Mena-Exklusiv

Wenn Europas Ex-Außenminister Nahostpolitik machen

Von Thomas Eppinger

33 ehemalige Spitzenpolitiker Europas richten einen „dringenden Appell“ an die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini (und veröffentlichen ihn in der österreichischen Tagszeitung Die Presse), darunter die früheren Außenminister Javier Solana, Sigmar Gabriel, Benita Ferrero-Waldner und Michael Spindelegger sowie der frühere belgische Premierminister und jetzige EU-Abgeordnete Guy Verhofstadt. Ein so ungewöhnlicher Schritt hat sicher einen für Europa eminent wichtigen Anlass, könnte man meinen. Dass die EU mit […]

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Mena-Exklusiv

Islamischer Antisemitismus… gibt es nicht. Und wenn doch, trifft die Antisemiten keine Schuld

Von Thomas Eppinger

Konsequenterweise beschränken sich die Empfehlungen auf Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft. Überhaupt, am besten löst man das Problem, indem man aufhört, es zu benennen: „Demzufolge ist es notwendig, Muslim*innen im Kontext von Antisemitismus nicht zu sehr hervorzuheben, um sie damit möglicherweise selbst zu marginalisieren.“ Kaddors pädagogisches Konzept leuchtet ein: Man darf einen Antisemiten nie einen Antisemiten nennen, sonst könnte er sich womöglich radikalisieren. Es mag Zufall sein, dass […]

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Golan und Gaza: Auf die Empörten und Besorgten ist Verlass

Von Thomas Eppinger

Auf eines ist so gut wie immer Verlass: Wenn sich die Welt um den Nahen Osten sorgt und sich über das dortige Geschehen empört, dann gilt die Sorge nicht der Sicherheit Israels und die Empörung nicht den Angriffen auf seine Bürger. Vielmehr empört man sich, wenn Israel politisch gestärkt wird, und sorgt sich, wenn der jüdische Staat sich wehrt. So war es, als der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer so „traurig und zornig“ über die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem war, dass er wutentbrannt in die Tasten griff, und so ist es heute, wenn sich die Welt empört, weil Donald Trump Israels Souveränität über die Golan-Höhen anerkennt. Dass gestern Nacht im Sekundentakt Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel niedergingen, besorgt oder gar empört außerhalb Israels niemanden. Exemplarisch dazu […]

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Free Gaza from Hamas! Und dann?

Von Thomas Eppinger

Viele sehen in den palästinensischen Protesten gegen die Hamas bereits Vorboten eines „Arabischen Frühlings“ im Gaza-Streifen. Doch dieser Frühling könnte auch in einen tiefen Winter umschlagen. Ein freies Herz schlägt für immer für die geschundene Bevölkerung, die sich gegen ihre Unterdrücker erhebt. Und gegen eine islamo-faschistische Terrororganisation, die ihre Existenzberechtigung einzig aus dem Willen zur Vernichtung Israels bezieht, schlägt meines besonders laut. „Wir wollen leben“ (arabisch bidna naish) nennt sich die Jugendbewegung, die […]

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Lustige Antisemiten. Eine Belgienkritik

Von Thomas Eppinger

Während „Israelkritiker“ ein richtiger Beruf geworden ist – „Ich mach‘ jetzt den Israelkritiker bei Humboldt“ hat es nur deshalb nicht in die in Österreich legendäre Kampagne geschafft, weil es dafür gar keine Ausbildung braucht – herrscht ein eklatanter Mangel an Belgienkritikern. Eine Marktlücke, die gefüllt werden will. Belgien ist nämlich nicht nur für Waffeln, Bier und Pommes frites berühmt: seit 2010 gehört der Karneval in Aalst zum „immateriellen Kulturerbe der Menschheit“. Aus irgendeinem Grund steht der Antisemitismus nicht auf dieser Liste der UNESCO, obwohl er ja auch […]

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Mena-Exklusiv

Die Schleimspur der deutschen Beschwichtigungspolitik

Von Thomas Eppinger

„Sie haben im Namen aller Deutschen dem iranischen Regime gratuliert, doch das dürfen Sie nicht tun. Als deutscher Staatsbürger sage ich Ihnen: Nicht in meinem Namen! Sie haben die falschen Signale sowohl an das Regime im Iran, an die demokratische Opposition im Land und im Exil, an die zehntausenden Opfer dieses Regimes und ihre Angehörigen, als auch an die deutsche Bevölkerung gesendet. (...)“ Als Hamed Abdel-Samad mit Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue mit ruhiger Stimme abrechnete, konnte er den Inhalt der Telegramme noch nicht kennen, mit denen dessen Vorgänger seit 40 Jahren zum Jahrestag der Islamischen Revolution gratulieren. Matthias Küntzel charakterisiert sie treffend als Beleg für einen kriecherischen Dialog statt eines kritischen mit einer desaströsen Bilanz. [...]

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Giftgas gegen Palästinenser! Doch der Aufschrei bleibt aus

Von Thomas Eppinger

„Gaza: Giftgas gegen Palästinenser! Zwei Palästinenser getötet, mehrere verletzt!“ „UN-Menschenrechtsrat beruft Sondersitzung zu Giftgas-Einsatz in Gaza ein.“ „Zwei Palästinenser sollen Anfang der Woche in einem Tunnel in Gaza mit Giftgas getötet worden sein. Die Vereinten Nationen wollen jetzt eine unabhängige Untersuchungskommission in die Region schicken. Sie soll prüfen, ob humanitäres Völkerrecht verletzt wurde. UN-Menschenrechtskommissar Michelle Bachelet sagte in Genf: ‚Tötungen durch die Anwendung von Giftgas sind ein schwerer Verstoß gegen das Genfer Protokoll und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.‘“ Haben Sie diese Woche ähnliche Nachrichten gelesen? Nein? Nun, das liegt daran, dass sie […]

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Die Mission der Islamischen Republik: der weltweite Endsieg des Islam

Von Thomas Eppinger

„40 Jahre Korruption. 40 Jahre Unterdrückung. 40 Jahre Terror. Das Regime im Iran hat nur #40JahreScheitern hervorgebracht. Das leidgeprüfte iranische Volk verdient eine sehr viel bessere Zukunft.“ Diese Zeilen twitterte Donald Trump zum 40. Jahrestag der Islamischen Republik. Ich weiß nicht, ob es unter den tausenden Tweets des amerikanischen Präsidenten einen zweiten gibt, der mit jedem Wort so genau ins Schwarze trifft […]

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Mena-Exklusiv

„Israel wird nicht genügend Gräber finden, um seine Toten zu begraben“

Von Thomas Eppinger

Wenn sich jemand abwechselnd für Napoleon und Friedrich den Großen hält, nennt die Psychologie das „dissoziative Identitätsstörung“, die Betroffenen haben „zeitweise alternativ wechselnde Vorstellungen von sich selbst“, weiß Wikipedia. Umgangssprachlich sagt man auch Schizophrenie dazu – eine präzise Diagnose der europäischen Politik, wenn es um Juden geht. Am selben Tag, an dem man der sechs Millionen toten Juden gedenkt, die vom Deutschen Reich ermordet worden sind, stärkt man einem Regime den Rücken, das alles unternimmt, um sechs Millionen lebenden Juden an den Kragen zu gehen. Man schämt sich für den Judenmord von gestern und macht sich gleichzeitig zum Komplizen der Judenmörder von morgen [...]

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We remember. Zu welchem Zweck?

Von Thomas Eppinger

[...] Was die Frage aufwirft, was die vielen Gendenkveranstaltungen über die ehrende Erinnerung an die Ermordeten hinaus eigentlich bezwecken sollen. Wenn die Geschichte der Shoah eine Botschaft hat, dann diese: Man muss dem Antisemitismus überall mit aller Entschlossenheit entgegentreten, um ihn an der mörderischen Vollendung zu hindern. Deshalb ist es substanzlos, um nicht zu sagen heuchlerisch, der toten Juden zu gedenken, wenn man sich nicht an die Seite der lebenden stellt. Mehr als siebzig Jahre nach dem Holocaust hofiert die europäische Politik den gegenwärtig gefährlichsten Feind von sechs Millionen Juden. Wer mit dem Regime im Iran paktiert, möge am Holocaust-Gedenktag schweigen.

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