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Mindestens 622 Palästinenser durch Folter in Syrien gestorben

Palästinenser in Syrien demonstrieren gegen Assad
Palästinenser in Syrien demonstrieren gegen Assad (© Imago Images / NurPhoto)

Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da das Assad-Regime diesbezügliche Daten unter Verschluss hält, und die Hinterbliebenen aus Angst vor Repression oft schweigen.

Action Group for Palestinians of Syria

Der palästinensische Flüchtling „Mahmoud K.“ starb unter der Folter in einem syrischen Gefängnis, wo er seit fast sieben Jahren festgehalten worden war. Seine Familie, die – wegen der Angst vor Vergeltungsmaßnahmen nur unter der Bedingung der Anonymität – mit der Action Group for Palestinians of Syria (AGPS) sprach, trauert über seinen Tod, den sie als eine weitere Episode in der Reihe der schrecklichen Verbrechen durch das syrische Regime beschrieb.

Mit „Mahmouds“ Tod steigt die Zahl der Folteropfer unter palästinensischen Flüchtlingen in Syrien auf mindestens 622. AGPS schätzt jedoch, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, da die syrische Regierung die Namen und Schicksale der Gefangenen unter Verschluss hält, und die Familien aus Angst vor Vergeltung zögern, solche Fälle zu melden.

Eidesstattliche Erklärungen ehemaliger Gefangener lieferten Beweise für die Beteiligung syrischer Regierungsbeamter an brutalen Foltermethoden, darunter Elektroschocks, Peitschenhiebe und Schläge mit Eisenstangen sowie sexueller Missbrauch palästinensischer Gefangener.

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Die Behandlung der Gefangenen stellt einen eklatanten Verstoß gegen das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe dar, allgemein bekannt als Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter (UNCAT).

Die AGPS fordert die syrische Regierung auf, das Schicksal der zahlreichen Palästinenser, die in ihren Gefängnissen festgehalten werden, offenzulegen, die Leichen der zu Tode Gefolterten freizugeben, ernsthaft an der Beendigung der Foltermethoden zu arbeiten, Ermittlungen zu Folterverbrechen einzuleiten und die an solchen Verbrechen Beteiligten vor Gericht zu stellen.

(Aus dem Artikel Palestinian Refugee Tortured to Death in Syrian Prisons, der bei der Action group for Palestinians of Syria erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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