Mena-Exklusiv

Jamal Khashoggi: Ermordeter Islamist als Kämpfer für Recht und Freiheit?

Von Thomas Eppinger

Jamal Khashoggi, gefallen im Kampf für Recht und Freiheit? Wie so oft im Nahen Osten liegen die Dinge nicht so einfach wie sie scheinen. (…) Haaretz benennt im oben zitierten Artikel das Offensichtliche: Nichts rechtfertigt, wenn ein Journalist von dem Regime ermordet wird, das er kritisiert hat; dabei spielt es keine Rolle, welche Ansichten er vertreten hat. Es wäscht diese Ansichten aber auch nicht rein. Wer jetzt […]

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Irakisch-Kurdistan: Der Wahlkampf der Frauen

Von Thomas von der Osten-Sacken

Eine Woche vor Abhaltung der Parlamentswahlen für das irakisch-kurdische Parlament in Arbil sind die Straßen der Region förmlich gepflastert mit Wahlplakaten. Dabei spielen Gesichter eine weit größere Rolle als Programme oder Slogans. Auffällig ist dieses Jahr, wie sehr alle Parteien mit ihren weiblichen Kandidaten werben. In Kurdistan, wie im Restirak auch, wurde nach 2003 ein Quotensystem eingeführt. Inzwischen müssen […]

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Die nostra-culpa-Europäer: Der Westen ist an allem schuld

Von Florian Markl

[...] Die Haltung, die darin zum Ausdruck kommt, könnte man als die Ideologie der nostra-culpa-Europäer bezeichnen. Wenn sie auf den Nahen Osten blicken, vermögen sie immer nur das Agieren des bösen Westens zu erkennen. Die Geschichte des Verhältnisses zwischen dem Westen und der arabischen bzw. islamischen Welt beginnt ihrem Verständnis zufolge mit dem, was sie gewissermaßen als ‚Ursünde‘ des Westens betrachten: mit den christlichen Kreuzzügen. Von den arabisch-islamischen Eroberungsfeldzügen gegen die christliche Welt, die den Kreuzzügen vorangegangen waren, haben sie entweder noch nie etwas gehört oder sie interessieren sich nicht dafür. Am Pranger stehen schließlich der Westen und dessen tatsächliche oder vermeintliche Verbrechen. Was sich nicht in dieses Geschichtsbild einfügt, wird einfach ausgeblendet. [...]

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Wie man Flüchtlinge und Fake-News produziert

Von Thomas von der Osten-Sacken

Ohne den Krieg in Syrien und die völlig verfehlten Reaktionen der USA und Europas, deren „rote Linien“ bekanntermaßen keine waren, hätte es wohl kaum – oder zumindest nicht in dieser Form – im Jahr 2015 die so genannte Flüchtlingskrise gegeben, die Europa bis auf die Grundfesten erschütterte und in deren Folge überall rechtspopulistische Parteien einen enormen Zulauf gewonnen haben. Sicher, unter den Fliehenden befanden sich unzählige Irakis, Afghanen, Iraner und Menschen aus dem subsaharischen Afrika, doch den Großteil machten Syrer aus, die […]

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Demonstranten verhindern Holocaust-Ausstellung in Tunesien

Von Thomas von der Osten-Sacken

Antisemitismus und der Hass auf Israel nämlich ist eine der ganz wenigen verbleibenden Schnittmengen in ansonsten hoch polarisierten Gesellschaften. In Tunesien etwa stehen sich in anderen Fragen Islamisten und Nichtreligiöse unversöhnlich gegenüber – geht es aber um Jerusalem, rufen linke Organisationen und Islamisten sogar gemeinsam zu Demonstrationen auf. Zugleich zeigt die […]

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Christen in Israel – Eine Momentaufnahme

Von Amit Barak

Diese historische Bewegung der Christen im Staate Israel ist zweifellos auch ein Ergebnis des Arabischen Frühlings, der in Syrien, im Irak und in Libyen zu einem besonders stürmischen Winter wurde und den Christen schweren Schaden zufügte. In Israel führte er jedoch zu einem echten Frühling unter den Christen. […]

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Das Tabu des arabischen Sklavenhandels und Rassismus

Von Thomas von der Osten-Sacken

Die Bilder von Sklavenmärkten in Libyen, auf denen Flüchtlinge aus dem subsaharischen Afrika feilgeboten werden, sind inzwischen um die Welt gegangen. Die Händler sind teilweise Milizionäre irgendwelcher Brigaden, die gleichzeitig von Europa, vor allem Italien, finanziert werden, um Flüchtlinge vor der Weiterfahrt übers Meer gen Norden abzuhalten. So verdienen sie doppelt: Als Helfershelfer der Europäer und als Sklavenhändler. [...]

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Jemenkrieg: Houthi-Angriff auf Atomreaktor wegen Seitenwechsel Salehs?

Unlängst schrieb Thomas von der Osten Sacken in einem Portrait über den ehemaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, dass dieser in den vergangenen Jahrzehnten – je nach politischer Lage – schon oft die Seiten gewechselt hat. „So würde es wohl auch niemanden wundern“, so Osten-Sacken weiter, „wenn Saleh einmal mehr plant, die Seiten zu wechseln. Hauptsache er und seine Familie überleben und verlieren nicht ihr zusammengeraubtes Vermögen.“ Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen nun […]

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Sinnbild des Scheiterns: Jemens Ex-Präsident Saleh

Von Thomas von der Osten-Sacken

Im Jemen droht zehntausenden Kindern der Hungertod, bald werden mehr als eine Million Menschen an Cholera erkrankt sein, das Armenhaus der arabischen Welt, wie das Land schon vor Jahren hieß, ist längst zum failed state geworden, in dem der Iran und Saudi Arabien einen langen, extrem brutalen und hässlichen Stellvertreterkrieg austragen, der eigentlich niemanden groß interessiert. Die Jemeniten leiden und sterben ohne dass die so genannte Weltöffentlichkeit groß Notiz nimmt. Vielleicht liegt dieses Desinteresse auch daran, dass […]

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Tunesien schafft demütigende Analtests ab

Von Thomas von der Osten-Sacken

[...] Denn fast überall in der Region – der Libanon könnte bald eine Ausnahme darstellen – gilt Homosexualität noch immer als ein Delikt und oft sind die Strafen drakonisch. Männer, die im Verdacht stehen, sexuellen Kontakt mit anderen Männern gehabt zu haben, müssen sich in einigen Ländern auch noch äußerst demütigenden Untersuchungen unterziehen. Nach dem Libanon, wo diese Praxis 2012 eingestellt wurde, folgt jetzt Tunesien als zweites arabisches Land. Wenn der tunesische Minister für Menschenrechte nun ankündigt, fortan auf diese Praxis verzichten zu wollen, ist dies ein wichtiger, wenn auch nur erster Schritt, denn Homosexualität soll weiter eine strafbare Handlung bleiben. Aber die Entwicklung macht Hoffnung, dass [...]

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