Mena-Exklusiv

Geschichten von Flucht, Leid und Sterben

Von Thomas von der Osten-Sacken

Vor kurzem meldete die UN, die Zahl der weltweit registrierten Flüchtlinge habe die 70-Millionen-Grenze überschritten. Damit verhält es sich bei den jährlich vorgelegten Zahlen, ein wenig so wie mit den globalen Temperaturen: Jahr für Jahr werden neue Rekorde gemeldet, ohne dass irgend etwas nachhaltig geschieht. Zugleich wird es immer schwieriger für Menschen auf der Flucht, irgendwo einen Ort zu finden, an dem sie zumindest vor Verfolgung, Deportation und Misshandlung sicher sind und ihre […]

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Wie deutsche Banken und Unternehmen am Jemenkrieg verdienen

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die jüngsten Zahlen aus dem Jemen: „Rund 360.000 Kinder im Jemen leiden unter schwerer akuter Unterernährung, und UN-Hilfschef Mark Lowcock sagte letzte Woche vor dem Sicherheitsrat, dass das ‚Gespenst der Hungersnot‘ immer noch droht, samt einem Wiederaufleben der tödlichen Cholera, an der allein in diesem Jahr 300.000 Jemeniten erkrankt sind.“ Diese Kinder, leider ist es so einfach, hungern und sterben, weil in ihrem Land seit Jahren ein brutaler Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und den arabischen Golfstaaten ausgefochten wird. Ohne äußere Unterstützung könnten sich […]

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Was die US-Geheimdienste über den Iran zu sagen haben

Von Florian Markl

Die US-Geheimdienste, so berichteten etliche deutschsprachige Medien in den vergangenen Tagen, widersprechen in ihrer Einschätzung internationaler Bedrohungen in vielen Punkten dem amerikanischen Präsidenten. Sie glaubten etwa nicht, dass „Nordkorea seine Atomwaffen aufgibt, außerdem sehen sie derzeit keine konkreten Indizien für die Entwicklung einer iranischen Atombombe“. Präsident Trump gehe im Gegensatz dazu davon aus, „dass Teheran weiter nach Atomwaffen strebe“. Warum das ein Widerspruch sein soll, bleibt ein Rätsel: Dass das iranische Regime aktuell nicht direkt an der Bombe bastelt, bedeutet keineswegs, dass es dem Wunsch nach Atomwaffen nicht weiter anhängt. Bemerkenswert ist vor allem aber, dass die US-Geheimdienste noch einiges mehr über die Aktivitäten des iranischen Regimes zu sagen hatten – doch dafür scheint sich kaum jemand zu interessieren [...]

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Der Jemen ist ein Land der Geister – Eindrücke aus dem belagerten Taiz

Gastbeitrag von Philipp Thiée

Der mit eindrücklichste Buchtitel des polnischen Journalisten und Autors Ryszard Kapuścińskis lautet: „Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies“. Genau so habe ich den Jemen erlebt, als ich vor circa 12 Jahren dort einen Freund besuchte, der in der jemenitischen Stadt Taiz arbeitete. Man kann sich kaum ein Land vorstellen, das weiter von Europa entfernt ist, als der mit einer traumhaften Architektur und einer von Schönheit geprägten Landschaft beglückte Jemen. Mehr noch als der dort dominante Islam, der die meisten Jeminitinnen hinter Burkas verschwinden lässt, ist der allgegenwärtige und den Alltag umfassend strukturierende Konsum des Rauschmittels Qat, etwas für hiesige Verhältnisse in seiner Bedeutung völlig Unverständliches. Der inzwischen getötete Präsident Ali Abdullah Saleh, der das Land Jahrzehnte nicht beherrschen konnte und doch als Herrscher überlebte, wurde wohl nur von den mächtigen Stämmen davon abgehalten, ein […]

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Hunger im Jemen: Keine brüderliche Hand

Von Thomas von der Osten-Sacken

Als der französische Schriftsteller Albert Camus zum ersten Mal in Algerien die abgelegene Kabylei bereiste, eine Region, in der Elend und Armut herrschten, schrieb er, entsetzt über das Schicksal der dort lebenden Berber in einem Artikel für die Zeitung Alger Républicain: „Liebe kann hier genauso wenig ausrichten wie Almosen oder gutgemeinte Worte. Hier geht es um Brot, Weizen, Hilfe, eine brüderliche Hand, die man reichen muss. Der Rest ist Literatur.“ Liest man dieser Tage, dass im Jemen eine von Menschen gemachte Hungersnot droht – die vermutlich schlimmste und umfassendste der letzten einhundert Jahre, wie jetzt erneut […]

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Stellt sich die iranische Bevölkerung hinter ihre Unterdrücker?

Sehr geehrter Herr Kramar,

Sie warnen in Ihrem Kurier-Leitartikel im Zusammenhang mit Donald Trumps Aussagen vor den Vereinten Nationen über das iranische Regime vor einem „Krieg, in dem es nur Verlierer gibt“. Ohne Zweifel hat Trump in seiner Rede harte Worte für die islamistische Diktatur in Teheran gefunden. Seine Bemerkung, die „iranischen Führer säen Chaos, Tod und Zerstörung“ und „respektieren weder Grenzen noch ihre Nachbarn“, mag im Rahmen des Spektakels namens UN-Generalversammlung zwar durchaus undiplomatisch sein, ist angesichts der iranischen Beteiligung an den Kriegen in Syrien, im Irak und im Jemen sowie der subversiven Aktivitäten des Regimes in praktisch der gesamten Region inhaltlich aber kaum zu bestreiten. Derartige Feststellungen hört man in einem Europa, das gerade im Begriff ist, in Konfrontation mit den USA zur offenen Kollaboration mit der iranischen Diktatur überzugehen, nicht gerne. Dass der US-Präsident laut „die Kriegstrommel“ [...]

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Jemenkrieg: Iran liefert Houthis Raketen für Angriffe auf Saudi-Arabien

Von Stefan Frank

Saudi-Arabien wurde in diesem Jahr mehrfach mit iranischen Raketen angegriffen. Das ist das Ergebnis eines geheimen UN-Berichts, von dem die Nachrichtenagentur Reuters Kenntnis erlangt hat. Es handelt sich um einen Bericht des vom UN-Sicherheitsrat eingesetzten Komitees zur Überwachung der Iran-Sanktionen, den dieses am 24. November dem Sicherheitsrat vorgelegt hat. Demnach wurden die Überreste von vier ballistischen Raketen untersucht, die die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf Saudi-Arabien abgefeuert haben. Diese Raketen seien vom Iran entwickelt und hergestellt worden, so der Bericht […]

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Jemenkrieg: Houthi-Angriff auf Atomreaktor wegen Seitenwechsel Salehs?

Unlängst schrieb Thomas von der Osten Sacken in einem Portrait über den ehemaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, dass dieser in den vergangenen Jahrzehnten – je nach politischer Lage – schon oft die Seiten gewechselt hat. „So würde es wohl auch niemanden wundern“, so Osten-Sacken weiter, „wenn Saleh einmal mehr plant, die Seiten zu wechseln. Hauptsache er und seine Familie überleben und verlieren nicht ihr zusammengeraubtes Vermögen.“ Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen nun […]

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Sinnbild des Scheiterns: Jemens Ex-Präsident Saleh

Von Thomas von der Osten-Sacken

Im Jemen droht zehntausenden Kindern der Hungertod, bald werden mehr als eine Million Menschen an Cholera erkrankt sein, das Armenhaus der arabischen Welt, wie das Land schon vor Jahren hieß, ist längst zum failed state geworden, in dem der Iran und Saudi Arabien einen langen, extrem brutalen und hässlichen Stellvertreterkrieg austragen, der eigentlich niemanden groß interessiert. Die Jemeniten leiden und sterben ohne dass die so genannte Weltöffentlichkeit groß Notiz nimmt. Vielleicht liegt dieses Desinteresse auch daran, dass […]

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