Mena-Exklusiv

Wie Deutschland Judenmörder finanziert

Von Thomas Eppinger

Am Tag davor hatte Shira noch um ihr Leben gekämpft. Zusammen mit ihrem Mann Amichai Ish-Ran stand die 21-Jährige vergangenen Sonntag an einer Bushaltestelle in Ofra, einer kleinen Siedlung in Judäa und Samaria, das man meistens Westjordanland nennt, als Palästinenser in einem weißen Auto vorbeifuhren und auf die Wartenden feuerten. Im Kugelhagel wurden sieben Menschen verletzt, am schwersten die in der 30. Woche schwangere Shira. (…) Die Attentäter konnten entkommen. Wenn sie gefasst werden, haben sie und ihre Familien finanziell ausgesorgt […]

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Ist Terror keiner, wenn er „Siedler“ trifft?

Von Tina Adcock

Die internationalen Medien dagegen sparten in ihren Beiträgen nicht an Relativierungen des Angriffs. So berichtete CNN von einer Frau, die in einer „Attacke in der Westbank“ kritisch verwundet wurde und hob in dem Artikel immer wieder hervor, dass das Attentat in der Nähe einer Siedlung stattfand – als würde es sich nicht um einen Terroranschlag handeln, sondern lediglich um ein tragisches Ereignis, an dem die „Siedler“ auch noch ihren eigenen Anteil an Schuld tragen würden. Unter der Rubrik […]

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Zwei Meinungsumfragen und das palästinensische „Rückkehrrecht“

Von Thomas von der Osten-Sacken

Umso überraschender zeigten sich Analysten wie etwa David Pollock vom Washington Institute for Near East Policy über einige der Ergebnisse zweier erst jüngst getätigter Umfragen. Denen zufolge würden nämlich sogar eine Merheit der Bewohner des Gazastreifens und fast die Hälfte in der Westbank eine Forderung nach „Rückkehr“ der Flüchtlinge fallen lassen, sollte es im Gegenzug einen palästinensischen Staat geben. Das so genannte Rückkehrrecht sieht urspünglich vor, dass […]

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CNN entlässt Universitätsprofessor wegen Antisemitismus

von Tina Adcock

Marc Lamont Hill wurde vom Ebony Magazine als einer der 100 einflussreichsten farbigen Amerikaner ausgezeichnet. Er erhielt seinen Doktortitel, mit Auszeichnung, von der University of Pennsylvania und sein Forschungsfokus liegt auf der wechselseitigen Einflussnahme auf Kultur, Politik und Bildung zwischen der USA und dem Nahen Osten. Hill ist auch Autor zahlreicher preisgekrönter Bücher, Professor für Medien, Städte und Entwicklung an der renommierten Temple Universität in Philadelphia – und er war ein politischer Berichterstatter sowie Kommentator bei CNN. War? Richtig, denn […]

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Gaza: 6 Palästinenser wegen „Kollaboration mit Israel“ zum Tod verurteilt

Von Tina Adcock

Einer dieser Verstöße, der ebenfalls eine Verletzung der Charta der Hamas darstellt, ist die „Zusammenarbeit mit dem Feind“. Aus diesem Grund verhängte ein Gericht in Gaza am Montag die Todesstrafe über sechs Palästinenser (fünf Männer und eine Frau). Drei der Verurteilten sollen jeweils erhängt und drei andere erschossen werden. Auch der Zeitpunkt der Vollstreckung des Urteils ist noch unklar. Die Verurteilten sollen zwischen 26 und 55 Jahre alt sein. Was sie genau getan haben und ob sie eventuell bei der kürzlich gescheiterten Geheimoperation der israelischen Armee in Gaza geholfen haben sollen – darüber wollte […]

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Bergisch Gladbach: Rausschmiss wegen Kritik an Antisemitismus

Von Alex Feuerherdt

In Bergisch Gladbach hat der Bürgermeister die Zusammenarbeit mit dem Verein aufgekündigt, der jahrelang die Beziehungen zur israelischen Partnerstadt Ganey Tikva gepflegt hat. Sein Vorwurf: Der Verein spüre „inquisitorisch“ dem Antisemitismus nach und sei zu Unrecht auf Konfrontation mit dem örtlichen Verein gegangen, der für die Partnerschaft mit Beit Jala im Westjordanland zuständig ist. Zu den Hintergründen einer Geschichte, die weit mehr ist als eine Posse in der Nähe von […]

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Ist Israels Sicherheit noch deutsche Staatsräson?

Von Thomas Eppinger

Henryk M. Broder hat einmal gesagt, ein Antisemit sei, wer die Juden noch weniger mag als es allgemein üblich ist. Im übertragenen Sinn passt dieses Bild auch auf die Intervention der Kanzlerin. Nicht nur missachtet sie damit die Souveränität anderer EU-Länder in der Entscheidung über den Sitz ihrer Botschaft. Sie delegitimiert damit auch den israelischen Staat, indem sie ihm das Recht abspricht, wie jeder andere Staat der Welt über seine Hauptstadt selbst zu bestimmen. Ein Recht übrigens, das Deutschland nach seiner Wiedervereinigung selbstverständlich für sich in Anspruch genommen hat, und das […]

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Was die niederländische Regierung für förderungswürdig hält

Von Cnaan Liphshiz

Ein amtliches Dokument über die Förderung der israelischen Nichtregierungsorganisation Breaking The Silence beinhaltet das Ziel, jüdische Gemeinden rund um den Globus dazu zu drängen, ihren „Widerstand gegen die Besatzung zu äußern“. (…) Chris Bakker, ein Sprecher von Ministerin Kaag, weigerte sich, Fragen der Jewish Telegraphic Agency (JTA) zu dem Dokument zu beantworten, einschließlich der Frage, ob die darin spezifizierten Ziele die seines Ministeriums oder die der Gruppe Breaking The Silence wären. Ebenfalls am Dienstag berichtete […]

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Jahrestag des UN-Teilungsbeschlusses: Ein jüdischer und ein arabischer Staat

Rund 55 Prozent des Mandatsgebiets (exklusive des bereits abgetrennten Transjordaniens) waren für den jüdischen Staat vorgesehen: das östliche Galiläa (mit dem Hule-Tal und dem See Genezareth), der Großteil der Negev-Wüste (mit Ausnahme von Beer Scheva) und das Küstengebiet nördlich von Aschdod bis nach Haifa. Der jüdische Staat hätte zwar mehr als die Hälfte des Landes umfassen sollen, doch beinhaltete dieses Gebiet die zum großen Teil unfruchtbare Negev-Wüste. [...] Im Hinblick auf die Bevölkerung der beiden Staaten ergab sich ein deutliches Ungleichgewicht: Der jüdische Staat war so begrenzt, dass er zwar den überwiegenden Teil der Juden im Land inkludiert hätte, doch stellten sie selbst in diesem Gebiet nur eine kleine Mehrheit über die arabischen Bewohner dar. Im vorgesehenen arabischen Staat hätte dagegen nur eine verschwindend kleine jüdische Minderheit gelebt.

Der vorgeschlagene Teilungsplan hätte bedeutet, dass den rund 11,5 Millionen Quadratkilometern der arabischen Welt knapp 16.000 Quadratkilometer eines jüdischen Staates gegenübergestanden wären. Von den geschätzten 50 bis 60 Millionen Arabern des Nahen Ostens hätten rund 350.000, also nicht einmal ein Prozent, als Minderheit mit gesicherten Minderheitenrechten in diesem Staat leben müssen.

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Warum es richtig ist, auch greise NS-Mörder vor Gericht zu stellen

Von Tina Adcock

Ein aus Rechtsgründen nur als Hans H. bekannter, heute 95-Jähriger, der in einer SS-Einheit in Mauthausen, dem größten Konzentrationslager in Österreich diente, steht nun unter Anklage wegen Beihilfe zum Mord in 36.000 Fällen. (…) AMCHA, eine israelische Organisation mit einem Ableger in Deutschland, die sich um Überlebende der Shoah kümmert, kommentiert die Ereignisse auf Facebook mit folgendem Wortlaut: „Wir werden immer wieder gefragt, ob es noch Überlebende der Shoah gäbe. Ja, die gibt es – und auch wenn es späte Gerechtigkeit ist: Die Anklage gegen ebenfalls […]

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