Während Nachrichten die Runde machen, wonach die massiv unter Druck stehende Hamas bereit sei, im Dienste einer palästinensischen „Versöhnung“ die Macht im Gazastreifen abzugeben, machte die konkurrierende Fatah unter Mahmud Abbas klar, was sie von Israel und dem Friedensprozess hält. Ihr Sprecher erklärte im Fatah-eigenen Fernsehsender: Nie habe man Israel anerkannt, nie werde man Israel anerkennen – daher müsse auch die Hamas dies nicht tun. Und im Kampf gegen Israel sind alle Mittel, also auch der bewaffnete Kampf, legitim.

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Moderator des Fatah-Sender Awdah TV: Hat die Fatah in ihrem politischen Programm Israel anerkannt?
Fatah Sprecher Osama Al-Qawasmi: Auf keinen Fall. Das ist nicht erforderlich, und wir werden Israel nicht anerkennen (…) Ich erkläre dies in aller Deutlichkeit und hier im Satellitenfernsehen: ‚Meine Freunde, Hamas, ihr solltet Israel nicht anerkennen, das braucht ihr nicht. Die PLO ist die einzige legitime Vertreterin des palästinensischen Volks und sie hat am 12. September 1993 ein Schreiben zur gegenseitigen Anerkennung des Staats Israel gesandt. Ihr braucht das nicht zu tun.’
Wir in der Fatah haben unsere Position nicht aufgegeben. Auf der Siebenten [Fatah-] Konferenz, unter der Drohung der Waffen der Besatzer, haben wir [unsere Position] nicht aufgegeben. Wir haben gesagt, dass der bewaffnete Widerstand, der Volkswiderstand und all das legitim ist (…).“ (Itamar Marcus/ Nan Jacques Zilberdik: „Fatah spokesman to Hamas: Don’t recognize Israel; Fatah doesn’t and never will“)