Mena-Exklusiv

Klage gegen die Balfour-Deklaration: Palästinensischer Feldzug gegen die Geschichte

Von Florian Markl

Balfour-DeklarationBei einem Treffen der Arabischen Liga kündigte der palästinensische Außenminister Riyad al-Maliki an, Großbritannien wegen der sogenannten Balfour-Deklaration vor Gericht bringen zu wollen. Darin hatte das Königreich im November 1917 seine „Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen“ und seine Unterstützung für die „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ bekundet – weswegen es aus Sicht der Palästinenserführung für alle „israelischen Verbrechen“ seit der Gründung des jüdischen Staates 1948 verantwortlich sei. Man ist geneigt, dieses im Namen von Mahmud Abbas, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), vorgebrachte Unterfangen zu belächeln und einfach als den geschichtsklitternden Unfug abzutun, der es ohne Zweifel ist. Das wäre jedoch insofern ein Fehler, als dieser palästinensische Vorstoß wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt, worum es der palästinensischen Führung in der Auseinandersetzung mit Israel geht – und warum die Hoffnung illusorisch ist, dass diese den Krieg gegen den jüdischen Staat [...]

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Palästinensische Gruppierungen: Pioniere wahllosen Terrors

Dawson's Field HijackingSehr geehrter Herr Müller,

Sie schreiben in den Salzburger Nachrichten, früher hätten Terroristen es auf „prominente Personen der politischen und gesellschaftlichen Führungsschicht“ abgesehen, „Repräsentanten des Systems“ also. Im Unterschied dazu richteten sich Terroristen heutzutage nicht gegen „bestimmte Vertreter der Elite“, sondern „jedermann aus der Bevölkerung [kann] diesen Gewalttaten zum Opfer fallen“. Die Attentäter strebten nach „größtmöglicher Publizität“ und seien darauf bedacht, „Angst und Schrecken unter den Menschen zu verbreiten“. Diese Unterscheidung mag zutreffen, wenn man bei den Terroristen von früher an die erste Generation der „Roten Armee Fraktion“ in Deutschland oder die italienischen „Roten Brigaden“ denkt. Sie wird aber bereits mit Blick auf die Pioniere des internationalen Terrorismus hinfällig: Schon der palästinensische Terror, der ab den späten 1960er-Jahren mit seinen Flugzeugentführungen und Bombenanschlägen eine Blutspur durch Europa zog, richtete sich in erster Linie gegen völlig Unschuldige [...]

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Als deutsche „Antifaschisten“ Krieg gegen Israel führten

Von Florian Markl

Herf - Undeclared WarsDass der Hass auf Israel in der Ideologie der westdeutschen radikalen Linken seit den späten 1960er-Jahren einen prominenten Stellenwert einnahm, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Die überaus aktive Rolle, die die DDR im Kampf gegen den jüdischen Staat gespielt hat, ist demgegenüber bislang relativ unbeachtet geblieben. Der Historiker Jeffrey Herf bringt mit seinem eben veröffentlichten Buch „Undeclared Wars with Israel. East Germany and the West German Far Left 1967-1989“ (1) Licht in dieses düstere Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte [...]

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Sind europäische Mächte schuld an den Problemen des Nahen Ostens?

Viele Medien nehmen den 100 Jahrestag des sogenannten Sykes-Picot-Abkommens zum Anlass, um die Art und Weise zu verurteilen, wie die europäischen Mächte Großbritannien und Frankreich in Folge des Ersten Weltkrieges den Nahen Osten untereinander aufgeteilt hätten. Doch wie der Historiker Efraim Karsh hervorhebt, ist fast alles an den gängigen Geschichten über das Abkommen und seine Folgen unzutreffend: [...]

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Antizionismus und Antisemitismus im Gefolge des Holocaust

Von Matthias Küntzel

Am 20. April 1946, vor genau 70 Jahren, präsentierte das Anglo-American Committee (AAC) seinen Bericht über das Problem der europäischen Juden und Palästinas. Obwohl dieses Komitee in Vergessenheit geriet, ist seine Arbeit in mehrfacher Hinsicht interessant und für die Analyse des Nahost-Konflikts auch heute noch aufschlussreich […]

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Vor 80 Jahren: Arabischer Aufstand in Palästina

Von Matthias Küntzel

Am 15. April 1936 geschah es, vor genau achtzig Jahren, am Abend um halb neun. Drei Araber hielten in der Nähe von Nablus Fahrzeuge an: Einer beobachtete die Straße, ein anderer hielt die Passagiere der gestoppten Fahrzeuge mit der Waffe in Schach, und der Dritte nahm ihnen ihr Geld ab. Dann wurden die Opfer gefragt, ob sich Engländer oder Juden unter ihnen befänden. Der Lastwagenfahrer und sein […]

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Wie Israel die Wüste zum Blühen brachte

Von Florian Markl

Let there be waterDie Geschichte Israels grenzt in mehrfacher Hinsicht an ein Wunder: Seit seiner Gründung 1948 hat sich seine Bevölkerung mehr als verzehnfacht; das ehemalige Entwicklungsland verwandelte sich in eine moderne „Start-up Nation“ mit Wachstumsraten, von denen viele westliche Ökonomien nur träumen können. Und obwohl das Land zu rund 60 Prozent aus Wüste besteht, gehört das einstmals ernste Problem der Wasserknappheit der Vergangenheit an – Israel verfügt heute über einen Wasserüberschuss [...]

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