Nach Erdogans Ankündigungen droht weitere Eskalation

„Die Türkei werde sich weder von US-Sanktionen noch von schlechten Noten für ihre Bonität einschüchtern lassen, sagte Erdogan auf dem Parteitag in Ankara. ‚Einige Leute drohen uns über die Wirtschaft, durch Sanktionen, Wechselkurse, Zinssätze und Inflation‘, so der Präsident. ‚Wir sagen ihnen: Wir haben eure Spielchen erkannt, und wir fordern euch heraus.‘ Man werde nicht denjenigen gegenüber kapitulieren, die vorgäben, ein ‚strategischer Partner‘ zu sein, die Türkei aber zu einem ‚strategischen Ziel‘ machten.

Erdogans Tirade trifft sowohl die USA wie auch zwei große Ratingagenturen. Standard & Poor’s (S&P) sowie Moody’s hatten die Kreditwürdigkeit des Landes am Samstag noch weiter herabgestuft. S&P setzte das Rating am Freitag von BB- auf B+ zurück. Damit gelten Staatsanleihen der Türkei, die ohnehin schon als Ramsch eingestuft sind, nun als sehr spekulativ. Später nahm auch Moody’s sein Türkei-Rating um eine Stufe zurück. (…)

Erdogan will auch die grenzüberschreitenden Einsätze des türkischen Militärs im Irak und in Syrien ausweiten. Er werde ‚die Quelle der Bedrohung‘ für sein Land trockenlegen, sagte der Präsident.

Diese Ankündigung dürfte die Krise mit den USA noch verschärfen. Im Norden Syriens stehen sich US-amerikanische und türkische Truppen direkt gegenüber. Washington unterstützt dort kurdische Verbände, die große Erfolge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erzielt haben. Sie kontrollieren ein Gebiet von Hunderten Kilometern entlang der Grenze.“ („Erdogan als AKP-Chef bestätigt – ‚Wir kapitulieren nicht‘“)

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