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Nur Stunden nach Enthüllung: Iranische Demonstranten zünden Soleimani-Statue an

Regimefeierlichkeiten zum Gedenken an Qassem Soleimani
Regimefeierlichkeiten zum Gedenken an Qassem Soleimani (© Imago Images / Pacific Press Agency)

Iranische Oppositionelle bezeichneten den Brandanschlag als Scheitern des Regimes, den Revolutionsgarden-Kommandeur Qassem Soleimani zu einem Symbol nationaler Einheit zu stilisieren.

Wie die in New York angesiedelte jüdisch-amerikanische Wochenzeitung The Algeminer berichtet, brannten Demonstranten am Mittwoch in der iranischen Provinzhauptstadt Shahr-e Kord im Südwesten des Landes eine Statue des Kommandeurs der Quds-Einheit der Revolutionsgarden, Qassem Soleimani, nieder – nur wenige Stunden, nachdem diese errichtet worden war.

Die in Brand gesteckte Statue wurde im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum zweiten Jahrestag des Attentats auf Soleimani aufgestellt, der am 3. Januar 2020 von einer US-Drohne in der irakischen Hauptstadt getötet worden war. Als Kommandeur der Auslandseinheit der Revolutionsgarden war Soleimani für die Koordination der militärischen Operationen des Iran und seiner verbündeten Milzen im Nahen Osten zuständig, vor allem in Syrien, im Irak, im Libanon und im Jemen.

Aktivisten der iranischen Opposition veröffentlichten ein Video der in Flammen stehenden Statue und kommentierten die Bilder mit den Worten, sie seien »drastische Symbole des Scheiterns« der Islamischen Republik und ihres Versuchs, Qassem Soleimani als »Symbol der nationalen Einheit des Iran« zu etablieren.

Der Brandanschlag auf Soleimanis Statue in der Hauptstadt der Unruheprovinz Tschahār Mahāl und Bachtiyāri ist nicht der erste seiner Art. So wurde Ende August 2021 in Yasudsch, der Hauptstadt der Nachbarprovinz Kohgiluye und Boyer Ahmad, ebenfalls eine Soleimani-Statue in Brand gesteckt.

Schon im Dezember 2020 wurde auf einem Plakat ausgerechnet in einer nach Qassem Soleimani benannten Straße in Teheran dem israelischen Geheimdienst Mossad für die Tötung des hochrangigen iranischen Atomwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh gedankt.

Dementsprechend ernst nahmen die offiziellen iranischen Medien auch den aktuellen Anschlag, hinter dem sie laut The Allgemeiner ein weit verzweigtes Komplott vermuten.

So sprach etwa die Iranian Students News Agency (ISNA) unter Anspielung auf Soleimanis Tötung von einer »schändlichen Tat« und einem »verräterischen Verbrechen, das heimlich in der Dunkelheit ausgeführt wurde, genauso wie ein anderes Verbrechen, das nächtens auf dem Flughafen von Bagdad ausgeführt worden war«.

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