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Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar,

in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische Armee nur eine untergeordnete Rolle. Primärer Waffenlieferant war vielmehr Frankreich, das im unmittelbaren Vorfeld des Sechstagekrieges in einem ersten Schritt der Abwendung von Israel, dem noch weitere folgen sollten, ein allgemeines Waffenembargo über den Nahen Osten verhängte. Unter dem hatte in erster Linie Israel zu leiden, während arabische Staaten wie Ägypten und Syrien weiter umfangreiche Militärhilfe [...]

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50 Jahre Sechstagekrieg: Das Ende des Wartens

Von Florian Markl

Mit Angriffen auf ägyptische Luftwaffenstützpunkte begann heute vor 50 Jahren der Sechstagekrieg. Israel setzte damit der angespannten Zeit des Wartens ein Ende. Sie hatte mit dem Vordringen ägyptischer Truppen auf die Halbinsel Sinai, dem erzwungenen Abzug der „United Nations Emergency Force“ (UNEF) und der ägyptischen Sperrung der Straße von Tiran wenige Wochen zuvor begonnen – und konnte nicht weiter in die Länge gezogen werden.

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Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion,

in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von „besetzten Gebieten“. Das Fehlen des bestimmten Artikels war keine Nachlässigkeit, sondern volle Absicht. Der damalige britische UN-Botschafter Lord Caradon, der maßgeblich an der Formulierung des Resolutionstextes beteiligt war, erläuterte dies einmal folgendermaßen: „Wir haben nicht gesagt, dass es einen Rückzug zur ‘67er-Linie geben sollte, wir haben das ‚den‘ nicht eingefügt, wir haben absichtlich nicht von ‚allen Gebieten‘ gesprochen. Wir alle wussten, dass die Grenzen von ’67 nicht als permanente Grenzen gezogen worden waren, sondern [...]

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50 Jahre Sechstagekrieg: Die Sperrung der Straße von Tiran

Von Florian Markl

Heute vor fünfzig Jahren gab Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser im Radio eine bedeutende Maßnahme bekannt: Die Straße von Tiran, der schmale Wasserweg zwischen dem Südzipfel der Sinai-Halbinsel und dem gegenüberliegenden Saudi-Arabien, sei von nun an für den israelischen Schiffsverkehr sowie für Schiffe mit strategisch wichtigen Gütern, die den Hafen im israelischen Eilat anlaufen wollten, blockiert. Die Sperre der Straße von Tiran war ein Bruch internationalen Rechts, stellte für Israel einen Kriegsgrund dar und wird allgemein als Point of no Return auf dem Weg zum Sechstagekrieg betrachtet. Die Eskalation, die zum israelischen Präventivkrieg vom 5. Juni 1967 führte, wurde zwar von Nasser auf die Spitze getrieben, hatte ihren Ursprung aber nicht in Ägypten, sondern in der Konfrontation Israels mit seinem nordöstlichen Nachbarn [...]

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Moskau verliert die Kontrolle. Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage Krieges. Teil II

Von Matthias Küntzel

1967 trug die sowjetische Führung erheblich zum Ausbruch des Sechs-Tage Krieges bei. Zum einen hatte sie seit 1955 die arabischen Staaten mit Riesenmengen an Waffen, darunter moderne Kampfflieger, U-Boote und Panzer ausgestattet. Das Gros dieser Waffen wurde geliefert, nachdem eine arabische Gipfelkonferenz im Januar 1964 in Kairo ein Programm zur „Befreiung vom Druck des zionistischen Imperialismus“ beschlossen hatte. Zum anderen trug die sowjetische Propaganda über die angeblich „pro-imperialistische Politik Israels“ zur Kriegsstimmung bei […]

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Ein Gerücht und seine Folgen – Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage-Krieges. Teil I

Von Matthias Küntzel

Vor fast genau 50 Jahren, am 5. Juni 1967, begann der Sechs-Tage Krieg, der ca. 700 Israelis und mehr als 20.000 Arabern das Leben kostete. Bereits in den ersten Stunden des 5. Juni gelang es den Israelis, die Luftwaffe der arabischen Staaten auf dem Boden zu zerstören. In den Folgetagen eroberte Israel das seit 1948 von Jordanien besetzte Westjordanland sowie den zu Ägypten gehörende Gazastreifen und insbesondere die Altstadt von Jerusalem, in der unter jordanischer Herrschaft sämtliche Synagogen zerstört worden waren – erst seit Juni 1967 können Juden, Moslems und Christen an diesem historischen Ort wieder beten. Während sich der triumphale Sieg von Juni 1967 in der historischen Erinnerung verankern konnte, sind die Wochen der nackten Angst, die die Israelis während des Vormonats durchlitten, längst vergessen […]

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Der Jüdische Nationalfonds: Bäume für ein Wüstenland

Von Stefan Frank

In Israel hat der Frühling begonnen, der erste seit den verheerenden Waldbränden von November. Nun wird die Wiederaufforstung vorbereitet, während gleichzeitig neue Brände, die bei wärmerem Wetter wieder drohen, verhütet werden müssen. Beides ist maßgeblich Aufgabe des vor über hundert Jahren gegründeten Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL). „Jetzt nach dem Winter sehen wir, ob und wo sich Wälder natürlich regenerieren können und wo die Wälder unsere Unterstützung brauchen“, sagt Sarah Singer, die Präsidentin des JNF Deutschland, im Gespräch mit Mena Watch. Unmittelbar nach den Bränden sei es zunächst darum gegangen, […]

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