Mena-Exklusiv

Betrunken in Flugzeug randalierende BDS-Anwältin erhält Haftstrafe

Von Stefan Frank

Die international bekannte britische BDS-Anwältin Simone Burns, auch bekannt als Simone O’Broin, die letztes Jahr im November verhaftet worden war, weil sie betrunken im Flugzeug randaliert, die Flugbegleiter beleidigt und misshandelt und rassistische Hassreden von sich gegeben hatte (Mena Watch berichtete), ist in London zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das meldet die britische Tageszeitung Daily Mail.

Der Vorfall hatte sich an Bord eines Linienflugs der Air India von Mumbai nach London ereignet. Rund eine Stunde nach dem Abflug von Mumbai verlangte Burns eine weitere Flasche Wein, was ihr verweigert wurde, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits drei Flaschen getrunken hatte. Daraufhin rastete die Israelboykotteurin aus.

Ein Beweisvideo zeigt eine aggressive und sehr betrunkene Person, die immer wieder lallt: „Ich bin eine internationale Strafrechtsjuristin“ und dazu wüste Beleidigungen und Drohungen ausstößt. Bei Minute 0:24 des Videos etwa schreit Burns durch die Business-Class-Kabine: „Ich bin eine Anwältin! Ich bin eine Menschenrechtsjuristin! Eine internationale Strafrechtsjuristin für das fucking palästinensische Volk!“ An anderer Stelle: „Denkt ihr, ich habe Angst?! … Bei der Irish Republican Army würdet ihr fucking erschossen!“

Einen der indischen Stewards brüllte sie an: „Ich arbeite für euch alle, ihr fucking people!“ „Die fucking Rohingyas, fucking people von ganz Asien, für euch, ich bin eine internationale Strafrechtsjuristin!“ „Ich kriege übrigens kein Geld, nebenbei gesagt! Aber ihr gebt mir kein fucking Glas Wein, ist das korrekt?!“ Weiter bezeichnete sie sich als eine „Führerin der fucking Boykottbewegung“. Dabei klatschte sie vor den Köpfen der Crewmitglieder in die Hände und fügte hinzu: „Wenn ich sage: ‚Boykottiert die fucking Air India – erledigt. Versteht ihr mich? Und ihr könnt mir keine winzige Flasche Wein geben?“

Die Flugbegleiter blieben die ganze Zeit über gelassen und hörten sich stoisch das teilweise rassistische Geschimpfe an. Simone Burns fragte eines der Crewmitglieder, ob ein Bericht über sie geschrieben werde, und setzte dann fort: „Fuck off! Ich bin eine fucking internationale Strafrechtsjuristin und Anwältin. Auf euch wird vor Gericht gepisst!“ Eine Stewardess titulierte sie als „indischer fucking raffsüchtiger Bastard.“ Dann ging sie zu ihrem Sitz und schrie: „Ich werde euch von innen nach fucking außen drehen, ihr fucking dummen Fotzen! Gebt mir eine Flasche Wein und game over!“ Sollten die Crewmitglieder ihrem Wunsch nach einer weiteren Flasche Wein nicht nachkommen, so drohte sie, werde sie dafür sorgen, dass sie nach der Landung „Scherereien“ bekämen.

In der nüchternen Wirklichkeit war es nun Burns, die Scherereien bekam. Der Isleworth Crown Court in London verhandelte letzte Woche ihren Fall, nachdem eine niedere Instanz diesen wegen seiner Schwere dorthin verwiesen hatte. Die Crown Courts sind mit den deutschen Landgerichten vergleichbar; schwere Verbrechen werden nur dort verhandelt. Laut dem Bericht der Daily Mail bekannte sich Burns der Körperverletzung und der Trunkenheit in einem Flugzeug schuldig.

Staatsanwältin Caroline Paul resümierte die Zeugenaussagen der Geschädigten. Die leitende Flugbegleiterin Dastur Pervin hatte ausgesagt, wie Burns sie beschimpft, ihr den Mittelfinger gezeigt, sie ins Gesicht gespuckt und so fest an die Brust gefasst hatte, dass sie Schmerzen verspürte. Ein anderer Flugbegleiter hatte gesagt, dass Burns „die gesamten neun Stunden über aggressiv und unberechenbar war – er habe noch nie einen so unausstehlichen Passagier erlebt“. Burns’ Verteidiger sagte, die Ausfälle seien nicht rassistisch motiviert gewesen, seine Mandantin habe einfach nur „über alles geredet, was sie für die Menschen tut“. Richter Nicholas Wood ließ dies nicht gelten. Er sagte: „Eine betrunkene, uneinsichtig rebellierende, irrationale Person in einem Luftfahrzeug erleben zu müssen, ist vor allem auf einem Langstreckenflug beängstigend und stellt ein Sicherheitsrisiko dar.“

Zwar sei das Flugzeug durch das Verhalten von Burns nicht gefährdet gewesen, doch gebe es in „einem Kilometer Höhe“ „keine Fluchtmöglichkeit“. Weiter sagte er: „Aus nächster Nähe in das Gesicht eines Kabinenbesatzungsmitglieds zu spucken, ist beleidigend und erschütternd.“ Ein Steward habe gesagt, in 34 Jahren Berufsausübung sei er noch nie von einer Frau derart behandelt worden. „Sie haben eine beleidigende, verächtliche, konfrontative und entsetzliche Sprache“ benutzt, sagte er Richter der Angeklagten. Er fügte hinzu, dass Burns dreimal versucht habe, sich im Flugzeug eine Zigarette anzuzünden und mindestens eine Zigarette auf der Flugzeugtoilette geraucht habe. „Meines Erachtens kann es nur eine Freiheitsstrafe geben“, so der Richter. Er verurteilte Burns zu sechs Monaten Haft wegen Trunkenheit in einem Flugzeug und zusätzlichen zwei Monaten wegen ihrer verbalen und tätlichen Übergriffe gegen das Kabinenpersonal. Zudem muss sie der Flugbegleiterin Dastur Pervin 300 Pfund (350 Euro) Schmerzensgeld zahlen.

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