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Mossad-Agent will argentinischen Staatsanwalt über iranischen Anschlag informiert haben

Demonstration für den ermordeten argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman
Demonstration für den ermordeten argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman

Ein ehemaliger Mossad-Mitarbeiter erklärte in einer Dokumentation, er habe Alberto Nisman jene Dokumente überreicht, die die iranische Verantwortung für den Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires enthüllten.

Times of Israel

Laut einer israelischen Fernsehdokumentation lieferte der israelische Mossad die nachrichtendienstlichen Informationen, die es dem argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman ermöglichten, zu beweisen, dass der Iran den terroristischen AMIA-Bombenanschlag von 1994 in Buenos Aires orchestrierte, bei dem 85 Menschen getötet wurden. Und ein Ex-Mossad-Agent gab Nisman belastende Informationen über die angeblichen Bemühungen der ehemaligen argentinischen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner, die Rolle des Iran bei der Explosion zu vertuschen, was letztlich zu Nismans Ermordung führte.

Der Dokumentarfilm „Uvda“ (Fakt), der am Donnerstagabend auf Israels Kanal 12 ausgestrahlt wurde, enthielt ein ausführliches Interview mit Uzi Shaya, einem ehemaligen Mossad-Agenten, der sagte, er habe mit Nisman zusammengearbeitet, und zugab, dass die Dokumente, die er Nisman übergab und die Kirchner angeblich belasteten [darunter Dokumente, die Überweisungen mehrerer Millionen Euro von einer iranischen Großbank auf Konten ihrer Familienmitglieder in Zypern, auf den Seychellen und auf den Kaimaninseln belegten], Nismans „Tod verursacht haben könnten.“

Der argentinische Ermittler Nisman identifizierte den Selbstmordattentäter, der das jüdische Zentrum der AMIA in die Luft sprengte, als den Hisbollah-Agenten Ibrahim Berro. In einer Anklageschrift von 2006 wurde die Beauftragung des Anschlags auf ein Treffen des „Komitees für Sondereinsätze“ der iranischen Führung im Jahr 1993 zurückgeführt. Der Iran war damals wütend auf Argentiniens Präsidenten Carlos Menem, weil er die Zusammenarbeit mit seinem Atomprogramm gestoppt und die Beziehungen Argentiniens zu Israel verbessert hatte.

Nismans Anschuldigungen führten dazu, dass im folgenden Jahr internationale Haftbefehle gegen einige Iraner wegen des bis heute schlimmsten Terroranschlags in der Geschichte Argentiniens erlassen wurden. (…)

Im Januar 2015 wurde Nisman tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden, einen Tag bevor er vor einem argentinischen Kongressausschuss über die Rolle der damaligen Präsidentin Kirchner bei der Vertuschung der iranischen Verantwortung für den Anschlag aussagen sollte. Ein Regierungsbeamter behauptete zunächst, Nismans Tod – durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe – sei Selbstmord gewesen, doch Argentinien hat später eingeräumt, dass es [ein bis heute unaufgeklärter] Mord gewesen sei.

Ex-Mossad man reveals role in events that led to death of AMIA prosecutor Nisman

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