Mena-Exklusiv

Wahl in Israel: Regierungsbildung wird schwierig

Von Florian Markl

Erste Umfragen weisen darauf hin, dass die israelische Parlamentswahl wieder mit einem Ergebnis zu Ende gehen dürfte, das eine Regierungsbildung schwer machen wird. Channel 13, der bei der Wahl im April die genaueste erste Prognose abgegeben hat, sagt der Likud-Partei von Premier Netanjahu 31 Sitze und dem von ihm geführten Mitterechtsblock 54 Mandate voraus, während die Oppositionspartei Blau-Weiß von Benny Gantz 33 und der Mittelinksblock Block 58 Sitze erhalten soll [...]

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Mena-Exklusiv

Heute vor 80 Jahren (1): Erklärung der Juden Palästinas

Von Florian Markl

Mena Watch nimmt den 80 Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs zum Anlass, um zurück in die Vergangenheit zu blicken: In den kommenden Wochen werden wir jeden Mittwoch anhand von ausgewählten historischen Zeitungsberichten nachzeichnen, wie sich der Krieg auf den Nahen Osten auswirkte. Den Anfang machen wir mit einer Erklärung der Jewish Agency vom 3. September 1939 – dem Tag, an dem Großbritannien offiziell in den Krieg gegen Nazi-Deutschland eintrat [...]

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Mena-Exklusiv

Angriff der Hisbollah? Nicht in den Zeitungsüberschriften

Von Florian Markl

Die islamistische Terrorgruppe Hisbollah feuerte gelenkte Panzerabwehrraketen auf einen israelischen Armeestützpunkt und einen Militärjeep nahe der israelischen Ortschaft Avivim, die israelische Armee nahm daraufhin die die Position der Angreifer im Libanon unter Beschuss. Wer glaubt, die Schlagzeile darüber würde einfach „Hisbollah greift Israel an“ lauten, der hat noch nicht verstanden, wie Israel-Berichterstattung in hiesigen Medien in aller Regel funktioniert. Denn Angriffe durch Feinde des jüdischen Staates werden in der hohen Kunst der irreführenden Überschrift nur ganz selten als solche benannt [...]

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Mena-Exklusiv

ORF: Manipulation, um Israel an den Pranger zu stellen

[...] Im weiteren Verlauf des Artikels wird es sogar noch schlimmer – hier verzichten Sie der Einfachheit halber gleich ganz auf die Schilderung dessen, was geschehen ist, und halten stattdessen nur fest, was Ihnen offenbar am Wichtigsten ist. So ist zu lesen: „Am Sonntag hatten israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen drei Palästinenser getötet.“ Und was machten die drei an der Grenze? Die Landschaft genießen? Blumen pflücken? Waren es vielleicht Hobbymaler mit Staffelei, Leinwand und Pinsel? Nein, selbstverständlich nicht: Es waren bewaffnete Terroristen, die den Grenzzaun überwinden und nach Israel eindringen wollten, um dort einen Anschlag zu unternehmen. Bei ihren Begräbnissen in Gaza wurden die drei in die Flaggen verschiedener palästinensischer Terrororganisationen gehüllt. Aber wozu die Leser mit solchen Details belasten, wenn die Message doch nur lautet: ‚Israel tötet Palästinenser‘? [...]

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Mena-Exklusiv

Nach dem Einreiseverbot für zwei US-Demokratinnen

Von Florian Markl

Israel hat gestern entschieden, zwei Abgeordneten der US-Demokraten, Ilhan Omar und Rashida Tlaib, die Einreise zu verweigern. Grundlage dieses Beschlusses ist ein vor zwei Jahren verabschiedeter Gesetzeszusatz, der es möglich macht, Verfechtern eines Boykotts des jüdischen Staates keine Visa auszustellen und sie nicht ins Land zu lassen. Omar und Tlaib sind Aushängeschilder einer ausgeprägt israel-feindlichen Strömung in den Reihen der US-Demokraten, beide befürworten die Israelboykottbewegung BDS. Seit Tagen wurde in Israel wie in den USA kontrovers diskutiert, wie Israel mit der geplanten Reise Omars und Tlaibs umgehen sollte. Da die Einreiseverweigerung nun ausgesprochen wurde, sehen wir uns im Folgenden einige der Reaktionen darauf an [...]

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Mena-Exklusiv

Irreführung im ORF: „Palästinenser bei Angriffen getötet“

Von Florian Markl

„Aber auch im Gazastreifen hat es wieder Angriffe gegeben, bei denen fünf Palästinenser getötet wurden“, hieß es gestern vor einem ZiB1-Bericht über Zusammenstöße am Tempelberg in Jerusalem. In dem Beitrag selbst war dann vom Gazastreifen nicht mehr die Rede, sodass die Zuseher keine weiteren Informationen über die erwähnten Angriffe erhielten – und wohl davon ausgehen mussten, dass die fünf Palästinenser bei israelischen Angriffen „im Gazastreifen“ ums Leben kamen. (...) Alle fünf waren also nicht Opfer von israelischen Angriffen „im Gazastreifen“, sondern Angreifer, die Terrorattacken in Israel begehen wollten [...]

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Mena-Exklusiv

Alles, was zählt: „Vier Araber getötet“

Von Florian Markl

„Vier Araber getötet“, meldet die Kronen Zeitung in einer Kurzmeldung. Demnach hätten israelische Soldaten „vier Palästinenser erschossen, die den Grenzzaun zwischen Israel und dem abgeriegelten Gazastreifen überwunden hatten“. Was geschehen war? Die vier Männer waren von einem israelischen Wachposten entdeckt worden, als sie sich dem Grenzzaun näherten. Als herbeigerufene Soldaten eintrafen, schleuderte ihnen einer der Männer, der bereits über den Zaun geklettert war, eine Handgranate entgegen. Die Soldaten eröffneten das Feuer und erschossen die vier Männer, die, wie sich herausstellte, mit Maschinenpistolen, Panzerfäusten, Granaten und Messern bewaffnet waren. Wären die Terroristen nicht rechtzeitig gestellt worden, hätten sie irgendwo in Israel ein Blutbad angerichtet. All das hätte die Krone ihren Lesern natürlich auch mitteilen können [...]

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Mena-Exklusiv

Alles für die Wiederkehr des verborgenen Imams

Von Florian Markl

Im Zuge der aktuellen Debatten über den sich zuspitzenden Konflikt mit dem Iran ist stets zu hören, dass sich der Iran im Grunde kaum von anderen Ländern unterscheide: In erster Linie gehe es ihm um Selbsterhalt, darüber hinaus verfolge er genau dieselben Interessen, die auch das Handeln anderer Staaten bestimmten. Deshalb würde auch ein mit Atomwaffen ausgestatteter Iran sich nicht anders verhalten als andere Atomwaffenstaaten. Das iranische Regime möge zwar einige unappetitliche Eigenschaften haben, aber die spielten für die Analyse seiner Außenpolitik kaum eine Rolle. Kurz gesagt: auch der Iran sei letztlich ein „rationaler“ Akteur. Um diese Sichtweise aufrecht erhalten zu können, muss man freilich völlig vom Charakter des Regimes abstrahieren, das in Teheran seit 40 Jahren an der Macht ist, und so tun, als hätten die ideologischen Überzeugungen der iranischen Führung auf den Kurs des Landes, zumal in außenpolitischer Hinsicht, im Grunde keinerlei Auswirkung [...]

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