Mena-Exklusiv

Wie die Terrororganisation Hisbollah jetzt von Obamas Politik profitiert

Von Stefan Frank

Die Hisbollah wirbt im Süden Syriens ehemals von den Vereinigten Staaten ausgebildete und finanzierte Rebellen an. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf „Aktivisten“ und einen nicht namentlich genannten „ehemaligen Rebellenkommandanten“, der die Rekrutierungen in Dörfern in Südsyrien beobachte. Unter den Rebellen, deren finanzielle Unterstützung Washington letztes Jahr eingestellt hat, habe die vom Iran unterstützte Miliz demnach bis zu 2.000 Kämpfer rekrutiert. Syriens Diktator Baschar al-Assad ist abhängig von der Schiitenmiliz, die für ihn […]

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Syrien: Angst und Terror in Aleppo

Von Thomas von der Osten-Sacken

Was eigentlich geschieht in jenen Gebieten Syriens, die einst unter Kontrolle von Rebellen standen und inzwischen vom Regime und seinen Verbündeten, Russen und Iraner, „befreit“ wurden, wie es im offiziellen Jargon heißt? Kehren dort Frieden und Stabilität ein, beruhigt und entwickelt sich die Lage so, dass bald Millionen von Flüchtlingen zurück kehren können, wie es europäische Regierungen wohl ebenso hoffen wie die der Nachbarländer? Kaum übernimmt das Regime eine Region versiegen jedenfalls die Nachrichten. Hörte man zuvor noch täglich aus Orten wie Duma, De’ra oder Aleppo, so liest man über sie inzwischen nur noch selten etwas. Das liegt vor allem an der strikten Zensur des Regimes, wohl aber auch am allgemeinen Desinteresse am Schicksal der Menschen [...]

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Der IS und Assad: Von der Illusion einer internationalen Gemeinschaft

Von Thomas von der Osten-Sacken

Sie gehört zum Mantra politischer Sonntagsreden nach einem weiteren Massaker: die Forderung, dass nie wieder geschehen dürfe, was geschehen sei. Und dann geschieht es doch wieder, und es folgt die nächste Sonntagsrede. Es war so nach Ruanda, Darfur und nach dem Völkermord an den Jesiden im Jahr 2014. Immerhin wurde Nadia Murad nun mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und für ein paar Tage liest man wieder vermehrt über die Verbrechen des Islamischen Staates an den Jesiden, vor allem aber an Jesidinnen, die in die Sexsklaverei verschleppt wurden. Noch immer sind unzählige von ihnen nicht zurückgekehrt und […]

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Stellt sich die iranische Bevölkerung hinter ihre Unterdrücker?

Sehr geehrter Herr Kramar,

Sie warnen in Ihrem Kurier-Leitartikel im Zusammenhang mit Donald Trumps Aussagen vor den Vereinten Nationen über das iranische Regime vor einem „Krieg, in dem es nur Verlierer gibt“. Ohne Zweifel hat Trump in seiner Rede harte Worte für die islamistische Diktatur in Teheran gefunden. Seine Bemerkung, die „iranischen Führer säen Chaos, Tod und Zerstörung“ und „respektieren weder Grenzen noch ihre Nachbarn“, mag im Rahmen des Spektakels namens UN-Generalversammlung zwar durchaus undiplomatisch sein, ist angesichts der iranischen Beteiligung an den Kriegen in Syrien, im Irak und im Jemen sowie der subversiven Aktivitäten des Regimes in praktisch der gesamten Region inhaltlich aber kaum zu bestreiten. Derartige Feststellungen hört man in einem Europa, das gerade im Begriff ist, in Konfrontation mit den USA zur offenen Kollaboration mit der iranischen Diktatur überzugehen, nicht gerne. Dass der US-Präsident laut „die Kriegstrommel“ [...]

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Abschuss in Syrien: Es gibt kein „Verstecken hinter einem Flugzeug“

Der ehemalige israelische Luftwaffengeneral Amos Yadlin wies ebenfalls via Twitter darauf hin, dass die „weitreichende Inkompetenz und Rücksichtslosigkeit“ der syrischen Luftabwehr bei der Unterscheidung von Freund und Feind auch leicht zum Abschuss eines zivilen Flugzeugs hätte führen können. Darüber hinaus gebe so etwas wie ein „Verstecken hinter einem Flugzeug“nicht, wie das russische Verteidigungsministerium dies den israelischen Jets vorgeworfen habe. „Diese unprofessionelle russische Behauptung ist falsch.“

Angesichts dieser doch deutlich über eine bloß abstrakte Zurückweisung hinausgehenden israelischen Reaktionen auf die russischen Vorwürfe ist umso erstaunlicher, dass in Ihrem Bericht auf dem Weg vom Text in die Überschrift irgendwie der Konjunktiv verlorengegangen ist, der die indirekte Wiedergabe der russischen Behauptungen markiert. Denn im Untertitel ist zu lesen: „Israelische Jets hatten ein russisches Flugzeug als ‚Sichtschutz‘ benützt“ [Hrvg. von mir] [...]

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Warten auf die Katastrophe in Idlib – eine Presseschau

Von Thomas von der Osten-Sacken.

Die kommende Offensive syrischer, russischer und iranischer Truppen in Idlib ist eine Katastrophe mit Ansage. Seit Monaten wird sie vorbereitet und nach Aleppo, Ghouta und Dera weiß auch jeder der Beteiligten, egal ob Angreifer, Verteidiger oder die Millionen betroffener Zivilisten, was sie erwartet. Entsprechend umfassend wird im Vorfeld berichtet, analysiert und kritisiert. So schreibt [...]

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Die Verschwundenen des Assad-Regimes

Von Thomas von der Osten-Sacken

Systematisches Verschwindenlassen gehört seit Jahrzehnten zu den besonders brutalen Formen von Repression in arabischen Staaten. Bis heute etwa wissen unzählige Familien im Irak noch immer nicht, was mit ihren Verwandten, Ehepartnern oder Freunden in den 80er Jahren geschehen ist. (…) Auch in Syrien „verschwanden“ nach Ausbruch der Massenproteste unzählige Menschen, die Schätzungen reichen von […]

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