Mena-Exklusiv

Lage in Syrien: „Das Regime ist an seine Grenzen gestoßen“

Gastbeitrag von Philipp Thiée

[...] Die einzige Ideologie des Regimes ist Nützlichkeit. Dass jetzt keine Offensive Assads begonnen wird, liegt an so einem Kalkül, nicht etwa an humanitären Überlegungen. Die haben mehrere hunderttausend Menschen ermordet. Da hören sie jetzt nicht einfach auf. Zugleich sollte die Größe der Region Idlib nicht unterschätzt werden: Sie ist fast so groß wie der Libanon. Warum wird jetzt nicht mehr so viel gekämpft? Einzig, weil das Regime nicht mehr kann. Und auch zum Wundenlecken scheint es im Moment dort nicht zu reichen. Russland hat sehr klar gemacht, dass es keine Bodentruppen einsetzen wird. Von da kommen also keine Soldaten, um Idlib zu erobern. Das Regime selber ist an seine Grenzen gestoßen. An den Checkpoints des Regimes werden Männer abgegriffen und gezwungen, der Arme beizutreten. Das ist der Zustand seiner Armee. Damit kann man keine Schlachten mehr gewinnen [...]

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Was die US-Geheimdienste über den Iran zu sagen haben

Von Florian Markl

Die US-Geheimdienste, so berichteten etliche deutschsprachige Medien in den vergangenen Tagen, widersprechen in ihrer Einschätzung internationaler Bedrohungen in vielen Punkten dem amerikanischen Präsidenten. Sie glaubten etwa nicht, dass „Nordkorea seine Atomwaffen aufgibt, außerdem sehen sie derzeit keine konkreten Indizien für die Entwicklung einer iranischen Atombombe“. Präsident Trump gehe im Gegensatz dazu davon aus, „dass Teheran weiter nach Atomwaffen strebe“. Warum das ein Widerspruch sein soll, bleibt ein Rätsel: Dass das iranische Regime aktuell nicht direkt an der Bombe bastelt, bedeutet keineswegs, dass es dem Wunsch nach Atomwaffen nicht weiter anhängt. Bemerkenswert ist vor allem aber, dass die US-Geheimdienste noch einiges mehr über die Aktivitäten des iranischen Regimes zu sagen hatten – doch dafür scheint sich kaum jemand zu interessieren [...]

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Bruder Maduros Freunde im Nahen Osten

Von Thomas von der Osten-Sacken

Aus dem Kreis der Unterstützer des angeschlagenen venezolanischen Präsidenten Maduro tut sich einer im Augenblick ganz besonders hervor: sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan. Sogar als „Bruder“ bezeichnete er den lateinamerikanischen Despoten: „Mein Bruder Maduro! Stehe aufrecht, wir sind an Deiner Seite.“ Das mag auf den ersten Blick verwundern, war Venezuela bislang doch vor allem als enger Verbündeter Russlands und des Iran bekannt – wer erinnert sich nicht an die Freundschaft von Hugo Chavez und Mahmoud Ahmedinejad und die von ihnen geschmiedete Achse Teheran-Caracas? Zwar erklärt Erdogan momentan, [...]

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Verletzung religiöser Gefühle: Kein Strom für den Südlibanon

Von Stefan Frank

Diesen Sommer bot Karadeniz ein drittes Schiff zu schicken, das den Libanon drei Monate lang kostenlos mit Strom beliefern würde, wenn dafür der Vertrag für die beiden anderen Schiffe verlängert würde. Doch als das Schiff im Hafen Zahrani im Südlibanon vor Anker gehen wollte, rief die schiitische Amalbewegung die Bevölkerung auf, dagegen zu protestieren. Der vorgebliche Grund war der Name des Schiffes: Aisha Gul. Der, so sagte die Amalbewegung, erinnere an Aischa, eine der Frauen des Propheten Mohammed, die von Schiiten gehasst wird. Das Unternehmen entschuldigte sich: Aischa sei […]

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Wie die Terrororganisation Hisbollah jetzt von Obamas Politik profitiert

Von Stefan Frank

Die Hisbollah wirbt im Süden Syriens ehemals von den Vereinigten Staaten ausgebildete und finanzierte Rebellen an. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf „Aktivisten“ und einen nicht namentlich genannten „ehemaligen Rebellenkommandanten“, der die Rekrutierungen in Dörfern in Südsyrien beobachte. Unter den Rebellen, deren finanzielle Unterstützung Washington letztes Jahr eingestellt hat, habe die vom Iran unterstützte Miliz demnach bis zu 2.000 Kämpfer rekrutiert. Syriens Diktator Baschar al-Assad ist abhängig von der Schiitenmiliz, die für ihn […]

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Wo ein Foto mit einer Israelin als Delikt gilt

Von Stefan Frank

Der libanesischen Schönheitskönigin Miss Earth Libanon“, Salwar Akar, ist ihr Titel aberkannt worden, weil sie anlässlich der Vorbereitungen der MissEarth-Wahl auf den Philippinen für ein Foto mit Dana Zreik, der Miss Earth Israel, posiert hatte. Der Miss-Earth-Wettbewerb ist ein Schönheitswettbewerb, der das Bewusstsein für den Umweltschutz fördern soll. Auf dem inkriminierten Foto zeigen die beiden das „Victory“-Zeichen. Zreik, die eine arabische Israelin ist, habe sie auf Arabisch angesprochen, sagte Akar, darum habe sie sie „für eine Palästinenserin“ gehalten und keinesfalls gewusst, dass […]

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Zentrum für Antisemitismusforschung: Kooperation mit Israelhassern?

Von Alex Feuerherdt

Am vergangenen Mittwoch sollte eine Tagung des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) zum Thema Islamfeindlichkeit stattfinden – in Kooperation mit einer Vereinigung, die den antisemitischen „Al-Quds-Tag“ in London mitorganisiert und große Stücke auf die libanesische Terrororganisation Hisbollah hält. Die Veranstaltung wurde schließlich jedoch abgesagt. Nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern weil die Sicherheit der Teilnehmer gefährdet gewesen sei, wie es heißt. Das wirft Fragen auf, zumal das ZfA nicht zum ersten Mal in der Kritik steht […]

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Stellt sich die iranische Bevölkerung hinter ihre Unterdrücker?

Sehr geehrter Herr Kramar,

Sie warnen in Ihrem Kurier-Leitartikel im Zusammenhang mit Donald Trumps Aussagen vor den Vereinten Nationen über das iranische Regime vor einem „Krieg, in dem es nur Verlierer gibt“. Ohne Zweifel hat Trump in seiner Rede harte Worte für die islamistische Diktatur in Teheran gefunden. Seine Bemerkung, die „iranischen Führer säen Chaos, Tod und Zerstörung“ und „respektieren weder Grenzen noch ihre Nachbarn“, mag im Rahmen des Spektakels namens UN-Generalversammlung zwar durchaus undiplomatisch sein, ist angesichts der iranischen Beteiligung an den Kriegen in Syrien, im Irak und im Jemen sowie der subversiven Aktivitäten des Regimes in praktisch der gesamten Region inhaltlich aber kaum zu bestreiten. Derartige Feststellungen hört man in einem Europa, das gerade im Begriff ist, in Konfrontation mit den USA zur offenen Kollaboration mit der iranischen Diktatur überzugehen, nicht gerne. Dass der US-Präsident laut „die Kriegstrommel“ [...]

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Terrorfinanzier der Hisbollah in Brasilien verhaftet

Von Stefan Frank

Assad Ahmad Barakat, der als einer der weltweit wichtigsten Geldbeschaffer der libanesischen Hisbollah gilt, ist von der brasilianischen Polizei verhaftet worden. Das melden brasilianische Zeitungen und die britische BBC. Die Festnahme erfolgte demnach am Freitag in den frühen Morgenstunden in der Großstadt Foz do Iguaçu (allgemein Foz genannt), die an der Grenze zu Paraguay liegt. Die Region rund um das Dreiländereck, wo Brasilien, Argentinien und Paraguay aneinander grenzen (Tri-border area, TBA) gilt seit langem als Hochburg der Hisbollah und Zentrum ihrer […]

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Libanon: Straße nach Terroristenführer benannt

Von Stefan Frank

Die Umbenennung einer Straße nach Mustafa Badreddine, dem 2016 in Syrien getöteten Hisbollah-Kommandanten, den das UN-Sondertribunal für den Libanon für den Drahtzieher bei dem Mord an Ministerpräsident Rafiq Hariri hält, sorgt im Libanon für Streit. Die von der Hisbollah regierte Kommune Ghobeiry – ein gleich hinter der südlichen Stadtgrenze beginnender Vorort Beiruts und Hochburg der schiitischen Terrorgruppe – hatte die […]

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