Mena-Exklusiv

Greift Israel „unberechenbar“ an?

Sehr geehrte Redaktion der Oberösterreichischen Nachrichten,

rockets-in-sderotThomas Streif beendet seinen Bericht aus der israelischen Stadt Sderot, die in den vergangenen Jahren tausendfach aus dem Gazastreifen mit Raketen attackiert wurde, mit den Worten: „Sicher ist in Sderot nur die Angst – als ständiger Begleiter. Doch das ist im benachbarten Gazastreifen bei den meisten Einwohnern wohl genauso. Denn auch die Angriffe Israels sind unberechenbar und können jederzeit erfolgen.“ Dieser Vergleich des willkürlichen Raketenterrors aus dem Gazastreifen mit Selbstverteidigungsmaßnahmen Israels ist unhaltbar und verzerrend: Die israelische Armee greift nicht „unberechenbar“ und erst recht nicht „jederzeit“ den Gazastreifen an, sondert sie reagiert auf Raketenbeschuss durch Hamas & Co. Und tritt sie in Aktion, so nimmt sie so gezielt wie möglich Stellungen oder Einrichtungen von Terrorgruppen ins Visier, anstatt wahllos die Zivilbevölkerung Gazas anzugreifen.

Die israelische Linie ist so einfach wie klar: Ruhe wird mit Ruhe beantwortet, aber wie jedes anderes Land der Welt auch kann Israel terroristische Angriffe nicht hinnehmen und hat es die Pflicht, die eigene Bevölkerung zu schützen. Geraten die Menschen im Gazastreifen in Gefahr, so weil sie von den palästinensischen Terrororganisationen zu Geiseln im Kampf gegen den jüdischen Staat gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

Ein Gedanke zu „Greift Israel „unberechenbar“ an?

  1. nussknacker56

    Dass solche Selbstverständlichkeiten, wie von Florian Markl richtig aufgeführt, bei Journalisten wie Herrn Streif nicht gegeben sind, zeigt das ganze Dilemma einer Berichterstattung, die sich als angeblich neutral ausgibt aber weit davon entfernt ist..

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