Mena-Exklusiv

Eskalation in Gaza: Manche Medien ändern sich wohl nie

Von Florian Markl

Einige Medien berichteten über die Eskalation auf erfreulich differenzierte Weise. Der Online-Standard etwa wusste unter dem Titel „Militante Palästinenser schossen 400 Raketen auf Israel“ über die „intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014“ zu berichten. (...) Im Gegensatz zum Standard glänzten einige andere Medien wieder einmal durch die übliche Selektivität und Einseitigkeit ihrer Berichterstattung. Für die Hauptnachrichtensendung des ORF war beispielsweise klar, wie die Schlagzeile aussehen muss, damit die klare Rollenverteilung vom israelischem Aggressor und palästinensischen Opfer, der man sich seit Jahr und Tag verschrieben hat, nicht durcheinanderkommt [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Newsweek: Geschichtsklitterung für Anfänger

Von Florian Markl

Das Wochenmagazin Newsweek widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe der Frage, ob die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump die Khashoggi-Affäre überstehen werde können. Eine Übersicht über den „Nahen Osten im Wandel“ soll die dazu notwendigen Hintergrundinformationen über verschiedene Staaten zur Verfügung stellen. So auch über Israel, über das zu lesen ist: „Die Gründung Israels 1948 brachte es sofort in Konflikt mit arabischen Staaten in der Region, die über die massenhafte Vertreibung der Palästinenser verärgert waren“. Diese Beschreibung passt zwar bestens zu einer weit verbreiteten Sichtweise, die Hass auf den jüdischen Staat stets nur als Reaktion auf dessen (schuldhaftes) Verhalten betrachtet, stellt aber eine Geschichtsklitterung dar, die eines Qualitätsmediums unwürdig ist. Denn die arabische Ablehnung Israels war nicht eine Folge des palästinensischen Flüchtlingsproblems, sondern existierte bereits, bevor der jüdische Staat am 15. Mai 1948 ins Leben gerufen wurde – und somit schon in einer Zeit, in der es überhaupt noch keine arabischen Flüchtlinge gab. Werfen wir einen Blick auf einige historischen Fakten […]

weiter hier ...

Die Lügen der Israel-Boykottbewegung – ein Beispiel

Von Florian Markl

In den USA sorgte unlängst ein Universitätsprofessor für Schlagzeilen. Eine Studentin hatte ihn um ein Empfehlungsschreiben für einen Studienaufenthalt im Ausland gebeten. Ein völlig alltäglicher Vorgang, müsste man annehmen – wenn es sich bei der für das Auslandssemester auserkorenen Universität nicht um eine in Israel gehandelt hätte und der Professor nicht ein Anhänger der israelfeindlichen Boykottbewegung BDS wäre. (...)

Wie so oft bei Beispielen, die von Israelfeinden zur Begründung ihrer diskriminierenden Aktivitäten vorgebracht werden, hat die Sache einen Haken: Der Professor und seine Stichwortgeber aus den Reihen der BDS-Bewegung haben recht mit der Behauptung, dass die Säuglingssterblichkeit unter israelischen Arabern größer ist als unter jüdischen Israelis, nur haben die Gründe dafür nichts mit einer angeblich von Israeli praktizierten Politik rassistischer Unterdrückung zu tun [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Trump: Sklave der israelischen Regierung und Opfer eines jüdischen Einflüsterers

Von Florian Markl

Wer steckt in Wahrheit hinter der Politik von Donald Trump? Dank eines Gastkommentars in der Presse wissen wir jetzt, was nicht wenige, die sich mit Sicherheit nicht als Antisemiten verstehen, schon immer vermutet haben: ein „rätselhafter jüdischer Einflüsterer“ ist es, was, um nur ja keine Unklarheiten aufkommen zu lassen, gleich auch zur Überschrift von Ian Burumas leicht wirren Ausführungen gemacht wurde. Kaum einer sei so „unheimlich“ wie der an die „schlimmsten Instinkte“ Trumps appellierende [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Stellt sich die iranische Bevölkerung hinter ihre Unterdrücker?

Sehr geehrter Herr Kramar,

Sie warnen in Ihrem Kurier-Leitartikel im Zusammenhang mit Donald Trumps Aussagen vor den Vereinten Nationen über das iranische Regime vor einem „Krieg, in dem es nur Verlierer gibt“. Ohne Zweifel hat Trump in seiner Rede harte Worte für die islamistische Diktatur in Teheran gefunden. Seine Bemerkung, die „iranischen Führer säen Chaos, Tod und Zerstörung“ und „respektieren weder Grenzen noch ihre Nachbarn“, mag im Rahmen des Spektakels namens UN-Generalversammlung zwar durchaus undiplomatisch sein, ist angesichts der iranischen Beteiligung an den Kriegen in Syrien, im Irak und im Jemen sowie der subversiven Aktivitäten des Regimes in praktisch der gesamten Region inhaltlich aber kaum zu bestreiten. Derartige Feststellungen hört man in einem Europa, das gerade im Begriff ist, in Konfrontation mit den USA zur offenen Kollaboration mit der iranischen Diktatur überzugehen, nicht gerne. Dass der US-Präsident laut „die Kriegstrommel“ [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Abschuss in Syrien: Es gibt kein „Verstecken hinter einem Flugzeug“

Der ehemalige israelische Luftwaffengeneral Amos Yadlin wies ebenfalls via Twitter darauf hin, dass die „weitreichende Inkompetenz und Rücksichtslosigkeit“ der syrischen Luftabwehr bei der Unterscheidung von Freund und Feind auch leicht zum Abschuss eines zivilen Flugzeugs hätte führen können. Darüber hinaus gebe so etwas wie ein „Verstecken hinter einem Flugzeug“nicht, wie das russische Verteidigungsministerium dies den israelischen Jets vorgeworfen habe. „Diese unprofessionelle russische Behauptung ist falsch.“

Angesichts dieser doch deutlich über eine bloß abstrakte Zurückweisung hinausgehenden israelischen Reaktionen auf die russischen Vorwürfe ist umso erstaunlicher, dass in Ihrem Bericht auf dem Weg vom Text in die Überschrift irgendwie der Konjunktiv verlorengegangen ist, der die indirekte Wiedergabe der russischen Behauptungen markiert. Denn im Untertitel ist zu lesen: „Israelische Jets hatten ein russisches Flugzeug als ‚Sichtschutz‘ benützt“ [Hrvg. von mir] [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Die nostra-culpa-Europäer: Der Westen ist an allem schuld

Von Florian Markl

[...] Die Haltung, die darin zum Ausdruck kommt, könnte man als die Ideologie der nostra-culpa-Europäer bezeichnen. Wenn sie auf den Nahen Osten blicken, vermögen sie immer nur das Agieren des bösen Westens zu erkennen. Die Geschichte des Verhältnisses zwischen dem Westen und der arabischen bzw. islamischen Welt beginnt ihrem Verständnis zufolge mit dem, was sie gewissermaßen als ‚Ursünde‘ des Westens betrachten: mit den christlichen Kreuzzügen. Von den arabisch-islamischen Eroberungsfeldzügen gegen die christliche Welt, die den Kreuzzügen vorangegangen waren, haben sie entweder noch nie etwas gehört oder sie interessieren sich nicht dafür. Am Pranger stehen schließlich der Westen und dessen tatsächliche oder vermeintliche Verbrechen. Was sich nicht in dieses Geschichtsbild einfügt, wird einfach ausgeblendet. [...]

weiter hier ...
Mena-Exklusiv

Ein Ex-FPÖ-Mann als Trainer für die israelische Nationalmannschaft?

Von Florian Markl.

Im israelischen Fußball spielen Österreicher eine zunehmend bedeutende Rolle. Auf die Bestellung Willi Ruttensteiners zum Technischen Direktor des israelischen Fußballverbandes folgte die Ernennung von Andreas Herzog zum Teamchef der israelischen Nationalmannschaft. Am Montag wurde die nächste Verpflichtung aus dem Alpenland bekannt gegeben: Klaus Lindenberger soll Tormanntrainer der israelischen Nationalelf werden. Diese Wahl könnte allerdings noch für einige Kontroversen sorgen. Denn neben seiner aktiven Fußballerkarriere versuchte sich Lindenberger kurzzeitig auch auf dem politischen Parkett – und das ausgerechnet für die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) unter Jörg Haider. [...]

weiter hier ...