Im Talk mit Maya Zehden diskutiert Stephan Grigat die aktuelle sicherheitspolitische Lage im Nahen Osten seit den im April 2004 und im Oktober 2024 erfolgten iranischen Angriffen auf Israel
Jordanien und Saudi-Arabien unterstützten Israel während diesen Angriffen defensiv, während die Hisbollah im Libanon durch israelische Angriffe militärisch stark geschwächt wurde, was auch zu ihrer politischen Schwächung im Libanon führte. Die Abraham-Abkommen, insbesondere mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Marokko, spielen eine zentrale Rolle in der neuen Sicherheitsarchitektur. Saudi-Arabien ist dabei der entscheidende Schlüsselstaat, dessen Beitritt zu den Abkommen ein Game Changer wäre.
Kritisch äußert sich Grigat zur deutschen Nahostpolitik, die von Lippenbekenntnissen zur israelischen Sicherheit geprägt sei, jedoch faktisch durch ihre Iran-Politik Israels Gegner stärke. Die Hamas sei militärisch zerschlagen, besitze jedoch weiterhin Strukturen zur Führung und Geiselhaltung, unterstützt vor allem durch den Iran und Katar.
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Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und Leiter des Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) in Aachen und Köln. Er ist Research Fellow an der Universität Haifa und am London Center for the Study of Contemporary Antisemitism, Autor des Buches Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus (2025






