Mena-Exklusiv

Österreichs größte Tageszeitung und das blutige Endspiel in Syrien

Von Florian Markl

In einer ausführlichen Reportage beschrieb die New York Times am Sonntag einen besonders grausamen Bestandteil des „rücksichtslosen Krieges“, den das syrische Regime in den vergangenen acht Jahren gegen die eigene Bevölkerung geführt hat: Hunderttausende Syrer wurden in Gefängnissen und anderen Einrichtungen systematisch gefoltert, fast 14.000 im Zuge dessen getötet, von rund 128.000 fehlt bis heute jede Spur. Verteidiger Assads haben für das Schicksal dieser Menschen bestenfalls Krokodilstränen übrig – sie propagieren weiter das Skript des Regimes, demzufolge in Syrien bloß ein Kampf gegen islamistischen Terror geführt werde. [...]

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Mena-Exklusiv

New York Times: Antisemitische Karikatur aus lauteren Motiven?

Von Florian Markl (New York)

Die Diskussion um die antisemitische Karikatur, die vergangene Woche in der internationalen Ausgabe der New York Times veröffentlicht wurde, geht in die nächste Runde. Nach einer knappen Entschuldigung via Twitter und nach deutlichen Worten des hauseigenen konservativen Kommentators Bret Stephens im Blatt selbst mag die Redaktion gehofft haben, dass nun wieder Ruhe einkehren würde. Die Tag für Tag veröffentlichten Zuschriften, in denen etliche Leser die Zeitung scharf kritisieren oder ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, dass sich ‚ihre‘ Times zum Sprachrohr zur Plattform für die Verbreitung von offenen Antisemitismus gemacht hat, vermitteln nicht den Eindruck, dass die Beruhigungsmaßnahmen bislang von Erfolg gekrönt waren. Daraufhin hat sich gestern das Editorial Board der Times zu Wort gemeldet – und eine Erklärung abgegeben, die unfreiwillig verdeutlicht, wie tiefgehend das Problem ist [...]

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Mena-Exklusiv

Europäische Ex-Politiker und ein Terrorist namens Omar Abu Laila

Von Florian Markl

Willy Claes, Karl de Gucht, Louis Michel, Marc Otte, Frank Vandenbroucke, Guy Verhofstadt – als politisch interessierter Mensch haben Sie vielleicht den einen oder anderen dieser Namen schon einmal gehört. (...) Kein Mensch weiß, warum ausgerechnet sie sich dazu auserkoren sahen, der Welt ihre Vorstellungen über die „Lösung“ dieses Konflikts mitteilen zu müssen, und warum fast ein Drittel der rund drei Dutzend Unterzeichner allein aus Belgien oder Dänemark kommt. Die EU bekommt es zwar kaum auf die Reihe, sich auf eine Regelung über die schwerlich weltbewegende Frage der Sommer- oder Winterzeitumstellung zu einigen, aber wie „der Nahost-Konflikt“ zu „lösen“ sei, das glauben einige Ex-Politiker in ihrer maßlosen Selbstüberschätzung sehr wohl zu wissen [...]

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Mena-Exklusiv

Nein, Netanjahu hat nicht die Annexion des Westjordanlands angekündigt

Sehr geehrter Herr Friedl,

Sie schreiben in Ihrem Kurier-Artikel über die Parlamentswahl in Israel, Mahmud Abbas habe wissen lassen, „dass seine Volksgruppe jederzeit bereit sei, die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen“, und meinen dann, mit einem Premier Netanjahu wäre das aber „schwierig“, habe dieser doch „angekündigt, das palästinensische Westjordanland annektieren zu wollen“. Das ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Einerseits ist die Äußerung von Abbas reine Propaganda: Er selbst ist es, der sich seit Jahren konsequent jeglichen Verhandlungen mit Israel verweigert – und seine Zeit stattdessen damit verbringt, die Palästinenser mit antisemitischen Hetzreden zu Gewalt gegen Israelis aufzustacheln, während die von ihm geführte PLO weiterhin große Geldbeträge als Belohnung für blutigen Terror ausbezahlt [...]

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Mena-Exklusiv

Wenn Krone-Leser über den Nahen Osten schreiben

Von Florian Markl

Auf den Leserbriefseiten der Kronen Zeitung empörten sich gestern einige Leser darüber, dass US-Präsident Trump Israels Souveränität über den seit Jahrzehnten unter israelischer Kontrolle stehenden Teil der Golanhöhen anerkannt hat. „Christian Stafflinger (Linz)“, der, wenn er nicht gerade Briefe an die Krone schreibt, so viele Zuschriften an das FPÖ-Blatt Neue Freie Zeitung verfasst, dass er laut der Webseite „Stoppt die Rechten“ dort schon Kolumnisten-Status beanspruchen können müsste, führt Trumps Entscheidung tief in die Abgründe sinnloser Metaphern: Die USA hätten nicht das Recht, „das Feuer samt Brandherden in dieser Region mit haarsträubenden Äußerungen und politischen Entscheidungen am Leben zu erhalten“. Überhaupt sei für seinen Geschmack „die Haltung der EU und auch jene von Österreich viel zu israelfreundlich“ [...]

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Mena-Exklusiv

Die Gaza-Krise – und eine Lehre für die Zukunft

Von Florian Markl

Niemand weiß, was in den nächsten Tagen im und rund um den Gazastreifen geschehen wird. Sicher ist nur: Der israelische Abzug aus dem Küstengebiet vor nunmehr 14 Jahren hat alles andere als Frieden gebracht. Die Lehren aus dieser Entwicklung sollten ernst genommen werden, bevor vermeintlich einfache Lösungen für den palästinensisch-israelischen Konflikt propagiert werden. [...]

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Mena-Exklusiv

Ein besonderer Experte: Jürgen Todenhöfer

Von Florian Markl

In der Wochenendbeilage einer Zeitung bin ich auf eine Werbung für Jürgen Todenhöfers neues Buch „Die große Heuchelei“ gestoßen. Schau an, dachte ich mir, der wird doch nicht wirklich eine Autobiographie geschrieben haben? Da es dafür freilich der Fähigkeit zur Selbstreflexion bedürfte und es gerade darum bei notorischen Amerika- und Israelhassern wie Todenhöfer schlecht bestellt ist, war ich nicht allzu verwundert, vom folgenden Werbetext rasch eines Besseren belehrt zu werden: „Die Außenpolitik des Westen beruht auf einer zentralen Lüge“, die „blutigen Militärinterventionen dienen nicht den Menschenrechten“, sondern „kurzsichtigen“ Interessen, und überhaupt: Der Westen müsse „die Menschenrechte endlich vorleben, anstatt sie nur vorzuheucheln“ [...]

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Mena-Exklusiv

Aneinanderreihung falscher Behauptungen: „profil“ über Israel

Sehr geehrte profil-Redaktion,

Tessa Szyszkowitz behauptet in ihrem Artikel „Auf dem rechten Weg“, Israels Premier Netanjahu sei vor der Anfang April stattfindenden Parlamentswahl „ein Wahlbündnis“ mit einer rechtsextremen Kleinpartei eingegangen. Tatsächlich hat sich Netanjahu zwar persönlich dafür eingesetzt, dass sein bisheriger Koalitionspartner, die Partei „Jüdisches Heim“, eine gemeinsame Liste mit den Rechtsextremen von „Jüdische Stärke“ bildet – ein Schritt, für den er nicht zuletzt in Israel selbst scharf kritisiert wird. Aber weder Netanjahu noch seine Partei sind „ein Wahlbündnis“ mit der rassistischen Kleinpartei eingegangen [...]

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Mena-Exklusiv

Mahmud Abbas: Bekenntnis eines Terrorpaten

Von Florian Markl.

Bevor im September 1993 das sogenannte Oslo-Abkommen unterzeichnet wurde, erklärte PLO-Chef Arafat in einem Brief an Israels Premier Rabin: „Die PLO anerkennt das Recht Israels, in Frieden und Sicherheit zu existieren. (…) Die PLO schwört der Verwendung des Terrorismus und anderer Gewalttaten ab“. Eine der Verpflichtungen der Konfliktparteien im folgenden Friedensprozess bestand darin, Hetze zu unterbinden. (...) Seit geraumer Zeit tut die Palästinensische Autonomiebehörde nicht einmal mehr so, als würde sie sich an diese Verpflichtungen halten. Um zu wissen, was von ihrer Absage an den Terror zu halten ist, reicht der Blick auf die Zahlungen an Terroristen und deren Familien, die von der angeblich gemäßigten palästinensischen Führung getätigt werden [...]

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