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Hisbollah-Chef: Israelis „keine Menschen, sondern Besatzer und Siedler“

Rede von Hisbollah-Chef Nasrallah in Beirut
Rede von Hisbollah-Chef Nasrallah in Beirut (© Imago Images / Xinhua)

Bei der Eröffnung der Konferenz „Palästina ist siegreich“ versprach Nasrallah, zu seinem Versprechen zu stehen, die Palästinenser bei der „Verteidigung Jerusalems“ zu unterstützen.“

Tzvi Joffre, Jerusalem Post

„Es gibt keine Menschen im israelischen Gebilde, sie sind alle Besatzer und Siedler“, sagte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah [zum wiederholten Male; Anm. Mena-Watch] am Montag in einer Rede zur Eröffnung der Konferenz „Palästina ist siegreich“. (…)

Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und pro-iranischen Milizen in Syrien und im Irak betonte Nasrallah, die Hisbollah stehe „der amerikanischen Hegemonie“ im Irak und in Syrien entgegen.

Er fügte hinzu, dass die Konflikte mit Israel und den USA nicht getrennt betrachtet werden könnten, da die Existenz Israels von der amerikanischen Unterstützung abhänge: „Jedes Massaker, das der [zionistische] Feind begeht, ist ein amerikanisches Massaker, und jede Aggression dieses Feindes ist eine amerikanische Aggression.“

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In Bezug auf die sich verschärfende Wirtschaftskrise im Libanon gab Nasrallah den USA die Schuld: die amerikanische Politik sei der „Hauptgrund“ für die Krise, da „die Amerikaner jede Hilfe, die in den Libanon kommt, belagern, bestrafen und verhindern wollen.“

Während Nasrallah zugab, dass „zu den Ursachen“ der Wirtschaftskrise auch eine falsche Regierungspolitik gehöre, erklärte er die USA zur „Hauptursache“. Er fügte hinzu, das Ziel der amerikanischen Blockade sei es, die Menschen im Libanon gegen die Hisbollah zu aufzubringen und die Gruppe beschäftigt zu halten, um sie daran zu hindern, die Palästinenser zu unterstützen.

Am Sonntagabend bot Verteidigungsminister Benny Gantz dem Libanon humanitäre Hilfe an und sagte: „Als Israeli, als Jude und als Mensch tut mir das Herz weh, wenn ich die Bilder von Menschen sehe, die auf den Straßen des Libanon hungern.“ (…)

Unlängst meinte Nasrallah, die Benzinkrise des Landes könnte „binnen weniger Tage“ gelöst werden, wenn es nur iranische Öllieferungen akzeptieren würde, die durch internationales Recht Sanktionen unterstehen. Die Hisbollah werde direkt mit Teheran verhandeln und iranisches Öl über den Hafen von Beirut importieren, wenn die libanesische Regierung nicht anfange, „ihre Verantwortung zu tragen“, erklärte der Hisbollah-Führer. (…)

Nasrallah wiederholte das Versprechen der „Achse des Widerstands“, „Jerusalem zu verteidigen“, und sagte, diese Achse sei „ihrem Versprechen treu geblieben.“ (…) In jüngsten Reden hat Nasrallah gewarnt, dass jede „Verletzung“ Jerusalems zu einem regionalen Krieg führen würde, an dem sich pro-iranische Gruppen aus mehreren Ländern beteiligen könnten.

(Aus dem Artikel Nasrallah: There are no people in Israel, only settlers and occupiers, der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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