser in unserem Leben‹ darin, dass die Schüler ›die Versuche der israelischen Besatzung, die Trinkwasserquellen zu verschmutzen‹ begreifen. «
  • In Wirklichkeit versorgt Israel das gesamte Land mit Wasser; oft sind es leider die Palästinenser, die für die Verschmutzung sorgen – zum Nachteil aller.
  • Arabisch, fünfte Klasse, Band 2, 2020–2025, S. 51–61: »Dalal al-Mughrabi, die Täterin des Massakers an der Küstenstraße von 1978, bei dem 38 Israelis, darunter 13 Kinder, in einem Zivilbus getötet wurden, wird in einem ausführlichen, zehnseitigen arabischen Leseverständnis-Text für Fünftklässler gefeiert. Der Text verherrlicht sie und den Terrorakt als ›Heldentum‹ und beschreibt, wie das Massaker ihr Andenken in den ›Herzen und Köpfen‹ der Palästinenser ›unsterblich‹ gemacht habe.«
  • Sozialkunde, 9. Klasse, Band 1, 2020–2025, S. 35, 37–40: Das Lehrbuch lehrt, dass »Widerstand«, einschließlich bewaffneten Widerstands, »natürlich und legitim« sei. Die Lektion stellt Israel als vermeintliche Kolonialmacht dar und zitiert eine UN-Resolution falsch, indem sie behauptet, Nationen hätten das Recht, einen »bewaffneten Kampf« zu führen, um sich vom Kolonialismus zu befreien. Die Lektion scheint die Bedeutung von Völkerrecht, Widerstand und Gewalt bewusst zu verschleiern, um palästinensische Gewalt zu rechtfertigen.
  • Arabisch (1): Lesen, Grammatik, Prosodie und Ausdruck, elfte Klasse, Band 2, 2023–2025, S. 34–38: »Arabisch wird anhand eines Gedichts unterrichtet, das Tod und Märtyrertum verherrlicht und Männer glorifiziert, die wegen der Ermordung jüdischer Zivilisten im Mandatsgebiet Palästina hingerichtet wurden. Das Gedicht … beschreibt die Hinrichtung von drei arabisch-palästinensischen Männern am 17. Juni 1930 … durch die britischen Mandatsbehörden. Sie wurden verurteilt, weil sie während der arabischen Unruhen von 1929 unschuldige Juden in Hebron und Safed ermordet hatten.
    Das Gedicht mit dem Titel ›Roter [blutiger] Dienstag‹ – in Anspielung auf den Wochentag, an dem die Hinrichtung im Gefängnis von Akko stattfand – lobt die Art und Weise, wie die drei Verurteilten dem Tod angeblich mit aktiver Freude und Vorfreude begegneten. Diese positive Einstellung zum Tod wird durch die Behauptung des Gedichts verstärkt, dass der Tod der Männer ein ›Opfer für ihr Land‹ sei, sowie durch die häufigen Verweise auf das ›Paradies‹ und die ›Belohnung‹, die die Männer nach dem Tod erwarten.«

Die Fakten sind unbestreitbar. Trotz einer formellen Vereinbarung mit der Europäischen Union aus dem Jahr 2024, den Lehrplan zu überarbeiten, hat die PA es verabsäumt, sinnvolle Änderungen umzusetzen. Das Bildungsministerium der PA selbst räumte kürzlich ein, dass die derzeit in den Schulen verwendeten Lehrbücher »überhaupt nicht überarbeitet wurden«.

Erziehung zum Frieden sieht anders aus

Wenn es der palästinensischen Führung ernst ist mit dem Frieden mit Israel – was keineswegs sicher ist –, muss sie damit beginnen, ihre Kinder für den Frieden zu erziehen, anstatt sie mit Hass zu indoktrinieren.

Niemand verlangt von den Palästinensern, den Zionismus anzunehmen. Jede Gesellschaft jedoch, die nach Staatlichkeit und friedlicher Koexistenz strebt – was ebenfalls keineswegs sicher ist –, muss ihre nächste Generation auf Gewaltfreiheit, gegenseitige Anerkennung und Respekt vorbereiten. Bislang gibt es kaum Anzeichen dafür, dass diese Ziele auch nur im untersten Quadranten der Prioritätenliste der palästinensischen Führung stehen.

Stattdessen werden palästinensische Schüler mit Materialien konfrontiert, die Israels bloße Existenz delegitimieren, Juden dämonisieren und Gewalt als heroisch darstellen. Diese systematische Indoktrination hat die Köpfe ganzer Generationen vergiftet und eine Versöhnung in weite Ferne gerückt, sofern sie überhaupt möglich ist.

Die wachsende Bereitschaft europäischer Gesetzgeber, Finanzhilfen an Bildungsreformen zu knüpfen, ist eine positive Entwicklung. Viel zu lange floss internationale Hilfe an die PA ohne ausreichende Kontrolle oder Rechenschaftspflicht.

Die USA und ihre Verbündeten sollten konkrete Schritte unternehmen, darunter die Verknüpfung finanzieller Unterstützung ausschließlich mit nachprüfbaren Reformen der Schulbücher sowie die Einrichtung unabhängiger Mechanismen zur Überwachung der Lehrpläne der PA. Ebenso notwendig ist es, von der Führung der PA vollständige Transparenz zu fordern und Programme zu unterstützen, die Koexistenz und Toleranz fördern.

Die Finanzierung des Terrorismus muss aufhören. Hilfe sollte keine Aufstachelung subventionieren. Sie sollte die vollständige Einstellung des Terrorismus und der Terrorismusfinanzierung fordern.

Bis dahin wird das Reformversprechen der PA weiterhin äußerst hohl klingen, und Frieden wird unerreichbar bleiben.

(Der Beitrag ist auf Englisch beim Gatestone Institute erschienen. Übersetzung von Florian Markl. Sehen Sie zum Thema auch das Mena-Watch-Dossier Erziehung zum Hass. Eine Analyse palästinensischer Schulbücher.)

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