Mena-Exklusiv

Der IS und Assad: Von der Illusion einer internationalen Gemeinschaft

Von Thomas von der Osten-Sacken

Sie gehört zum Mantra politischer Sonntagsreden nach einem weiteren Massaker: die Forderung, dass nie wieder geschehen dürfe, was geschehen sei. Und dann geschieht es doch wieder, und es folgt die nächste Sonntagsrede. Es war so nach Ruanda, Darfur und nach dem Völkermord an den Jesiden im Jahr 2014. Immerhin wurde Nadia Murad nun mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und für ein paar Tage liest man wieder vermehrt über die Verbrechen des Islamischen Staates an den Jesiden, vor allem aber an Jesidinnen, die in die Sexsklaverei verschleppt wurden. Noch immer sind unzählige von ihnen nicht zurückgekehrt und […]

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Das Schicksal des Retters der wohl bekanntesten Ezidin in Deutschland

Von Thomas von der Osten-Sacken

Nadia Murad, eine der tausenden ezidischer Mädchen und Frauen, die 2014 im Irak vom Islamischen Staat in die Sexsklaverei verschleppt wurden, ist inzwischen weltberühmt. Sie konnte schon wenige Wochen nach ihrer Gefangennahme fliehen, anders als so viele andere Mädchen und Frauen, die noch jahrelang in IS-Gefangenschaft leben und leiden mussten. Murad konnte fliehen, weil ihr ein arabischer Bewohner Mosuls damals half. Sein Name: Omar Abdel Jabar. Jabar geriet später selbst in das […]

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Treffen Putin-Trump: Was von einem Syrien-Deal zu erwarten wäre

Von Thomas von der Osten-Sacken

Kurz vor dem Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten und seinem russischen Amtskollegen in Finnland, fragen sich Beobachter, ob es in Helsinki zum großen Syrien-Deal kommen wird und wenn, wie dieser aussähe. Werden die USA Syrien ganz den Russen überlassen und auch aus dem Nordosten des Landes abziehen, den sie noch zusammen mit der kurdischen PYD kontrollieren? Und wenn, zu welchen Konditionen? Eines scheint klar: Donald Trump hat einer längerfristigen Präsenz von US-Truppen in Syrien kein Interessen, wie schon sein Vorgänger Barack Obama hat er sich […]

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Verstößt die Anwesenheit der USA in Syrien gegen das Völkerrecht?

Von Florian Markl

Nur Putins Soldaten und die Schergen der Mullahs seien vom Massenmörderregime von Bashar al-Assad, Verzeihung: der ‚legitimen‘ Regierung Syriens, ins Land eingeladen worden; alle anderen, allen voran natürlich die Amerikaner, würden geltendes Völkerrecht brechen, indem sie die unumstößliche Souveränität Syriens verletzten. Doch unumstößlich ist im Völkerrecht, das nicht von der gleichen Qualität ist wie nationalstaatliche Rechtsordnungen, fast nichts, und so gibt es auch in dieser Frage durchaus Argumente dafür, dass die Anwesenheit ausländischer Soldaten in Syrien auch ohne die Erlaubnis der syrischen Regierung nicht so illegal ist, wie das ständig behauptet wird [...]

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Mitten in Europa ermordet, weil sie Juden waren

Von Thomas Eppinger

Mireille Knoll kannte ihren Mörder, seit dieser sieben Jahre alt war. Zwanzig Jahre waren sie Nachbarn, bevor der 27-jährige Maghrebiner auf sie einstach, vermutlich mit Hilfe eines zweiten Täters, immer und immer wieder, elfmal insgesamt, und sie danach anzündete. Sie war als herzensgute Seele in der Nachbarschaft bekannt und hatte ihren Mörder „wie einen Sohn behandelt“ (...) Eine Jüdin, die ihrer Ermordung im Holocaust als Kind durch Flucht entrinnen konnte, wurde erstochen und verbrannt, weil sie Jüdin war. Mitten in Frankreich [...]

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Grand Theft Zionist mit der Hizbollah

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die schiitische Jihadisten-Konkurrenz des IS von der Hizbollah ist nicht weniger modern und weiß ebenfalls, dass, wer heute erfolgreich im Islamisten-Business tätig sein will, Jugendliche da abholen muss, wo sie sitzen: An ihrem PC. Der Jihadismus und Islamismus lehnt ja keineswegs die meist westlichen Errungenschaften der Moderne ab ... solange sie natürlich dem heiligen Krieg nützlich sind und seinen Zielen dienen […]

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Abschiebungen nach Syrien: Eine Gespensterdebatte

Von Oliver M. Piecha

Die Meldung klang, so deutlich sollte man das ruhig sagen, bizarr: „Die Innenminister von CDU und CSU wollen einem Medienbericht zufolge von kommendem Sommer an wieder syrische Staatsbürger in ihre Heimat abschieben.“ Bayern und Sachsen hatten also bei der aktuellen bundesdeutschen Innenministerkonferenz einen Antrag eingebracht, der darauf zielte, Abschiebungen nach Syrien wiederaufzunehmen, „sobald es die Sicherheitslage im Land erlaubt“. Dazu soll die Situation in Syrien  neu bewertet werden, offensichtlich mit der Erwartung, dass einzelne Regionen des Landes sich als abschiebetauglich erweisen könnten. Die Meldung wurde in den folgenden Tagen von diversen CDU-Politikern der Bundesebene relativiert, der Kanzleramtsminister Altmaier wies in der Bild am Sonntag auf die schlichte Tatsache hin, dass Assad noch immer an der Macht sei. Auch Innenminister de Maizière distanzierte sich [...]

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„Für die Eziden ist dieser Krieg noch lange nicht vorbei“

Ein Gespräch mit Suzn Fahmi vom Jinda Center in Dohuk

Suzn Fahmi arbeitet als Projetkoordinatorin für das Jina-Center in Dohuk. Jinda betreut seit über zwei Jahren ezidische Mädchen, die vom Islamischen Staat (IS) in die Sexsklaverei entführt wurden. Im Jahr 2014 entführte der IS etwa 3500 Mädchen und Frauen in sein selbsterklärtes Kalifat, um sie dort systematisch zu missbrauchen. Im Sommer 2014 flohen über 350.000 Eziden aus dem Sinjar Gebirge in den kurdischen Nordirak. Bis heute leben die meisten von ihnen in Flüchtlingslagern. Das Interview führte Thomas v. der Osten-Sacken in Dohuk in Irakisch-Kurdistan […]

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Die USA stehen vor einem Scherbenhaufen im Nahen Osten

Von Thomas von der Osten-Sacken

Leider scheint man in Teheran dieser Tage die Lage wesentlich realistischer einzuschätzen als im Weißen Haus. Nach Jahren einer völlig verfehlten Iranpolitik stehen die USA in der Tat vor einem Scherbenhaufen. Der Sieg über den Islamischen Staat entpuppt sich als einer der Islamischen Republik, man steht einer […]

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