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Moskau erhält neue iranische Drohnen für Ukraine-Krieg

Ukrainische Sicherheitskräfte präsentieren von Russland eingesetzt iranische Drohnen
Ukrainische Sicherheitskräfte präsentieren von Russland eingesetzt iranische Drohnen (© Imago Images / NurPhoto)

Nach Angaben eines hochrangigen ukrainischen Geheimdienstmitarbeiters hat Russland eine neue Lieferung von Kamikaze-Drohnen des Typs Shahed-136 aus Teheran erhalten.

Nach Angaben des Sprechers des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes (GUR), Andrii Jusow, ist die neue Lieferung kleiner als die im Sommer eingetroffene, die schätzungsweise mindestens 400 iranische Drohnen (UAVs) umfasste. Russland begann die UAVS aus dieser Lieferung im Oktober und November einzusetzen, doch Berichten aus der Ukraine zufolge wurden ab Mitte November zwei bis drei Wochen lang keine iranischen Drohnen mehr eingesetzt, was darauf hindeutet, dass die Bestände bereits erschöpft gewesen sein könnten.

Nun sei eine neue Charge von Shahed-136-Drohnen eingetroffen, so Jusow, der sich zum genauen Umfang der Lieferung nicht äußerte, allerdings einschränkend meinte, bei den am vergangenen Samstag erfolgten »massiven terroristischen Raketenangriffen wurden alle möglichen verfügbaren Waffen eingesetzt, aber es waren alles Raketen und keine Shaheds«. Dies, so Jusow weiter, deute darauf hin, dass es sich bei der neuen Charge offensichtlich um eine kleinere handle, als bei der ersten, die im Herbst »zum Masseneinsatz« gekommen ist.

Unterdessen bestritt der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian am Montag in einer Rede in Teheran erneut, dass der Iran Drohnen an Russland geliefert habe, die gegen die Ukraine eingesetzt würden. Nach anfänglicher genereller Leugnung solcher Lieferungen hatte Amir-Abdollahian Anfang November eingeräumt, »vor Beginn des Ukraine-Krieges« Drohnen an Moskau geliefert zu haben. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij sagte im Oktober, Russland habe 2.400 der Kamikaze-Drohnen im Iran bestellt. Der Iran produziert jedoch nur langsam und muss außerdem genügend Drohnen für sein eigenes Militär aufbewahren.

Jusow kam am Sonntag auch auf früher bekannt gewordene Vereinbarungen zwischen Russland und der Islamischen Republik über die Lieferung von ballistischen Raketen zu sprechen und sagte, bislang seien »keine iranischen ballistischen Raketen in Russland entdeckt worden, die gegen die Ukraine eingesetzt werden könnten«. Dennoch bestehe die Möglichkeit einer solchen Bedrohung, weswegen diese Informationen auch ständig einer Überprüfung unterzogen würden. »Außerdem werden bestimmte Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass dieses Szenario nicht eintritt«, sagte Jusow ohne weitere Details zu nennen.

Kampf um Lufthoheit

Anfang Dezember gelang es dem Kiewer Luftverteidigungssystem, zehn Drohnen aus iranischer Produktion abzuschießen. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko sagte damals, dass es sich dabei um Shahed-136-Drohnen gehandelt habe, und dass es im zentralen Schewtschenkiwski-Bezirk der Stadt Explosionen gegeben habe.

Der Sicherheitssprechers des Weißen Hauses, John Kirby, gab am 9. Dezember eine Erklärung ab, in der es hieß, der Iran sei zwischenzeitlich »einer der wichtigsten militärischen Unterstützer Russlands« geworden. Das Pentagon erklärte zugleich, Russlands jüngste Steigerung seiner Raketenangriffe ziele zum Teil darauf ab, die ukrainische Luftabwehr zu erschöpfen und die Hoheit über den Luftraum zu gewinnen.

Aus diesem Grund haben die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten weitere Luftabwehrsysteme an Kiew geliefert. Washington hat NASAMS-Luftabwehrsysteme geliefert, die nach Angaben des Pentagons russische Raketen in der Ukraine problemlos abgefangen haben.

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