Mena-Exklusiv

Trumps Iran-Ultimatum hat Europa kalt erwischt

Von Matthias Küntzel

Am 12. Januar 2018 rief Donald Trump in seiner lang erwarteten Iran-Erklärung „die Schlüsselländer Europas“ dazu auf, sich binnen 120 Tagen „den USA anzuschließen, um bedeutende Fehler im Atomdeal zu beheben, um der iranischen Aggression entgegenzutreten und um das iranische Volk zu unterstützen.“ Andernfalls werde er spätestens Mitte Mai die Nuklearsanktionen gegen Iran wieder in Kraft setzen, den Iran-Deal also verlassen. In lediglich zwei Punkten kam Trump den Europäern entgegen […]

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Atomwaffen: Die geheime Iran-Nordkorea-Connection

Von Matthias Küntzel

Am Morgen des 29. November 2017 erklärte sich Nordkorea nach dem erfolgreichen Abschuss einer Interkontinentalrakete zur Atommacht. Während der anschließende Jubel in Pjöngjang kein Ende nehmen wollte, zeigte sich der Rest der Welt empört – mit einer vielsagenden Ausnahme: In Teheran lachte man sich ins Fäustchen, war doch der gelungene Raketenstart auch ein Erfolg des Iran […]

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Donald Trump und der Atomdeal mit dem Iran

Von Matthias Küntzel

Zwar hat sich der neue amerikanische Präsident schon in den ersten Monaten seiner Amtszeit politisch und persönlich diskreditiert. Wer beim Thema Iran jedoch von einer weiteren Verrücktheit Donald Trumps ausgeht, macht es sich zu leicht. Irre sind nicht diejenigen, die den Atomdeal kritisieren und Abänderungen oder flankierende Maßnahmen fordern. Irre sind jene, die behaupten, mit dem Atomdeal sei die Gefahr der iranischen Bombe gebannt. [...]

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Mena-Exklusiv

„Manifestation der Judeophobie“. Über den Bludan-Kongress von 1937

Von Matthias Küntzel

Vom 8. bis zum 10. September 1937 tagte im syrischen Bludan, einer 50 km nordwestlich von Damaskus gelegenen Sommerfrische, ein arabischer Kongress, der den Fortgang des Nahostkonflikts in zweifacher Hinsicht prägte: „Bludan“ war erstens der Ausgangspunkt einer panarabischen Bewegung, deren einziges Ziel die Zerschlagung des Zionismus war. „Bludan“ war zweitens ein Geburtsort des „Islamischen Antisemitismus“: Von hier aus gelangte das hetzerische Pamphlet Judentum und Islam in die arabische Welt […]

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Mena-Exklusiv

Terror und Verrat: Wie der Mufti von Jerusalem seiner Verhaftung entging

Von Matthias Küntzel

Am 17. Juli 1937, vor ziemlich genau 80 Jahren, scheiterte der einzige ernsthafte Versuch der britischen Mandatsmacht, Amin el-Husseini, den Mufti von Jerusalem festzunehmen und auf die Seychellen zu deportieren. Dabei war diese Festnahme penibel vorbereitet: Man wusste, dass an diesem Tag das Arabische Hochkomitee unter der Leitung des Mufti in seinem Hauptquartier tagen würde. Um 15:00 Uhr erging der Befehl, el-Husseini noch vor Betreten des Gebäudes festzunehmen und per Flugzeug nach Haifa zu bringen. Dort wartete bereits der Kapitän des britischen Schlachtkreuzers Repulse, der den Mufti und einige seiner Mitarbeiter auf die Seychellen, eine Inselgruppe im Norden Madagaskars, bringen sollte […]

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Mena-Exklusiv

Moskau verliert die Kontrolle. Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage Krieges. Teil II

Von Matthias Küntzel

1967 trug die sowjetische Führung erheblich zum Ausbruch des Sechs-Tage Krieges bei. Zum einen hatte sie seit 1955 die arabischen Staaten mit Riesenmengen an Waffen, darunter moderne Kampfflieger, U-Boote und Panzer ausgestattet. Das Gros dieser Waffen wurde geliefert, nachdem eine arabische Gipfelkonferenz im Januar 1964 in Kairo ein Programm zur „Befreiung vom Druck des zionistischen Imperialismus“ beschlossen hatte. Zum anderen trug die sowjetische Propaganda über die angeblich „pro-imperialistische Politik Israels“ zur Kriegsstimmung bei […]

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Mena-Exklusiv

Ein Gerücht und seine Folgen – Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage-Krieges. Teil I

Von Matthias Küntzel

Vor fast genau 50 Jahren, am 5. Juni 1967, begann der Sechs-Tage Krieg, der ca. 700 Israelis und mehr als 20.000 Arabern das Leben kostete. Bereits in den ersten Stunden des 5. Juni gelang es den Israelis, die Luftwaffe der arabischen Staaten auf dem Boden zu zerstören. In den Folgetagen eroberte Israel das seit 1948 von Jordanien besetzte Westjordanland sowie den zu Ägypten gehörende Gazastreifen und insbesondere die Altstadt von Jerusalem, in der unter jordanischer Herrschaft sämtliche Synagogen zerstört worden waren – erst seit Juni 1967 können Juden, Moslems und Christen an diesem historischen Ort wieder beten. Während sich der triumphale Sieg von Juni 1967 in der historischen Erinnerung verankern konnte, sind die Wochen der nackten Angst, die die Israelis während des Vormonats durchlitten, längst vergessen […]

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