Mutmaßlicher Brüssel-Attentäter soll für IS in Syrien gefoltert haben

„Mehdi Nemmouche soll im Mai 2014 im Jüdischen Museum von Brüssel vier Menschen ermordet haben. Der mutmaßliche Terrorist steht deshalb nun in der belgischen Hauptstadt vor Gericht. Nemmouche war sechs Tage nach dem Attentat in Marseille im Besitz der Tatwaffen – eines Revolvers und eines Sturmgewehrs – festgenommen worden. Der heute 33-Jährige beteuert seine Unschuld. Seine Verteidiger stellten die These einer Verwicklung des israelischen Geheimdienstes auf. Die Ermittler sehen dafür jedoch keinerlei Belege. Im Prozess zu dem tödlichen Angriff haben ihn nun zwei französische Zeugen zusätzlich ‚ohne jeden Zweifel‘ als einen ihrer Folterer in Syrien 2013 identifiziert.

Nemmouche habe ihn damals unter dem Namen Abu Omar in einem Krankenhaus in Aleppo misshandelt, sagte der ehemalige Kriegsreporter Nicolas Hénin am Donnerstag vor dem Brüsseler Schwurgericht. Auch der Journalist Didier François sagte aus, dass es sich bei Nemmouche um seinen Peiniger handele. (…) Vor der Attacke in Brüssel soll er an der Seite islamistischer Extremisten in Syrien gekämpft haben. Drei der vier entführten Journalisten hatten bereits angegeben, Nemmouche als Gefängniswächter und Folterer der Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ identifiziert zu haben.“ (Bericht auf Spiegel Online: „Mutmaßlicher Brüssel-Attentäter soll auch IS-Folterknecht gewesen sein“)

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