Mena-Exklusiv

Antisemitismusbeauftragter plädiert für Streichung deutscher UNRWA-Gelder

Von Stefan Frank.

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, hat gegenüber Mena Watch für eine Streichung der deutschen Zahlungen an die umstrittene UN-Agentur UNRWA plädiert. „Selbstverständlich!“, schrieb Blume per E-Mail auf die Frage, ob die Bundesregierung dem Beispiel der Schweiz und der Niederlande folgen und kein Geld mehr an die UNRWA überweisen sollte. Die Vereinigten Staaten, der früher größte Beitragszahler, hatten ihre Zahlungen bereits 2018 eingestellt. Bei der Schweiz und den Niederlanden war der jüngste Skandal um mutmaßlichen Machtmissbrauch und Veruntreuung von Geldern auf höchster Ebene der Anlass für den Stopp der Zahlungen [...]

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Mena-Exklusiv

Eine Studie über religiöse Freiheit als große Lachnummer

Von Stefan Frank.

Das PEW Research Center mit Sitz in Washington D.C. gilt eigentlich als seriöses Meinungsforschungsinstitut. Doch eine von PEW im Juli veröffentlichte Studie über das in den Ländern der Welt herrschende Maß an religiösen Regeln und Einschränkungen lässt am Verstand der Verantwortlichen zweifeln. Israel (aber auch Spanien) verortet PEW in derselben Liga wie Afghanistan: In allen drei Ländern gebe es „große“ Einschränkungen der Religionsfreiheit durch die Regierung. Österreich und die Bundesrepublik Deutschland müssen damit zufrieden sein, dass ihnen nur „moderate“ Einschränkungen der Religionsfreiheit bescheinigt werden – damit bekommen sie das gleiche Zeugnis wie etwa Somalia und Kuba [...]

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Mena-Exklusiv

Verlierer am Golf: Es läuft nicht rund für Saudi-Arabien

Von Oliver M. Piecha.

Das Gruppenbild des jüngsten G20-Gipfeltreffens in Japan scheint einen großen Erfolg Saudi-Arabiens zu illustrieren: Inmitten der Staatschefs, Angelika Merkel steht am Rand, lächelt der saudische Kronprinz, Mohammed bin Salman. Sein prominenter Platz neben dem Gastgeber Shinzo Abe verkündet auch, dass Saudi-Arabien zum nächsten Treffen einladen wird. (…) Doch zu zeigen, dass Saudi-Arabien reich genug ist, um sich Freundlichkeiten zu kaufen, ist eine Sache; eigentlich aber läuft es machtpolitisch gar nicht rund für das Königreich. Ein regelrechtes Desaster zeichnet sich am Golf ab. Dabei schien dort […]

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Mena-Exklusiv

Wenn für islamische Staatschefs die Unterdrückung von Muslimen ok ist

Von Oliver M. Piecha

22 Länder haben gerade beim UN-Menschenrechtsrat mit einer gemeinsamen Stellungnahme ihrer Besorgnis über die Menschrechtssituation im chinesischen Sinkiang Ausdruck verliehen. Dort sitzen über eine Million muslimischer Uiguren in Internierungslagern und die Bevölkerung wird in einem bisher noch nie dagewesenem Ausmaß überwacht. Berichte über die Lage dort lesen sich wie dystopische Literatur. Man sollte meinen, dass […]

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Mena-Exklusiv

Tanker-Angriffe: Wie sieht denn Europas Plan aus?

Von Florian Markl

[...] Jetzt rächt sich die zentrale Schwäche des Atomdeals: Indem die Infrastruktur des Atomprogramms im Wesentlichen unangetastet geblieben ist und die von ihm ausgehende Gefahr praktisch institutionalisiert statt beseitigt wurde, haben sich die Europäer erpressbar gemacht. Das iranische Regime kann jederzeit mit der Wiederaufnahme von vorübergehend stillgestellten Teilen seines Atomprogramms drohen. Und solange die Europäer sich nicht aus der zum Großteil selbst verschuldeten Zwickmühle befreien, haben sie kaum eine andere Wahl, als das bereits bisher erfolglose Appeasement gegenüber der islamistischen Diktatur noch weiter zu verstärken. Im Interesse eines zahnlosen Abkommens, das die iranische Bombe im besten Fall ein paar Jahre hinauszögert, haben sie den iranischen Hegemonialbestrebungen im Nahen Osten nichts entgegenzusetzen. Dieses Desaster betrachten viele von ihnen als den größten diplomatischen Erfolg der europäischen Außenpolitik – und machen sich damit nicht zuletzt aus Sicht des iranischen Regimes nachhaltig lächerlich, das genau weiß, was es an Heiko Maas, Federica Mogherini und Konsorten hat.

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Fluchtgrund Kurzhaarschnitt: Saudische Frauen setzen sich ab

Von Oliver M. Piecha

Die Öffentlichkeit des Internets ist dabei die zugleich schärfste Waffe gegen islamische Familien- und Ehrbegriffe; aus traditioneller Sicht ist das quasi das Schlimmste, was überhaupt passieren kann. Die heile Fassade der Familie ist der Dreh- und Angelpunkt der familiären Obsessionen in islamisch geprägten Ländern. Egal, was dahinter passiert – solange nur die Fassade steht, ist alles in bester Ordnung, notfalls hilft auch Gewalt. Die wenigen jungen Frauen, die bei ihrer Flucht schließlich bewusst den Weg der Öffentlichkeit gewählt haben, oder sich vielmehr […]

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Warum sich Saudi-Arabien nicht mehr nur auf Ölreserven verlassen will

Von Stefan Frank

Saudi-Arabiens Ölkonzern Saudi Aramco hat der Welt am Montag erstmals seit der Verstaatlichung in den Siebziger Jahren Einblick in seine Bücher gewährt. Jahrzehntelang waren jegliche Informationen über Saudi-Arabiens Ölförderung Staatsgeheimnisse gewesen. Niemand wusste etwa, wie viel Gewinn das Unternehmen macht oder wie groß der Ertrag der einzelnen Ölfelder ist. Seit Montag weiß die Welt zweierlei

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Bibi Netanjahus diskreter Flirt mit den Golf-Monarchien

Von Tina Adcock

Der Nahe Osten ist als Region für seine politischen und wirtschaftlichen Krisen bekannt. Islamische Staaten und Diktatoren bilden die Majorität neben Israel, der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Was jedoch alle Länder tortz interner Konflikte bisher gemeinsam hatten, ist, dass sie den jüdischen Staat verabscheuten und – bis auf zwei Staaten (Ägypten und Jordanien) – keine Beziehungen mit ihm aufbauen wollten; geschweige denn, dass eine Anerkennung Israels zur Debatte stand. Der jüdische Staat galt ihnen per se als […]

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Die Schnauze voll: Frauen in Golfstaaten fordern Reformen

Von Thomas von der Osten-Sacken

Erst kürzlich machte die Geschichte der aus Saudi Arabien stammenden Rahaf Mohammed Schlagzeilen, die in Thailand um Asyl bat, abgelehnt wurde und dann doch nach Kanada ausreisen konnte. Mohammed ist keineswegs ein Einzelfall: Immer öfter versuchen Frauen aus den Golfstaaten zu fliehen, entweder weil ihre Familie sie gegen ihren Willen verheiraten wollen oder sie andere Repressionen fürchten. Die Zeiten im Nahen Osten ändern sich rasant und inzwischen wächst eine junge Generation heran, die sich immer öfter gegen erdrückende Traditionen auflehnt. [...]

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Der Jemen ist ein Land der Geister – Eindrücke aus dem belagerten Taiz

Gastbeitrag von Philipp Thiée

Der mit eindrücklichste Buchtitel des polnischen Journalisten und Autors Ryszard Kapuścińskis lautet: „Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies“. Genau so habe ich den Jemen erlebt, als ich vor circa 12 Jahren dort einen Freund besuchte, der in der jemenitischen Stadt Taiz arbeitete. Man kann sich kaum ein Land vorstellen, das weiter von Europa entfernt ist, als der mit einer traumhaften Architektur und einer von Schönheit geprägten Landschaft beglückte Jemen. Mehr noch als der dort dominante Islam, der die meisten Jeminitinnen hinter Burkas verschwinden lässt, ist der allgegenwärtige und den Alltag umfassend strukturierende Konsum des Rauschmittels Qat, etwas für hiesige Verhältnisse in seiner Bedeutung völlig Unverständliches. Der inzwischen getötete Präsident Ali Abdullah Saleh, der das Land Jahrzehnte nicht beherrschen konnte und doch als Herrscher überlebte, wurde wohl nur von den mächtigen Stämmen davon abgehalten, ein […]

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