Mena-Exklusiv

Was dem Chefkorrespondenten des Deutschlandradios schlagartig klar zu werden schien

Von Stefan Frank.

Man stelle sich vor, Deutschlandradio würde über homosexuellenfeindliche Äußerungen oder über rassistische Diskriminierung von Schwarzen berichten – und würde denjenigen, die Homophobie und Rassismus kritisieren, vorwerfen, „die Diskursräume wirklich eng“ zu machen, also die Meinungsfreiheit einzuschränken. Etwas Vergleichbares tut der Chefkorrespondent des Deutschlandradios im Hauptstadtstudio Berlin und frühere Chefredakteur des Deutschlandfunks, Stephan Detjen. Am 14. Juni schrieb er auf Twitter […]

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Tanker-Angriffe: Wie sieht denn Europas Plan aus?

Von Florian Markl

[...] Jetzt rächt sich die zentrale Schwäche des Atomdeals: Indem die Infrastruktur des Atomprogramms im Wesentlichen unangetastet geblieben ist und die von ihm ausgehende Gefahr praktisch institutionalisiert statt beseitigt wurde, haben sich die Europäer erpressbar gemacht. Das iranische Regime kann jederzeit mit der Wiederaufnahme von vorübergehend stillgestellten Teilen seines Atomprogramms drohen. Und solange die Europäer sich nicht aus der zum Großteil selbst verschuldeten Zwickmühle befreien, haben sie kaum eine andere Wahl, als das bereits bisher erfolglose Appeasement gegenüber der islamistischen Diktatur noch weiter zu verstärken. Im Interesse eines zahnlosen Abkommens, das die iranische Bombe im besten Fall ein paar Jahre hinauszögert, haben sie den iranischen Hegemonialbestrebungen im Nahen Osten nichts entgegenzusetzen. Dieses Desaster betrachten viele von ihnen als den größten diplomatischen Erfolg der europäischen Außenpolitik – und machen sich damit nicht zuletzt aus Sicht des iranischen Regimes nachhaltig lächerlich, das genau weiß, was es an Heiko Maas, Federica Mogherini und Konsorten hat.

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Antisemitismus: US-Senat schafft, woran Abgeordnetenhaus scheiterte

Von Stefan Frank.

Als Reaktion auf antisemitische Äußerungen der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar hat der amerikanische Senat Donnerstag letzter Woche einstimmig für eine Resolution gestimmt, in der er Antisemitismus verurteilt. Omar hatte im Februar suggeriert, der amerikanische Kongress sei deshalb israelfreundlich, weil die Pro-Israel-Organisation AIPAC die Abgeordneten dafür bezahlen würde (dies war nicht ihre erste antisemitische Rede und auch nicht die letzte). Im März waren die Bemühungen von Abgeordneten des Repräsentantenhauses, dort eine gleichartige Resolution zu verabschieden, an der Mehrheit der Demokraten gescheitert. Stattdessen stimmte das […]

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Ein Regenbogen über ganz Tel Aviv

Von Lisa Vavra

In Tel Aviv, der LGBTQ-freundlichsten Stadt der Welt, fand vergangenen Freitag die Gay-Pride Parade statt. Diese gehört zu den weltweit größten Regenbogenparaden der Welt und ist die meistbesuchte im Nahen und Mittleren Osten. Während in den umliegenden Ländern Menschen aufgrund ihrer sexuellen Einstellung verfolgt und vertrieben werden, feiern etwa 250.000 Personen in Tel Aviv ein Fest der freien Liebe und der Toleranz. „Es geht nur um Akzeptanz“, so Tomer Versace, eine der […]

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Mena-Exklusiv

Haben die USA den Irak aufgerüstet?

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

in der heutigen Kurier-Ausgabe ist über die US-iranischen Beziehungen zu lesen: „Als aber 1979 der Schah gestürzt wird und Ayatollah Khomeini einen islamischen Gottesstaat errichtet, beginnen die USA, den Irak und seinen Diktator Saddam Hussein aufzurüsten. Der beginnt im September 1980 einen Angriffskrieg gegen den Iran.“ Diese Darstellung der zeitlichen Abfolge ist schlicht falsch. Tatsächlich bestanden zwischen dem Irak und den USA seit dem Sechstagekrieg von 1967 nicht einmal diplomatische Beziehungen und das irakische Regime wurde den von USA als staatlicher Unterstützer des Terrorismus klassifiziert. Die irakischen Streitkräfte orientierten sich am sowjetischen Vorbild, ihr Kriegsgerät war hauptsächlich sowjetischer Herkunft und die Waffenlieferungen aus der Sowjetunion wurden nach dem Angriff auf den Iran noch einmal massiv [...]

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Irans Revolutionsgarden: Terroristen zur See

Von Stefan Frank

Im Golf von Oman in der Nähe der iranischen Küste herrscht Krieg. Es ist eben jener Krieg, mit dem das iranische Regime seit vielen Jahren gedroht hat – woran sich viele im Westen offenbar nicht erinnern wollen. Nachdem es bereits im Mai drei Angriffe auf Öltanker gegeben hatte, wurden am Donnerstag erneut zwei Schiffe angegriffen, darunter eines einer Hamburger Reederei. Am selben Tag griffen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen einen zivilen Flughafen in Saudi-Arabien an, es gab mindestens 26 Verletzte. Eine koordinierte Offensive? Noch am selben […]

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Iranerin muss sich entschuldigen – weil Fahrer sie aus seinem Taxi warf

Von Stefan Frank.

Im Iran warf ein Taxifahrer einen weiblichen Fahrgast mitten auf der Strecke aus seinem Fahrzeug, weil er der Meinung war, dass die Frau ihr Kopftuch nicht auf vorgeschriebene Weise trage. Die Frau machte den Vorfall öffentlich – am Ende war sie diejenige, die sich entschuldigen musste. Das berichtet die britische BBC. Dem Bericht zufolge machte die Frau ein Foto des Fahrers und postete es am 6. Juni auf Twitter, zusammen mit dem Kommentar: „Dies ist der Fahrer, der mich mitten auf der Stadtautobahn [in Teheran] rausgeworfen hat.“ Daraufhin entschuldigte sich das […]

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Antisemitische Predigt im Islamischen Zentrum Kaiserslautern

Von Stefan Frank

Das Islamische Zentrum Kaiserslautern (IZK) hat zugegeben, dass sein Imam Said Abu Hafs eine Predigt gehalten hat, in der er behauptete, die Juden seien „verliebt in Gold“, „arrogant“, „versklavten andere Menschen“ und seien bestrebt, „Zwietracht unter Muslimen“ zu säen. Über die offenbar in den Räumlichkeiten des IZK auf Arabisch gehaltene Predigt hatte die Organisation MEMRI, die Medien der arabischen Welt beobachtet, dokumentiert und übersetzt, am 29. Mai berichtet. Laut MEMRI war das Video der Predigt […]

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Der größte und beste Nahost-Friedensplan des Jahrhunderts

Von Thomas Eppinger

Der „Deal des Jahrhunderts“ soll der Nahost-Friedensplan von Donald Trump werden. Und wer weiß, vielleicht bringt er ja tatsächlich ein bisschen Schwung in das versteinerte Ritual endloser Verhandlungen, die in der Vergangenheit letztlich alle daran scheiterten, dass die Palästinensische Führung weder willens noch fähig war, Kompromisse zu schließen […]

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Mena-Exklusiv

Wieder so ein „automatischer“ Vorwurf, der nicht erhoben wurde

Sehr geehrte Presse-Redaktion,

in seinem Blick in politische Fachzeitschriften geht Burkhard Bischof auf die Europäische Rundschau ein, die sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Antisemitismus in Europa beschäftigt. Bischof zufolge vertrete der Antisemitismusforscher Samuel Salzborn darin „grob vereinfacht interpretiert“ die These, „dass jedweder Kritiker Israels gleichsam automatisch ein Antisemit sei“. Sieht man sich an, was Salzborn in seinem Beitrag mit dem Titel „Antiisraelischer Antisemitismus“ tatsächlich geschrieben hat, kann man sich über diese Behauptung nur wundern. Denn gestützt auf einen weithin bekannten Definitionsversuch der Europäischen Union beschreibt Salzborn zuerst die zentralen Merkmale, die den gegen den jüdischen Staat gerichteten Antisemitismus von Kritik an Israel unterscheiden [...]

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