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Netanjahu will 2.000 äthiopische Juden nach Israel zu bringen

Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed und israelischer Amtskollege Netanjahu
Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed und israelischer Amtskollege Netanjahu (Quelle: JNS)

Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed billigt den Einwanderungsplan und lobt den israelischen Ministerpräsidenten für die Unterzeichnung der Abraham-Abkommen mit den VAE und Bahrain.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu teilte seinem äthiopischen Amtskollegen Abiy Ahmed am Freitag mit, dass er beabsichtige, rund 2.000 äthiopische Juden, die derzeit in Addis Abeba und Gondar auf ihre Einwanderung warten, nach Israel zu bringen. In einem Telefongespräch, in dem die beiden Politiker regionale Fragen erörterten, stimmte Ahmed dem Schritt zu und betonte die besondere Verbundenheit zwischen dem äthiopischen und dem israelischen Volk, so das Büro des israelischen Premierministers in einer Erklärung.

Ahmed beglückwünschte Netanjahu auch zu den Abraham-Abkommen – den von den USA vermittelten Friedensabkommen, die Israel im vergangenen Monat mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain abgeschlossen hat – und sagte, dass die positiven Auswirkungen der Abkommen erst von den zukünftigen Generationen in ihrer ganzen Tragweite verstanden würden, so die Erklärung.

Netanjahu und Ahmed diskutierten auch die Möglichkeit einer Vertiefung der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

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Etwa 13.000 Juden leben derzeit in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und in Gondar im nördlichen Teil des afrikanischen Landes. Laut AP leben die meisten von ihnen in Armut und warten darauf, nach Israel gebracht zu werden, das sie als ihr Heimatland betrachten. Viele haben Familienangehörige, die seit der „Operation Salomon“ von 1991 in Israel leben, als Israel in weniger als zwei Tagen rund 14.500 Juden aus Äthiopien mit dem Flugzeug ausflog.

„Etwa 250 Personen sind im vergangenen Jahr nach Israel ausgereist, bis diese Ausreisen durch COVID-19 zum Stillstand kamen. Israelische Beamte führen aber online Interviews mit Ausreisewilligen durch“, sagte Nigusie Alemu Eyasu, Programmdirektor für die Äthiopische Jüdische Gemeinde, gegenüber AP.

Im vergangenen Oktober rief Netanyahu seinen Kollegen Ahmed an, um ihm zum Erhalt des Friedensnobelpreises zu gratulieren. Netanyahu sagte auch, dass er von Ahmeds Besuch in Israel im vergangenen Monat „beeindruckt“ gewesen sei. Während dieses Besuchs, der Anfang September 2019 stattfand, begrüßte Netanyahu seinen äthiopischen Amtskollegen als „eine der wichtigsten und einflussreichsten Führungspersönlichkeiten in Afrika“.

(Der Artikel „Netanyahu declares intention to ‘immediately’ bring 2,000 Ethiopian Jews to Israel“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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