Mena-Exklusiv

Ein genialer Dirigent auf politischen Abwegen (Teil 1)

Von Thomas Eppinger

Daniel Barenboim schäme sich, ein Israeli zu sein, schrieb der weltberühmte Pianist und Dirigent in einem Artikel für die Haaretz, der am selben Tag erschien wie die Nachricht, dass Israel über 400 Syrer gerettet hat. Israel habe ein Gesetz verabschiedet, heißt es in seinem Text, welches das Prinzip der Gleichheit und universellen Werte durch Nationalismus und Rassismus ersetze. Eine „ganz klare Form von Apartheid“ sei das „rassistische“ Gesetz, das die arabische Bevölkerung als Bürger zweiter Klasse zementiere. [...]

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Mena-Exklusiv

15 Sekunden, die in unseren Medien nicht vorkommen

Von Thomas Eppinger

15 Sekunden, um Schutz zu suchen. 15 Sekunden zum nächsten Bunker. 15 Sekunden, um beim Abendessen die Kinder zu packen und ins Stiegenhaus zu rennen. 15 Sekunden, um es aus der Dusche in den Schutzraum zu schaffen. 15 Sekunden im Einkaufszentrum, im Park, am Spielplatz, im Kindergarten, beim Arzt. 15 Sekunden haben die Israelis Zeit, sich nach einem Raketen-Alarm in Sicherheit zu bringen. 15 Sekunden, die in unseren Medien so gut wie gar nicht vorkommen. Am vergangenen Wochenende regnete es […]

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Mena-Exklusiv

Hofierung des Iran trotz klarer Worte von Kurz zu Rohani

Von Thomas Eppinger

Kurz‘ Statement ändert freilich nichts daran, dass es fatal ist, den Iran zu hofieren und an einem selbstzerstörerischen Abkommen festzuhalten. Der „Joint Comprehensive Plan of Action” (JCPOA) ist alles andere als umfassend („comprehensive“). Nur 18 vom Iran definierte Anlagen dürfen nach dreiwöchiger Voranmeldung inspiziert und weder die Einrichtungen der Revolutionären Garden noch militärische Bereiche dürfen von den internationalen Inspektoren betreten werden. Wo glauben die Verteidiger des Abkommens eigentlich, dass […]

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Antisemitische Pflichtübung zum Al-Quds-Tag

Von Thomas Eppinger

Einmal jährlich feiern die Schiiten ihr antisemitisches Hochamt. „Kindermörder Israel“ tönt es dann auf den Straßen, sie brüllen „Zionismus ist Faschismus“ oder skandieren andere idiotische Sprechchöre wie „Christen, Muslims und Buddhisten gemeinsam gegen Zionisten“. Am 8. August 1979 hatte Ayatollah Khomeini zum ersten Mal zum ersten Mal zum internationalen al-Quds-Tag (nach dem arabischen Namen für Jerusalem, al-Quds) aufgerufen: „Ich fordere alle Muslime der Welt und alle […]

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Ein Mord, ein Brief und ein Fußballspiel: Zwei Tage im Juni

Von Thomas Eppinger

Keines dieser Ereignisse hängt unmittelbar mit den anderen zusammen. Und doch fügen sie sich zu einem Bild. Deutschland hat die Kontrolle über die innere Sicherheit noch immer nicht wiedererlangt, maßregelt aber dennoch unbeeindruckt vom eigenen Versagen seine Nachbarn in dieser Frage. Die Kanzlerin hat keine neuen Kleider, es traut sich ihr nur noch niemand sagen, dass sie nackt ist. Europas Nahostpolitik ist heuchlerisch, plan- und hilflos. Und Israel ist im Fall des Falles auf sich allein gestellt […]

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Mena-Exklusiv

Wer genau ist jetzt eigentlich ein Terrorist?

Von Thomas Eppinger

„Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer, alles eine Frage des jeweiligen Standpunkts.“ So oder so ähnlich würden wohl die meisten Menschen auf die Frage antworten, worin denn der Unterschied zwischen beiden bestünde. Auch Wikipedia meint dazu: „Typischerweise werden Personen und Bewegungen, die von einer Seite als gewalttätige, aber legitime Untergrund- oder Widerstandskämpfer angesehen werden, aus einem anderen Blickwinkel als Terroristen bezeichnet, und umgekehrt.“ Walter Laqueur schrieb im Juli 2002 in der […]

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Mena-Exklusiv

Kein palästinensischer Gandhi, nirgends

Von Thomas Eppinger

In einer ausführlichen Replik widmet sich Thomas von der Osten-Sacken meiner Analyse über den „Großen Marsch der Rückkehr“, in dem ich die Proteste als monatelang geplanten, militärisch organisierten Angriff auf die israelische Grenze charakterisiert und als Propagandaerfolg der Hamas gewertet habe. Sein mit Fragen gespickter Text dreht sich im Kern um zwei Thesen: 1. Die Proteste sollten ursprünglich rein friedlich ablaufen und seien erst später von der Hamas gekapert worden. 2. Gewaltfreie Proteste nach dem Vorbild von Gandhis Salzmarsch – und als solcher sei auch der Große Marsch der Rückkehr geplant gewesen – würden für Israel eine weit größere Gefahr bergen als alle bewaffneten Konflikte. Beide Thesen verdienen eine nähere Betrachtung […]

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Der Held, der freiwillig nach Auschwitz ging

Von Thomas Eppinger

Zwischen den Regierungen in Jerusalem und Warschau schwelt ein Konflikt über Polens Pläne, die Debatte über die polnische Beteiligung am Holocaust einzugrenzen. Das Thema ist brisant, denn es gab im Zweiten Weltkrieg zehntausende Kollaborateure, die sich an der „Judenjagd“ der deutschen Besatzer und am industriellen Massenmord an den europäischen Juden beteiligt haben. Das Schicksal der polnischen Juden war schon vor der Staatsgründung eng mit der israelischen Geschichte verknüpft. Die […]

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Der Marsch der Rückkehr. Ein Fazit

Von Thomas Eppinger

Das von der New York Times veröffentlichte Video ist repräsentativ für den Tenor der westlichen Berichterstattung: die rechte israelische Regierung feiert ungerührt einen symbolischen Festakt mit den Amerikanern, während sie wenige Kilometer davon entfernt gnadenlos verzweifelte Menschen niederschießen lässt, die friedlich gegen jahrzehntelanges Unrecht protestieren. (…) In diesen bitterbösen Zeiten verschwimmen die Grenzen zwischen Berichterstattung und Komplizenschaft […]

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70 Jahre Israel: Happy birthday und L‘chaim!

Von Thomas Eppinger

Jede Grenze dieser Welt erzählt eine Geschichte von Siegen und Niederlagen. Jede Grenze dieser Welt wurde mit Blut gezeichnet. Israel hätte eine Ausnahme sein können. Die ersten Grenzen dieses Staates zeichneten die Vereinten Nationen mit Zweidrittel-Mehrheit am 29. November 1947. Doch „es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“, wie es in Friedrich Schillers Wilhelm Tell heißt […]

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