Mena-Exklusiv

David Ranan: Sind die Juden selber schuld, wenn sie gehasst werden?

Von Matthias Küntzel

Vor einigen Wochen machte David Ranans Buch „Muslimischer Antisemitismus“ im deutschen Blätterwald Furore: Der Spiegel widmete ihm eine zweiseitige Rezension, die Frankfurter Allgemeine würdigte es in seiner Rubrik „Das aktuelle Buch“, der Autor kam in der „Süddeutschen Zeitung und den Aachener Nachrichten ausführlich zu Wort, während die schweizerische jüdische Wochenzeitung Tachles sein Werk als „sachlich, nüchtern, deeskalierend, unabhängig und unideologisch“ pries. Für mich handelt es sich um den abwegigsten Text, den ich bisher […]

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Islamischer Antisemitismus – Kennzeichen, Entstehung und Folgen

Von Matthias Küntzel

Die Bezeichnung „islamischer Antisemitismus“ bezieht sich weder generell auf den Islam, dessen Texte auch pro-jüdische Passagen enthalten noch pauschal auf Muslime, von denen nicht wenige den Antisemitismus ablehnen. Islamischer Antisemitismus meint eine spezifische Ausprägung von Judenhass, die besondere Kennzeichen aufweist, besondere Konsequenzen nach sich zieht und deshalb auch gezielt zu bekämpfen ist. Wodurch unterscheidet sich der islamische Antisemitismus von anderen Erscheinungsformen des Judenhasses? […]

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Warum wurde 1948 kein arabischer Staat in Palästina gegründet?

Von Matthias Küntzel

Dieser erste Nahostkrieg kostete 6.000 Juden (ein Prozent der damaligen jüdischen Bevölkerung) sowie ungezählten Arabern das Leben. (…) Wäre es zu diesem Krieg nicht gekommen, hätten diesen Monat auch die Araber in Palästina den 70. Jahrestag ihres Staates feiern können. Die Errichtung des arabischen Teilstaats war Bestandteil des Teilungsbeschlusses, den die Vereinten Nationen am 29. November 1947 mit Zweidrittel-Mehrheit gefasst hatten. Warum aber war den Arabern die Zerstörung des jüdischen Teilstaats wichtiger, als […]

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Trumps Iran-Ultimatum hat Europa kalt erwischt

Von Matthias Küntzel

Am 12. Januar 2018 rief Donald Trump in seiner lang erwarteten Iran-Erklärung „die Schlüsselländer Europas“ dazu auf, sich binnen 120 Tagen „den USA anzuschließen, um bedeutende Fehler im Atomdeal zu beheben, um der iranischen Aggression entgegenzutreten und um das iranische Volk zu unterstützen.“ Andernfalls werde er spätestens Mitte Mai die Nuklearsanktionen gegen Iran wieder in Kraft setzen, den Iran-Deal also verlassen. In lediglich zwei Punkten kam Trump den Europäern entgegen […]

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Atomwaffen: Die geheime Iran-Nordkorea-Connection

Von Matthias Küntzel

Am Morgen des 29. November 2017 erklärte sich Nordkorea nach dem erfolgreichen Abschuss einer Interkontinentalrakete zur Atommacht. Während der anschließende Jubel in Pjöngjang kein Ende nehmen wollte, zeigte sich der Rest der Welt empört – mit einer vielsagenden Ausnahme: In Teheran lachte man sich ins Fäustchen, war doch der gelungene Raketenstart auch ein Erfolg des Iran […]

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Donald Trump und der Atomdeal mit dem Iran

Von Matthias Küntzel

Zwar hat sich der neue amerikanische Präsident schon in den ersten Monaten seiner Amtszeit politisch und persönlich diskreditiert. Wer beim Thema Iran jedoch von einer weiteren Verrücktheit Donald Trumps ausgeht, macht es sich zu leicht. Irre sind nicht diejenigen, die den Atomdeal kritisieren und Abänderungen oder flankierende Maßnahmen fordern. Irre sind jene, die behaupten, mit dem Atomdeal sei die Gefahr der iranischen Bombe gebannt. [...]

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„Manifestation der Judeophobie“. Über den Bludan-Kongress von 1937

Von Matthias Küntzel

Vom 8. bis zum 10. September 1937 tagte im syrischen Bludan, einer 50 km nordwestlich von Damaskus gelegenen Sommerfrische, ein arabischer Kongress, der den Fortgang des Nahostkonflikts in zweifacher Hinsicht prägte: „Bludan“ war erstens der Ausgangspunkt einer panarabischen Bewegung, deren einziges Ziel die Zerschlagung des Zionismus war. „Bludan“ war zweitens ein Geburtsort des „Islamischen Antisemitismus“: Von hier aus gelangte das hetzerische Pamphlet Judentum und Islam in die arabische Welt […]

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Terror und Verrat: Wie der Mufti von Jerusalem seiner Verhaftung entging

Von Matthias Küntzel

Am 17. Juli 1937, vor ziemlich genau 80 Jahren, scheiterte der einzige ernsthafte Versuch der britischen Mandatsmacht, Amin el-Husseini, den Mufti von Jerusalem festzunehmen und auf die Seychellen zu deportieren. Dabei war diese Festnahme penibel vorbereitet: Man wusste, dass an diesem Tag das Arabische Hochkomitee unter der Leitung des Mufti in seinem Hauptquartier tagen würde. Um 15:00 Uhr erging der Befehl, el-Husseini noch vor Betreten des Gebäudes festzunehmen und per Flugzeug nach Haifa zu bringen. Dort wartete bereits der Kapitän des britischen Schlachtkreuzers Repulse, der den Mufti und einige seiner Mitarbeiter auf die Seychellen, eine Inselgruppe im Norden Madagaskars, bringen sollte […]

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