Mena-Exklusiv

Jürgen Todenhöfer: ein neuer Kara Ben Nemsi

Von Oliver M. Piecha

Jürgen Todenhöfer hat eine Mission: Er will Frieden schaffen. Die blutigen Kriege des Westens sollen nach 500 Jahren endlich aufhören. Dafür muss er die Wahrheit verkünden, dass Krieg nämlich Kinder tötet und keineswegs ideellen Motiven entspringt. Alles andere ist bloß die Heuchelei des Westens, deshalb heißt sein neuester Bestseller auch „Die große Heuchelei“. Außerdem müsse man mit allen reden, um die Kriege endlich zu beenden, vor allem mit Terroristen und Diktatoren. Auch das gehört zu seiner Mission. Deshalb muss er fortwährend […]

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Österreichs größte Tageszeitung und das blutige Endspiel in Syrien

Von Florian Markl

In einer ausführlichen Reportage beschrieb die New York Times am Sonntag einen besonders grausamen Bestandteil des „rücksichtslosen Krieges“, den das syrische Regime in den vergangenen acht Jahren gegen die eigene Bevölkerung geführt hat: Hunderttausende Syrer wurden in Gefängnissen und anderen Einrichtungen systematisch gefoltert, fast 14.000 im Zuge dessen getötet, von rund 128.000 fehlt bis heute jede Spur. Verteidiger Assads haben für das Schicksal dieser Menschen bestenfalls Krokodilstränen übrig – sie propagieren weiter das Skript des Regimes, demzufolge in Syrien bloß ein Kampf gegen islamistischen Terror geführt werde. [...]

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Neue Videobotschaft von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi

Von Thomas von der Osten-Sacken

In all den Jahren konnten sie Abu Bakr al-Baghdadi nicht aufspüren? Am Ende lebt er gar irgendwo ganz ruhig wie es Osama bin Laden in Pakistan tat, bevor endlich die Navy Seals sein Anwesen stürmten? So also sieht das verkündete Ende des IS aus? Dass der Anführer der bislang brutalsten und barbarischsten Jihadistentruppe entkommen konnte und nun im Guerilla-Outfit zu neuen Morden aufruft? Eine kleine Hoffnung bleibt: Dass ihm dieser Auftritt zum Verhängnis wird, dass irgendein Mitarbeiter einer der […]

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Free Gaza from Hamas! Und dann?

Von Thomas Eppinger

Viele sehen in den palästinensischen Protesten gegen die Hamas bereits Vorboten eines „Arabischen Frühlings“ im Gaza-Streifen. Doch dieser Frühling könnte auch in einen tiefen Winter umschlagen. Ein freies Herz schlägt für immer für die geschundene Bevölkerung, die sich gegen ihre Unterdrücker erhebt. Und gegen eine islamo-faschistische Terrororganisation, die ihre Existenzberechtigung einzig aus dem Willen zur Vernichtung Israels bezieht, schlägt meines besonders laut. „Wir wollen leben“ (arabisch bidna naish) nennt sich die Jugendbewegung, die […]

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Der IS hat einen erfolgreichen Genozid an den Jesiden begangen

Ein Gespräch mit Suzn Fahmi vom Jinda Center in Dohuk

Das Kalifat des Islamischen Staates (IS) ist so gut wie besiegt. Aber noch immer werden Tausende von Jesiden vermisst. Suzn Fahmi arbeitet als Projetkoordinatorin für das Jinda-Center in Dohuk und betreut seit über drei Jahren jesidische Mädchen, die vom IS in die Sexsklaverei entführt wurden. Mit ihr sprach Thomas von der Osten-Sacken in Dohuk. Zuletzt interviewte er sie für Mena Watch im Dezember 2017 […]

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Das Erbe des Islamischen Staates

Von Thomas von der Osten-Sacken

[...] An der Front spielen sich unvorstellbare Szenen ab. Befreit wurde etwa eine Gruppe von jesidischen Kindern, die sich seit mittlerweile viereinhalb Jahren in den Klauen der Organisation befunden haben. Neben Tausenden von Mädchen und Frauen, von denen unzählige bislang noch nicht zurückgekehrt sind, verschleppte der IS gezielt jesidische Kinder und unterzog sie einer Gehirnwäsche mit dem Ziel, aus ihnen Muslime zu machen. Einige wurden sogar als Selbstmordattentäter missbraucht. Viele mussten mit ansehen, wie ihre Eltern misshandelt und ermordet wurden. In einem kurzen Video fragt eines dieser Kinder, ob seiner Heimat Shingal auch nichts geschehen sei. Offenbar weiß es bislang nicht, dass sich dort, wo es einst gewohnt hat, heute eine fast unbewohnbare Ruinenlandschaft befindet und Hunderttausende Jesiden weiterhin in Flüchtlingslagern im kurdischen Nordirak leben müssen [...]

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Bequeme Erzählungen: Die USA und Syrien

Karl-Peter Schwarz begrüßt in seiner Kolumne ein „neues Kapitel in der amerikanischen Nahost-Politik“. Mit dem US-Abzug aus Syrien werde die Konsequenz aus einer gescheiterten Politik militärischer Interventionen in der Region gezogen – die allerdings gar nicht so stattgefunden hat, wie Schwarz sie darstellt. (...) Eine konsequent auf Regimewechsel in Syrien setzende Politik der Vereinigten Staaten konnte schon allein deshalb nicht scheitern, weil sie nie betrieben wurde. Auch nachdem die USA zusammen mit ihren Alliierten schließlich doch selbst militärisch intervenierten, taten sie das nur gegen den Islamischen Staat und waren ausdrücklich darum bemüht, nicht gegen das syrische Regime vorzugehen. Es war nicht „erst Trump“, der sich von der Idee verabschiedet habe, die USA müssten „weltweit die Demokratie exportieren“ – von dieser Vorstellung war schon Präsident Obama weit entfernt [...]

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„Die Dimension der Zerstörung durch den IS wird nicht verstanden“

Ein Interview mit Salam Omer, dem Chefredakteur des irakischen Online-Newsportals Kirkuk Now, das sich der Berichterstattung über die sogenannten „umstrittenen Gebiete“ verschrieben hat. Diese „Disputed territories“ umfassen einen Gebietsstreifen von der nordirakischen Stadt Mosul bis zur Erdölstadt Kirkuk. In der Zone leben Minderheiten, hier war ISIS aktiv, und die politische Zugehörigkeit ist ebenso umstritten, wie oft die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse vor Ort. Der Kernbereich der disputed territories wurde bis Oktober 2017 von kurdischen Sicherheitskräften kontrolliert, war aber […]

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Der Islamische Staat hat gewonnen

Von Thomas von der Osten-Sacken

Hunderttausende ezidischer Flüchtlinge, die 2014 dem Überfall des Islamischen Staates (IS) auf ihre Heimat, den Sinjar, entkommen konnten, warten in notdürftig versorgten Lagern auf den fünften Winter, den sie in Irakisch-Kurdistan verbringen müssen. An eine Rückkehr ist für sie nicht zu denken, die Grenzen nach Europa sind zu und längst ist ihr Schicksal in Vergessenheit geraten. Auch wenn der Sinjar vom IS befreit wurde, bleibt die Region zerstört und unbewohnbar. Zwar gibt es seitens westlicher Staaten und auch der irakischen Regierung vollmundige Erklärungen, man wolle für einen Wiederaufbau sorgen. Wie die […]

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