Öko-Terrorismus, der westliche Umweltschützer nicht interessiert

Quelle: calevbenyefuneh.blogspot.com

„Seit 78 Tagen werden vom Gazastreifen aus Molotowcocktails und chemische Bomben eingesetzt, die an Drachen und mit Helium gefüllten Ballons befestigt sind. Die Brandbomben gehen, wenn sie jenseits der Grenze in Israel landen, in Flammen auf. Das sind technisch anspruchslose aber effektive Taktiken. Zum Zeitpunkt, da ich dies schreibe, sind so 412 Brände auf Feldern und in Naturschutzgebieten in Israel verursacht worden. Mehr als 1700 Hektar Land liegen eingeäschert da, davon rund 1000 Hektar in Parks und Naturschutzgebieten. Mindestens ein Drittel des israelischen Bodens entlang der Grenze zum Gazastreifen ist schwer beschädigt worden. Der Schaden für die israelische Landwirtschaft wird bereits mit 1,4 Millionen Dollar beziffert. Nahrungspflanzen, die Tausende hätten ernähren können, Bewässerungsanlagen und die Existenzgrundlagen etlicher Landwirte sind den Bränden zum Opfer gefallen. Allein in den letzten 24 Stunden sind im Umland des Gazastreifens siebzehn Brände ausgebrochen. Hunderte Truthähne sind im Kibbuz Ein Haschloscha erstickt und der Gestank von verbranntem Fleisch liegt in der Luft.

Doch beschränkt der Ökoterrorismus sich nicht auf verbrannte Truthähne, Weizenfelder und Avokadohaine. Das Land, auf dem die Beduinen ihre freilaufenden Herden weiden, hat den Schafen und Ziegen nun außer Asche nichts zu bieten. Von den Kiefern und Eukalyptus- und Mesquitebäumen, die vor einem halben Jahrhundert Baum für Baum im Umland des Gazastreifens gepflanzt wurden, bleiben nur noch verkohlte Stümpfe. Kriechtiere und langsame Säugetiere, die den Bränden nicht entkommen, kommen grausam um. In der Nähe von Tel Gama fielen mehr als 40 Bienenstöcke den Flammen zum Opfer. Damit stehen 40 Bienenkolonien weniger zur Verfügung, die beiderseits der Grenze Feldfrüchte bestäuben können. Zehntausende Reifen wurden entzündet, um am Grenzzaun eine Rauchwand zu schaffen, hinter der die Brandstifter sich verstecken könnten. Mit jedem Atemzug inhalieren hunderte Kinder und Erwachsene beiderseits der Grenze die durch brennende Reifen, Aschepartikel und Tränengas massiv verseuchte Luft. Das Helium, das die Brandballons weit nach Israel hineinträgt, wurden aus den Krankenhäusern des Gazastreifens abgezweigt. So wurde dem Gesundheitssystem, das sich ohnehin in der Krise befindet, eine weitere wichtige Ressource entzogen. Welche Gesundheitsschäden wird das nach sich ziehen? Während ich dies schreibe, steigen weiterhin Rauchschwaden auf, Felder und Bäume brennen und die Tierwelt erleidet schweren Schaden. In Sderot wurden Häuser und die Volkshochschule von den Flammen bedroht. Das geht nun schon seit dem 30. März so. Doch der internationalen Presse ist das egal. (…)

Die israelischen Behörden tun sich schwer damit, internationale Aufmerksamkeit auf die andauernde ökologische Katastrophe zu lenken. ‚Es ist unbegreiflich, dass die internationale Gemeinschaft die Hamas für ihr verbrecherisches Vorgehen, nicht nur gegen die Bürger Israels, sondern auch gegen die Umwelt, die durch diesen verbrecherischen Ökoterrorismus schweren Schaden erlitten hat, nicht zur Rechenschaft zieht‘, so der Weltpräsident des Jüdischen Nationalfonds Keren Kayemeth LeIsrael Daniel Atar. Der Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Palästinensergebieten Generalmajor Yoav Mordechai hat sich an den Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewandt. ‚Die Terrororganisation Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hat angeordnet, dass am Freitag an der Grenze zu Israel 10.000 Reifen verbrannt werden sollen‘, schrieb er. ‚Das Verbrennen einer derart großen Zahl von Reifen wird dem Ökosystem in dem Gebiet, dem Tier- und Pflanzenleben und der Gesundheit der Bewohner schweren Schaden zufügen und das Grundwasser und die Luft in nie dagewesenem Maße verseuchen.‘ ‚Ich fordere Sie als Chef einer internationalen Organisation, deren Ziel die Förderung der Gesundheit und der Schutz der Rohstoffe und der Umwelt ist, auf, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um öffentlich vor dieser öffentlichen Katastrophe zu warnen und gegen das unverantwortliche Vorgehen der Hamas zu protestieren.‘ Die WHO hat auf das Schreiben nicht reagiert.“ (Miriam Kresh: „The Eco-Disaster from Gaza that Nobody’s Talking About“)

Ein Gedanke zu „Öko-Terrorismus, der westliche Umweltschützer nicht interessiert

  1. Weseraal

    Der „Drachenterror“ ist hier leider kein Thema in den Medien. Jetzt lese ich hier, dass die HAMAS-Brandstifter das Helium in Krankenhäusern „abzweigen“, entweder haben diese Verbrecher da Helfer (was leider zu vermute ist) oder sie klauen es einfach. Schlecht nicht nur für Israel, sondern auch für die Menschen im Gaza-Streifen, denen ein zu medizinischen Zwecken gedachtes Produkt nun vielleicht nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung steht – die Menschen, die im Machtbereich der verbrecherischen HAMAS leben (müssen) sind denen ohnehin gleichgültig

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