Neue Truppen: Spannungen zwischen Türkei und USA könnten steigen

„Die USA haben weitere Truppen in die an einer wichtigen Kreuzung gelegene syrische Stadt entsandt, die sich im Fadenkreuz der Türkei befindet und in der der US-amerikanische Hauptfeldwebel im Sondereinsatz Jonathan Dunbar und der britische Feldwebel Matt Monroe vergangene Woche durch einen am Straßenrand platzierten Sprengsatz getötet wurden. Sprecher des Pentagon mochten sich nicht zu den Zahlen äußern, doch bestätigte ein Vertreter, dass eine ‚geplante Verstärkung’ im nahe der türkischen Grenze gelegenen nordostsyrischen Manbij stattgefunden habe. Aufnahmen von Nachrichtensendern zeigten Stryker-Kampffahrzeuge und minenresistente Einsatzfahrzeuge, auf denen USA-amerikanische Flaggen wehten, beim Patrouillieren in der Stadt, die 2016 vorwiegend durch die von den USA unterstützte kurdischen Demokratischen Kräften Syriens (SDF) nach einer langen Belagerung vom Islamischen Staat zurückerobert wurde. Die amtliche türkische Anadolu-Nachrichtenagentur erklärte, bis zu 300 zusätzliche US-Truppen seien in Manbij eingetroffen, um das dort bereits vorhandene kleine Kontingent zu verstärken, doch sagte der Vertreter des Pentagon, die türkische Schätzung sei übertrieben.

Der Sieg in Manbij bereitete den Boden für das Vorrücken der SDF südwärts, das schließlich in die Rückeroberung Raqqas, der Hauptstadt des selberklärten Kalifats des Islamischen Staats, mündete. Army Rangers und Stryker-Kampffahrzeuge rückten im März 2016 erstmals in Manbij ein, um dort ‚Abschreckungspatrouillen’ durchzuführen. Damals waren türkische Streitkräfte und regimetreue syrische Truppen unabhängig voneinander auf die Stadt vorgerückt. Die türkischen und syrischen Streitkräfte zogen sich anschließend zurück. Inzwischen werden die Gewinne der SDF von den türkischen Streitkräften und ihren Stellvertretermilizen, der Freien Syrischen Armee, die einst von den USA ausgebildet, dann aber fallengelassen wurde, bedroht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht seit Monaten damit, auf Manbij vorzurücken.“ (Richard Sisk: „US Sends More Troops to Syrian Town Where US, British Soldiers Killed“)

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